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2. Fußball-Bundesliga

MSV Duisburg hat den Klassenfeind im Auge

22.01.2013 | 19:14 Uhr
MSV Duisburg hat den Klassenfeind im Auge
MSV-Trainer Kosta Runjaic mit Co-Trainer Ilja Gruev.Foto: Christoph Reichwein/imago

Belek/Duisburg.   Im Trainingslager in der Türkei traf der MSV auf den nächsten Gegner Dynamo Dresden. Die Sachsen filmten eine Übungseinheit der Zebras gar von einem Hochstand aus. Die Probleme der Duisburger erkannten indes nicht nur die Spione aus Dresden. Beim MSV drückt der Schuh in der Offensive.

In der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga trennen den MSV Duisburg und Dynamo Dresden fünf Punkte. Auf dem Sportgelände im türkischen Trainingslager waren es gerade einmal fünf Meter. Seite an Seite bereiteten sich die Teams, die zum Liga-Auftakt am 1. Februar in Dresden (18 Uhr/live im Ticker) aufeinander treffen, auf den Rest der Rückrunde vor. Am letzten Tag des Trainingslagers filmten die Sachsen die Übungseinheit der Zebras gar von einem Hochstand aus. Ab sofort können die Duisburger wieder unbehelligt von Spionen trainieren. Am Dienstag kehrten sie aus dem Trainingslager zurück.

Duisburg und Dresden hatten über unterschiedliche Agenturen ihr Trainingsquartier gebucht, per Zufall landeten die Konkurrenten im Abstiegskampf auf dem selben Gelände. „Dynamo hat uns gedrängt, dass wir uns nach Alternativen umsehen sollten. Das kam aber nicht infrage“, sagte MSV-Trainer Kosta Runjaic, dem die Nähe zum Klassenfeind wenig ausmachte. Dynamo-Coach Peter Pacult hatte damit offenbar mehr Probleme.

Zebras auf dem Nebenplatz

Als sich eine Duisburger Kamera dem Spielfeld der Dresdener näherte, schritt ein Offizieller des Tabellensechzehnten ein und erklärte: „So etwas mag unser österreichischer Tyrann nicht.“ Zwischenzeitlich verzog sich das Duisburger Team auf einen Nebenplatz. „Natürlich schauen auch wir zwischendurch mal über den Zaun. Aber so viele Erkenntnisse gewinnt man da nicht“, sagte Runjaic.

Die Probleme des MSV erkannten indes nicht nur die Spione aus Dresden. Bei den Zebras drückt anderthalb Wochen vor dem Start der Schuh in der Offensive. Die Versuche, die Mannschaft im Sturm zu verstärken, scheiterten bislang. Die leise Hoffnung, den Österreicher Stefan Maierhofer aus Salzburg zurückzuholen, war schnell dahin. Der ehemalige Duisburger Publikums-Liebling entschied sich für den Liga-Konkurrenten 1.FC Köln. Mit Ex-MSV-Angreifer Dorge Kouemaha war sich der Verein in der vergangenen Woche bereits einig, ehe der Kameruner, der bei Eintracht Frankfurt keine Rolle mehr spielt, pokerte und die Verhandlungen platzen ließ. Der 29-Jährige steht nun vor einem Wechsel in die Türkei.

Das Winter-Transferfenster ist noch einen Spalt geöffnet. Trainer Runjaic hofft, dass der MSV bis zum Ende des Monats noch einen schlagkräftigen Neuzugang präsentieren kann. Derzeit steht mit dem Ex-Düsseldorfer Ranisav Jovanovic nur ein Stoßstürmer im Kader – und dieser unterliegt erheblichen Formschwankungen. Runjaic: „Wir suchen keinen Perspektivspieler, sondern einen Mann, der sofort passt. Ich weiß, dass der Markt sehr eng ist.“

MSV Duisburg
MSV-Trainer Runjaic beklagt fehlende Breite im Kader

Kosta Runjaic will seine Enttäuschung nicht verbergen. „Wir haben im Winter drei Spieler abgegeben und keinen geholt. Damit kann ich nicht glücklich sein“, sagt der Trainer des MSV Duisburg. Es ist bezeichnend, dass die Startelf für das Spiel bei Dynamo Dresden schon jetzt nahezu steht.

Ohnehin sorgt sich der Trainer um die Breite seines Kaders. Mit Andre Hoffmann (Hannover 96), Zvonko Pamic (Dinamo Zagreb) und Flamur Kastrati (Erzgebirge Aue) gab der MSV in der Winterpause gleich drei Spieler ab.

MSV ist leicht auszurechnen

Hinzu müssen die Mittelfeld-Asse Jürgen Gjasula (Herzmuskel-Entzündung) und Toni da Silva (Bänderriss) nach ihrer Genesung noch erhebliche Trainingsrückstände aufholen. Die Mannschaft, die sich im alten Jahr mit drei Siegen in Serie Luft im Abstiegskampf verschaffen konnte, ist für die Gegner derzeit leicht auszurechnen.

Aufgrund der Wetterlage in Deutschland hatten die Duisburger kurz überlegt, das Trainingslager in der Türkei zu verlängern. Aus logistischen Gründen entschieden sich die Meidericher dann aber doch für die planmäßige Rückkehr.

„Wir können uns auch in Duisburg gut auf das Spiel in Dresden vorbereiten“, sagte Trainer Kosta Runjaic. Das beinhaltet dann auch eine Video-Analyse – allerdings mit Bildern der eigenen Testspiele.

Dirk Retzlaff



Kommentare
24.01.2013
23:07
MSV Duisburg hat den Klassenfeind im Auge
von DUmsv | #3

http://www.facebook.com/groups/201079333363793/

Die Neue MSV DUISBURG 1902 Fan-Gruppe !!!!
Hallo liebe MSV-Fans,

"MSV DUISBURG 1902" Fan-Gruppe kann jeder MSV-Freund mitdiskutieren, lediglich bei schweren BELEIDIGUNGEN, RASSISTISCHE Äußerungen und offensichtlich illegalen Inhalten werde ich als Admin einschreiten...

Also viel Spass

♥ 1902LEBENLIEBELEIDENSCHAFT ♥

23.01.2013
11:29
MSV Duisburg hat den Klassenfeind im Auge
von JotZee | #2

Das ist alles Taktik. Brandy, Baljak, Jovanovic, Exslager, Brosinski können alle Tore machen und sind ganz unterschiedliche Spielertypen. Klar ist der Mega-Knipser noch nicht dabei, aber das kommt vielleicht noch. Ich finde, wir sind breit genug. :) Das war ja auch eine finanzielle Notendigkeit. Wäre natürlich wichtig, dass man Domo noch los wird.

23.01.2013
10:31
MSV Duisburg hat den Klassenfeind im Auge
von racoon71 | #1

weis nicht nun bemängelt man das der Kader zu klein ist oki .

An Pamic verkauf konnte der MSV nix machen der gehörte Leverkusen .
Aber Hofmann und Kastrati hätte man ja dann doch eher behalten soll , oder erst dann gehen lassen wenn man ersatz hat .
Klar im Umkehrschluss kann man wohl erst was holen wenn man was abgegeben hat , dennoch schwer ..

Man das wird verdammt hart ...

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