MSV Duisburg gewinnt Hitzeschlacht in Burghausen mit 2:0

Eine Liebe: Die Fans des MSV Duisburg stehen ihrem Klub auch in der 3. Liga treu zur Seite.
Eine Liebe: Die Fans des MSV Duisburg stehen ihrem Klub auch in der 3. Liga treu zur Seite.
Foto: Getty Images
Was wir bereits wissen
Der MSV Duisburg hat seinen ersten Saisonsieg in der 3. Liga errungen. In einer hart umkämpften Hitzeschlacht siegte der Zweitliga-Zwangsabsteiger mit 2:0 (1:0) bei Wacker Burghausen. Als die Gäste kurz vor Schluss auf den Ausgleich drängten, entschied Onuegba die Partie zugunsten des Revierklubs.

Burghausen.. Markus Bollmann ist der erste Drittliga-Torschütze in der Geschichte des MSV Duisburg. Der Vize-Kapitän brachte die Zebras am Samstag bei Wacker Burghausen in Führung. Doch nicht nur das: Am Ende stand sogar der erste Drittliga-Sieg der Duisburger Kicker zu Buche. Der MSV gewann mit 2:0 (1:0).

Sascha Dum trotz Magen-Darm-Grippe unter der Woche im Einsatz

Bei Temperaturen von 35 Grad im Schatten lieferten sich die Teams in der Wacker-Arena eine Hitzeschlacht. Schiedsrichter Rene Rohde unterbrach beide Halbzeiten für Trinkpausen. Gut 500 MSV-Fans unterstützten ihr Team in Bayern. Insgesamt waren 2200 Zuschauer im Stadion. „Phasenweise war es ein gefühltes Heimspiel. Die Unterstützung unserer Fans ist fantastisch“, so MSV-Trainer Karsten Baumann.

Trotz der Hitze stellte sich Sascha Dum, der unter der Woche mit einer Magen-Darm-Grippe flach lag, als Linksverteidiger zur Verfügung. So musste Karsten Baummann seine Startformation aus dem Heidenheim­-Spiel nur auf zwei Positionen verändern. Für den verletzten Tanju Öztürk kam Deniz Aycicek von Beginn an als Sechser zum Einsatz. Für den gesperrten Kevin Wolze rückte Neuzugang Filip Orsula ins Team – als Sturmpartner von Kingsley Onuegbu.

Beide Mannschaften hatten Probleme, bei den hohen Temperaturen ins Spiel zu finden. Der MSV, der in den orange-farbenen Ausweichtrikots im Einsatz war, setzte das erste Ausrufezeichen nach 30 Minuten. Wacker-Keeper Stephan Loboue wehrte einen Distanzschuss von Tobias Feisthammel zu kurz ab, Patrick Zoundi kam jedoch einen Schritt zu spät. Auf der Gegenseite parierte MSV-Torwart Michael Ratajczak mit einem starken Reflex einen Flachschuss von Maximilian Drum (38.).

Onuegbu hätte schon früher den zweiten Treffer machen können

Als Burghausen stärker wurde, schlug der MSV zu. Nach einer Ecke von Deniz Aycicek köpfte Markus Bollmann aufs Tor, Torhüter Lobue erreichte zwar den Ball, lenkte ihn aber an den Innenpfosten, von dem die Kugel ins Netz prallte.

Nach der Pause wurde die Partie lebhafter. Ratajczak bewahrte den MSV zunächst vor dem Ausgleich, indem er gegen Alexander Eberlein klärte (48.). Zwei Minuten später scheiterte Aycicek bei einem Freistoß vom Strafraumeck am Burghausener Keeper. Nach einer scharfen Hereingabe verpasste Onuegbu fünf Meter vor dem Tor den Ball (52.). Vier Minuten vor dem Abpfiff machte es der „King“ besser. Schön herausgespielt vom eingewechselten Athanansios Tsourakis, der kurz zuvor den Pfosten getroffen hatte, traf Onuegbu zum entscheidenden 2:0 in die Maschen. Karsten Baumann sprach ein kollektives Lob aus: „Das war ein Sieg des Willens.“ Sein Burghausener Kollege Georgi Donkonv kommentierte die Niederlage seines Teams so: „Duisburg hat das abgezockt gemacht.“ (dpa)

Alle MSV-Spieler in der Einzelkritik

Michael Ratajzak: Der Torwart bewahrte den MSV im ersten Durchgang mit einem starken Reflex vor dem Rückstand, kurz nach der Pause rettete der die Duisburger Führung. Insgesamt ein starker Rückhalt.

Note: 2

Phil Ofosu-Ayeh: Agierte als rechter Verteidiger im Vergleich zum Heidenheim-Spiel gefestigter. Setzte im Spiel nach vorne allerdings zu wenige Akzente. Vergab in der zweiten Halbzeit eine gute Chance zum 2:0.

Note: 4

Markus Bollmann: Brachte den MSV per Kopf in Führung und sorgte somit für Sicherheit im Spiel. Fungierte als Abwehrchef souverän.

Note: 3

Matthias Kühne: Agierte in der Innenverteidigung rustikal, war schon früh mit Gelb vorbelastet. Lieferte an der Seite von Markus Bollmann eine solide Leistung ab.

Note: 3

Sascha Dum: Stellte sich trotz Magen-Darm-Grippe in den Dienst der Mannschaft. Kämpferisch ein Vorbild, entschied wichtige Zweikämpfe für sich.

Note: 2

Michael Gardawski: Konnte an seine starke Leistung aus der Vorwoche nicht anknüpfen, hatte Schwierigkeiten, auf der rechten Außenbahn durchzusetzen.

Note: 4

Tobias Feisthammel: Spielte auf der Sechser-Position unauffällig, arbeitete aber nach hinten effektiv.

Note: 3

Deniz Aycicek: Bereitete mit einer Ecke die Duisburger Führung vor, auch bei weiteren Standards war der Mittelfeldspieler gefährlich.

Note: 3

Patrick Zoundi: Der Mittelfeldspieler war auf der linken Seite erneut in vielen Situationen überfordert, konnte sich aber im Vergleich zur Woche steigern.

Note: 4

Kingsley Onuegbu: Band zumeist zwei Gegenspieler an sich und schuf so Raum für seine Mitspieler. In der zweiten Halbzeit bei einer Hereingabe zu zaghaft – der Stürmer hätte so früh mit dem 2:0 für Entlastung sorgen können. Dafür war er aber kurz vor Schluss mit der Entscheidung zur Stelle.

Note: 3

Filip Orsula: Der Neuzugang fand wenige Tage nach seiner Verpflichtung noch nicht ins Spiel, war naturgemäß über weite Strecken ein Fremdkörper.

Note: 4

Die Fakten zum MSV-Sieg in Burghausen

Burghausen: Loboue - Burkhard, Taffertshofer, Eberlein, Drum - Knochner (78. Kulabas), Schröck - Thee (73. Maurice Müller), Burkhardt (66. Kindsvater), Hauk - Holz.

Duisburg: Ratajczak - Ofosu-Ayeh, Matthias Kühne, Bollmann, Dum (73. Güll) - Aycicek, Feisthammel - Gardawski (81. Rybacki), Zoundi - Onuegbu, Orsula (62. Tsourakis).

Schiedsrichter: Rene Rohde (Rostock)

Tore: 0:1 Bollmann (42.), 0:2 Onuegbu (87.)

Zuschauer: 2200

Gelbe Karten: Drum - Matthias Kühne, Feisthammel, Gardawski