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MSV-Coach Kosta Runjaic ist der Mechaniker

23.10.2012 | 22:00 Uhr
MSV-Coach Kosta Runjaic ist der Mechaniker
Kosta Runjaic sieht beim MSV genug Qualität für den Klassenerhalt.Foto: Christoph Reichwein

Duisburg.   MSV-Trainer Kosta Runjaic war nach der 0:2-Niederlage gegen den FC Ingolstadt mit seinen Schützlingen unzufrieden. Am Samstag stehen die Zebras bei Aufsteiger SV Sandhausen in der Pflicht, das Bild zu korrigieren. Ein Beispiel aus dem Motorsport soll dabei helfen.

MSV-Trainer Kosta Runjaic vergleicht den Zweitliga-Abstiegskampf mit einem Beispiel aus dem Motorsport. „Wir haben einen Wagen, mit dem wir eine Strecke zurücklegen. Es gibt aber keine Möglichkeit, das Auto zu tunen. Ich bin der Mechaniker und gucke in den Motorblock hinein. Also versuchen wir, mit den Spielern, die uns zur Verfügung stehen, etwas zu erreichen. Wenn wir die Basis abrufen, dann sind wir eine unangenehme Mannschaft“, erklärt der 41-Jährige.

MSV bei SV Sandhausen in der Pflicht

Gegen Hertha BSC (2:2), beim bisher stärksten Duisburger Saisonauftritt, traf das zu. Das 0:0 gegen Bochum konnte sich sehen lassen, ebenso weite Strecken in Kaiserslautern (1:2) und Braunschweig (0:3). Das 1:0 in Cottbus war kämpferisch verdient, passte also auch in die Einschätzung des Trainers. Beim 0:2 gegen den FC Ingolstadt waren die Zebras aufgrund der schwachen zweiten Halbzeit ein dankbarer Gegner.

Runjaic sah sich die Horror-Show aus den zweiten 45 Minuten noch drei Mal auf DVD an. "Am besten erlauben wir uns in naher und ferner Zukunft keine weitere Leistung dieser Art mehr. Wir haben uns nicht gewehrt, konnten nach dem Wechsel nicht die gewünschten Akzente setzen. Das lag auch an einer gewissen Müdigkeit, die bei den Spielern nach sieben Wochen harter Arbeit erkennbar war. Keine Punkte, dazu eine schlechte zweite Halbzeit: Das bleibt hängen."

Am Samstag bei Aufsteiger SV Sandhausen steht der MSV in der Pflicht, das Bild zu korrigieren. "Es geht nicht darum, Sandhausen mit reinzuziehen, sondern uns rauszuziehen", sagt Kosta Runjaic, der die Lage realistisch einschätzt : "Der Druck wird von Woche zu Woche größer, aber wir dürfen uns davon nicht verrückt machen lassen. Es gibt kein Paraderezept. Offen sein, ehrlich sein, arbeiten, mit dem Spielerpotenzial an die Leistungsgrenze gelangen: Das halte ich für den richtigen Weg."

„Die richtige Balance finden“

Der dreifache Familienvater weiß andererseits auch, dass Ergebnisse her müssen. "Wir sind gut beraten, bis zum Beginn der Winterpause am 19. Dezember möglichst viele Zähler zu sammeln. Jetzt warten noch zehn Begegnungen auf uns, plus ein oder zwei DFB-Pokalspiele. Die Top-Mannschaften der Liga haben wir allesamt weg. Jetzt kommen Gegner aus dem Mittelfeld und dem unteren Bereich."

Die Hoffnung, dass sein Team in der zweiten Saisonhälfte diverse Defizite aufgearbeitet und Neuerungen verinnerlich hat, hegt Kosta Runjaic. "Mit der Arbeit, die wir noch bewältigen, werden wir in der Rückrunde garantiert nicht schlechter.“ Auch hier zieht Coach Kosta den Fahrzeug-Vergleich heran. „In der Winterpause können wir nicht das Tempo von 160 km/h auf plötzliche 220 km/h steigern, ohne das entsprechende Fahrwerk zu haben. Wir werden die eine oder andere Federung auswechseln und müssen die richtige Balance finden."

Um im Bild zu bleiben: Das Fordern neuer Karosserieteile ist nicht das Ding des neuen Trainers. "Ich bin kein Freund von so etwas", versichert Runjaic, "vielleicht gibt es irgendwann Möglichkeiten, etwas zu tun. Dann wäre das Okay. Ich glaube aber, dass der Kader genug Qualität hat, um in der Liga zu bleiben."

Thomas Tartemann

Kommentare
26.10.2012
07:57
MSV-Coach Kosta Runjaic ist der Mechaniker
von Pacholke | #10

Zebras,
habt ihr die ersten Spiele dieser Saison gesehen?
Habt ihr diesen unorganisierten Hühnerhaufen gesehen?
Habt ihr die Spiele seit Kostas...
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2012-10-23 22:00
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