MSV Duisburg geht ohne Sorgen ins Rostock-Spiel

Nico Klotz (links) ist beim MSV Duisburg auf der rechten Seite mittlerweile erste Wahl.
Nico Klotz (links) ist beim MSV Duisburg auf der rechten Seite mittlerweile erste Wahl.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Vor dem Heimspiel gegen Rostock am Ostermontag meldeten sich beim MSV Duisburg die angeschlagenen Spieler zurück. Druck darf also keine Ausrede sein.

Duisburg.. Druck? Mittelfeldspieler Nico Klotz beantwortete die Frage auf die Bedeutung des Drucks vor dem Drittliga-Fußball-Spiel des MSV Duisburg (Ostersonntag, 14 Uhr, Schauinslandreisen-Arena) bei der Pressekonferenz nur halb. „Wer mit dem Druck nicht klarkommt, der . . .“, brach Klotz ab. Aber neben ihm saß Trainer Gino Lettieri, der den Satz vervollständigte: „Wer mit dem Druck nicht klarkommt, der ist hier fehl am Platz.“

Der MSV biegt in die entscheidende Saisonphase ein. Noch acht Spiele stehen auf dem Programm. Derzeit ist der MSV Dritter und steht damit auf dem Relegationsrang. Zwischen Platz zwei und sieben erscheint alles möglich. Nicht nur Trainer Gino Lettieri weiß, dass jedes Nervenflattern auf der Zielgeraden verhängnisvoll werden kann. Auch deshalb: Der Trainer setzt auf die Heimstärke und fordert auch im Spiel gegen Hansa Rostock drei Punkte ein.

Tönnies Für Nico Klotz ist es selbstverständlich, dass die Mannschaft morgen hochkonzentriert zu Werke gehen wird. „Das haben wir in der Hinrunde schon so gemacht. Auch jetzt denken wir von Spiel zu Spiel und wollen nun Rostock schlagen. Wir haben sehr gut trainiert und sind bereit“, unterstreicht der Mittelfeldspieler, der sich auf der rechten Seite mittlerweile „festgespielt“ hat.

Rostock wollte aufsteigen

Dass Hansa Rostock mit Coach Karsten Baumann und damit mit Lettieris Vorgänger in Duisburg aufkreuzt, spielt für den Duisburger Fußball-Lehrer keine Rolle. „Da spielt nicht Lettieri gegen Baumann, sondern Duisburg gegen Rostock“, unterstreicht der 48-Jährige. Viel wichtiger ist für den Duisburger Trainer, dass sich seine Spieler nicht von der Tabelle blenden lassen. Rostock steckt als 15. noch tief im Abstiegskampf. „Wir dürfen nicht vergessen, dass das ein Klub ist, der vor der Saison um den Aufstieg spielen wollte“, so Lettieri.

Rostock hat im Kalenderjahr 2015 nur ein Spiel – und das unglücklich in Bielefeld – verloren. Die Hanseaten haben in der Winterpause den Kader kräftig umgekrempelt und das geschafft, was Ex-MSV-Trainer Milan Sasic vor Jahresfrist in Saarbrücken nicht gelang. Mit einem rundum erneuerten Kader fanden die Rostocker in die Spur.

Grünes Licht für Onuegbu

Beim MSV Duisburg hat sich die personelle Situation rechtzeitig vor dem Spieltag deutlich entspannt. Beim Training am Freitag waren bis auf den am Knie verletzten Rolf Feltscher alle Spieler am Start. Allerdings ist Mittelfeldspieler Zlatko Janjic noch nicht bei 100 Prozent. Der Duisburger Toptorschütze (14 Treffer) lag unter der Woche mit einem fiebrigen Infekt flach und musste Antibiotika einnehmen. Nach einer neuerlichen Blutuntersuchung gaben die Ärzte aber grünes Licht.

Auch Angreifer Kevin Scheidhauer, der nach einem Zusammenprall im Training mit Thomas Meißner Knieprobleme hatte, ist ebenso fit wie Stürmer Kingsley Onuegbu und Mittelfeld-Regisseur Pierre De Wit. So dürfte es im Vergleich zum letzten Spiel in Dortmund in der Duisburger Startaufstellung nur zwei Veränderungen geben. Kevin Wolze verteidigt auf der linken Seite von Beginn an und Pierre De Wit dürfte im defensiven Mittelfeld neben Tim Albutat zum Einsatz kommen.

Hansa-Stürmer Ziemer fehlt

Während mit Janjic Duisburgs bester Torschütze dabei sein wird, fällt auf der Gegenseite der Topscorer aus. Marcel Ziemer, der wie Janjic bislang 14 Treffer erzielte und sich mit dem MSV-Mann den dritten Platz in der Torjägerliste der 3. Liga teilt, fällt mit einem Muskelfaserriss aus.