MSV-Aufstiegsheld Gardawski vor Abschied aus Duisburg

Abschied wahrscheinlich: Die Kontrakte von Michael Gardawski (links) und Christopher Schorch laufen beim MSV Duisburg zum Saisonende aus.
Abschied wahrscheinlich: Die Kontrakte von Michael Gardawski (links) und Christopher Schorch laufen beim MSV Duisburg zum Saisonende aus.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der frisch gebackene Zweitligist wird den Vertrag mit dem „Aufstiegshelden“ wohl nicht verlängern. Sascha Dum profitiert hingegen von einer Klausel.

Duisburg.. Bernd Maas hier. Bernd Maas da. Der Geschäftsführer des MSV Duisburg konnte die Feierlichkeiten der Profis gar nicht richtig genießen. Zwischen Geschäftsstelle und VIP-Raum wurde der Funktionär immer wieder gebraucht, schüttelte Hände, nahm Glückwünsche entgegen und hörte sich Sorgen und Nöte von erschöpften Security-Mitarbeitern an. Als eine Sicherheitskraft wegen des starken VIP-Andrangs ratlos wirkte, beruhigte Maas: „Wir machen es so: Jetzt kommt nur noch die Bundeskanzlerin Angela Merkel durch.“ Schon hatte sich die Situation mit einer Prise Humor entspannt.

Bei Bernd Maas pochte der Pulsschlag vor dem Kiel-Kracher mehr als gewöhnlich. „Es stand unheimlich viel auf dem Spiel. Dass es die Mannschaft so hinbekommen hat, ist einfach großartig. Die Erfolge in der 3. Liga sind über totalen Einsatz entstanden.“ Maas zuversichtlich: „Wenn wir so weitermachen, müssen wir uns auch eine Etage höher nicht verstecken.“ Mit rund 15 000 Fans planen die Zebras in Zukunft. „Die Konsolidierung fängt jetzt erst an“, betont Präsident Ingo Wald. Mannschaftsfahrt

Bernd Maas weiß, dass trotz des sprudelnden TV-Gelds, das aufgrund der aufgebesserten Erlöse nun über 5,2 Millionen Euro betragen wird, keine große Attacke möglich ist. „In der 3. Liga gibt es nicht groß die Möglichkeit, Verbindlichkeiten abzubauen.Wir wollen den Leuten, die uns auch für die Drittliga-Lizenz wieder Unterstützung zugesagt haben, nun etwas zurückgeben“, so Maas, der mit seinen Mitstreitern „weiter jeden Euro umdrehen“ muss. Der Ex-Aachener: „Ein Selbstläufer wird das hier nicht.“

Der "King" hofft auf Klarheit in den nächsten 14 Tagen

Ob das Duisburger Publikum auch künftig Kingsley Onuegbu bejubeln kann, ist offen. Für den „King“ liegen mehrere Anfragen und ein konkretes Angebot vor. „Unser Manager Ivo Grlic weiß das“, sagt Onuegbu, „ich hoffe, dass in den nächsten 14 Tagen Klarheit herrscht.“

Bei Linksverteidiger Sascha Dum ist die Zukunftssicht bereits glasklar. „Mein Vertrag hat sich durch den Einsatz gegen Kiel um ein Jahr verlängert. Jetzt hat der Trainer mich eben noch an der Backe“, zwinkerte „Dumbo“. Michael Gardawski werden seine beiden Tore gegen Kiel wohl nicht mehr groß helfen. Seine Zick-Zack-Saison ist den Verantwortlichen nicht verborgen geblieben. „Ich bewerte nicht nur das Kiel-Spiel, sondern die ganze Saison“, betont Ivo Grlic. Die Zeichen stehen bei Gardawski auf Abschied.Pyrotechnik