MSV-Abwehr wackelte - Note 5 für Kern und Lachheb

Was wir bereits wissen
Mit 0:2 verlor Zweitliga-Schlusslicht MSV Duisburg das Heimspiel gegen den FC Ingolstadt. Torwart Felix Wiedwald war der beste Spieler seines Teams. In unserer Einzelkritik gibt es aber für drei Spieler die Note 5.

Duisburg.. Noten von 3 bis 5: Diskutieren Sie mit uns die Leistung der Duisburger im Spiel gegen Ingolstadt.

Die Einzelkritik des MSV Duisburg in Textform

Felix Wiedwald: Verhinderte mit glänzendem Reflex einen frühen Rückstand beim Schuss von Eigler (9.), der dann eine Minute später nur die Latte traf. Mit seiner Strafraumbeherrschung weiß Wiedwald weiter beim MSV zu überzeugen. Bei den Gegentoren durch Leitl (64.) und Caiuby (88.) ohne Chance. Zwischenzeitlich wieder mit einer starken Abwehr (75.). Bei der Niederlage gegen Ingolstadt noch bester Duisburger. Note: 3

Benjamin Kern: In der Vorwärtsbewegung zwar zielstrebig, dafür aber mit Schwächen bei der Defensivarbeit. Offenbarte Abstimmungsprobleme mit seinem Nebenmann Adli Lachheb, wenn Ingolstadt über die linke Seite angriff. Hatte das 1:0 auf dem Fuß, traf mit seinem wuchtigen Linkschuss aus zehn Metern aber nur die Latte (33.). Größtes Problem: Kern bekam Ex-MSV-Spieler Caiuby nicht in den Griff. Note: 5

Adli Lachheb: Fehlten im Spielaufbau die Ideen. Rückpässe auf Wiedwald waren die Folge. Lachheb verdiente sich in Hälfte eins noch Pluspunkte mit konsequentem Klären heikler Szenen – wenngleich die Kugel dann meistens ohne Ziel weit nach vorne geschlagen wurde. Der erste Gegentreffer ging dann auch auf Lachhebs Kappe. Note: 5

Branimir Bajic: Legte an seinem 33. Geburtstag einen über weite Strecken akzeptablen Auftritt hin. Putzte aus, wenn seine Mitspieler patzen. Seinen Pässen ins Mittelfeld fehlte jedoch die nötige Genauigkeit. Note: 4

Dzemal Berberovic: Zeigte erneut technische Schwächen. Beförderte Bälle ohne erkennbare Not beim Abspielversuch ins Seitenaus. Zudem verlor Duisburgs Linksverteidiger häufiger seinen Gegenspieler Uludag aus den Augen. Note: 4,5

Andre Hoffmann: In vielen Spielsituationen erneut offensiv orientiert. Bei Doppelpass-Versuchen hatten ihn seine Mitspieler aber nicht im Blick. Dennoch: Hoffmann war einer der wenigen Lichtblicke in einer schwachen MSV-Mannschaft. Note: 3,5

Goran Sukalo: Übernahm viel Verantwortung in der Mittelfeldzentrale. Konnte gute Zweikampfwerte vorweisen, wusste dabei vor allem seine Kopfballstärke auszunutzen. Einzig entscheidende Impulse vermochte Sukalo dem MSV-Spiel nicht zu verleihen. Note: 4

Sören Brandy (bis 63.): Deutlich weniger engagiert als in den vorherigen Partien. Wurde allerdings auch seltener mit Bällen versorgt. Seine Flanken brachten die FCI-Abwehr kaum in Bedrängnis. Der bisher schwächste Auftritt des Ex-Paderborners im MSV-Dress. Note: 4,5

Srdjan Baljak (bis 80.): Häufige Anspielstation auf dem linken Flügel. Konnte viele Bälle zwar halten, jedoch nicht effektiv verwerten. Baljak leistete sich etliche Fehlpässe im ersten Spielabschnitt. Vor allem bei Rückpässen von der Torauslinie fehlte ihm der Überblick. Dennoch eine passable Leistung des Serben. Note: 4

Valeri Domovchiyski: Setzte sich in der Anfangsphase mit einem Flachschuss aus 20 Metern in Szene, der sein Ziel aber um einige Meter verfehlte (6.). Leistete eine starke Vorarbeit mit seinem Heber auf Kern, der seinen Gegner im Aluminium fand. Tauchte in der zweiten Halbzeit dann völlig ab Note: 4,5

Ranisav Jovanovic (bis 73.): Rückte für Maurice Exslager in die Startelf. Scheiterte in der 35. Minute aus kurzer Distanz an FCI-Keeper Ramazan, verpasste damit die große Chance zu seinem ersten Tor für den MSV. In anderen Szenen fehlte dem Ex-Düsseldorfer das Durchsetzungsvermögen. Empfiehlt sich mit einer solchen Leistung nicht für weitere Einsätze in der Anfangsformation. Note: 5

Maurice Exslager (ab 63.): Kam für Brandy. Ohne Note.

Zvonko Pamic (ab 73.): Kam für Jovanovic. Ohne Note.

Kevin Wolze (ab 80.): Kam für Baljak. Ohne Note.