MSV Duisburg hat gegen Wiesbaden noch eine Rechnung offen

Manchmal macht der Ball nicht das, was der Stürmer will. Simon Brandstetter könnte am Samstag einen neuen Versuch unternehmen.
Manchmal macht der Ball nicht das, was der Stürmer will. Simon Brandstetter könnte am Samstag einen neuen Versuch unternehmen.
Foto: Stephan Eickershoff
Der MSV Duisburg will sich gegen Wehen Wiesbaden für die Niederlage im Hinspiel revanchieren. Es kommt zum Wiedersehen mit Manuel Schäffler.

Duisburg..  Ilia Gruev spricht vor dem Heimspiel am Samstag gegen den SV Wehen Wiesbaden von einer „offenen Rechnung“. Der Trainer des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg verweist auf die 0:3-Hinspielniederlage, die gleichzeitig die erste Saisonschlappe für die Meidericher war. Ab 14 Uhr (live im WDR-Fernsehen und im Internet unter www.wdr.de) will der Spitzenreiter das in seiner Arena wettmachen.

Allerdings benötigen die Zebras – zumindest in sportlicher Hinsicht – keinen Schuldnerberater à la Peter Zwegat, um in den grünen Bereich zu gelangen. Erst zwei Niederlagen stehen für den MSV zu Buche. „Der Tabellenzweite hat schon acht Niederlagen auf dem Konto“, merkt Gruev an. Da droht kein sportlicher Konkurs.

Trotzdem warnt der Duisburger Trainer auch vor dem aktuellen Gegner. Die Hessen, so Gruev, seien die „Mannschaft der Stunde“. Mit drei Siegen in Folge und zehn Punkten aus den letzten vier Spielen konnte Wehen Wiesbaden die Abstiegsplätze verlassen. Daran hat der neue Trainer Rüdiger Rehm großen Anteil.

Der Coach machte vor allem ein ehemaliges Zebra wieder flott. Stürmer Manuel Schäffler, der für den MSV vor sechs Jahren im Pokalfinale gegen Schalke 04 spielte, erzielte in den letzten drei Spielen vier Tore für sein Team. Der 28-Jährige ist heiß auf das Match an alter Wirkungsstätte: „Die Begegnungen gegen den MSV sind für mich immer besondere Spiele. Ich habe mich in Duisburg sehr wohlgefühlt.“

Viele Mittelfeldoptionen

Im Hinspiel saß Schäffler nur auf der Bank. Bei seinem letzten Auftritt an der Wedau vor knapp zwei Jahren war Schäffler 90 Minuten am Ball, ging aber leer aus. Es war das Spiel, mit dem der MSV gegen Holstein Kiel die Rückkehr in die 2. Bundesliga perfekt machte.

Ähnliches ist am Samstag noch nicht möglich. Aber Ilia Gruev will mit seinem Team den nächsten Schritt machen. Mit jedem Spieltag, an dem der MSV seinen Vorsprung hält oder ausbaut, kommt er dem Ziel näher.

Leutenecke rverteidigt

Zum Personal: Außenverteidiger Nico Klotz fällt mit einem Bänderanriss im Knöchel aus, für ihn will Fabio Leutenecker auf der rechten Außenbahn für Ordnung sorgen. Die zuletzt gesperrten Tim Albutat und Baris Özbek kehren zurück. Es dürfte die spannendste Personalie im Vorfeld des Spiels sein: Wer wird neben Fabian Schnellhardt in der Mittelfeldzentrale wirken? Die aktuelle Form spricht für Martin Dausch. Ein Einsatz des offensiv ausgerichteten Ex-Berliners würde für Schnellhardt bedeuten, dass dieser die defensiven Mittelfeldaufgaben übernehmen müsste. Ilia Gruev: „Fabian spielte zuletzt in Bremen schon auf der sechs. Das hat er gut gelöst.“

Im Angriff sind einmal mehr mehrere Varianten denkbar. Stanislav Iljutcenko und Kingsley Onuegbu präsentierten sich in Bremen wenig durchschlagskräftig. Demnach hätte Simon Brandstetter mal wieder eine Startelf-Chance verdient.