"Mok" will bald helfen
03.10.2007 | 21:05 Uhr 2007-10-03T21:05:13+0200MSV. Youssef Mokhtari nimmt nach seiner Bandscheiben-Operation wieder am Mannschaftstraining der Zebras teil.
Für den MSV Duisburg geht's in der Fußball-Bundesliga seit Wochen steil abwärts. Für Youssef Mokhtari gilt das nicht, für den Marokkaner weist der Trend noch oben. Zwar nicht steil, aber "Schritt für Schritt", wie der Mittelfeldspieler der Zebras sagt. Am Dienstag kehrte der 28-Jährige nach seiner Bandscheiben-Operation ins Mannschaftstraining zurück. "Mok" hat sich ein Ziel gesetzt: "Ich schaue auf das Hamburg-Spiel. Dann will ich wieder dabei sein." Der HSV ist am Wochenende um den 27. Oktober an der Wedau zu Gast. Mokhtari bleiben somit noch gut drei Wochen.
Der Mittelfeldspieler ist froh, dass er sich im Sommer doch noch zu einer Bandscheiben-OP durchgerungen hatte. Seit Jahresbeginn hatte er sich von Spiel zu Spiel geschleppt, mal mit Spritze, mal ohne. Doch die Schmerzen, die bis in die Leiste zogen, gingen einfach nicht weg.
Kein Spiel verpasst
In der Physiotherapie-Klinik von Klaus Eder in Donaustauf arbeite Mokhtari nach der Operation für sein Comeback, es folgten drei Woche Reha in Frankfurt. Nach den ersten Laufeinheiten ist er nun an der Westender Straße wieder mit der Mannschaft am Ball.
Die Schmerzen im Körper sind weg, doch dafür schmerzt nun das Gemüt. "Es tut weh, der Mannschaft nicht helfen zu können", so Mokhtari, der im Fernsehen kein Spiel der Zebras verpasst hat.
Dass er ausgerechnet in einer Phase ins Team zurückkehrt, in der es nicht zum Besten bestellt ist, kommt Mokhtari nicht gelegen. "Mir wäre lieber, die Mannschaft hätte weiter gepunktet", sagt der Mittelfeldmann, der die Verletzungsmisere als Grund für die sportliche Talfahrt ansieht. Mokhtari weiter: "Der Trainer ist doch zurzeit die ärmste Sau. Rudi Bommer muss immer wieder umstellen."
Das Nationalteam im Blick
Immerhin konnte Youssef Mokhtari vor seiner Operation noch fast die komplette Saisonvorbereitung bestreiten, sodass er zuversichtlich ist, dass der Weg zurück ins Team etwas kürzer sein wird.
"Mok" will nicht beim MSV den Anschluss finden, sondern auch im Nationalteam. Das Länderspiel gegen Namibia am 17. Oktober wird Mokhtari zwar verpassen, aber am 16. November in Frankreich könnte er schon wieder dabei sein.
Ob Mokhtari im Januar am Afrika-Cup teilnehmen wird, steht auf einem anderen Blatt. Vor zwei Jahren hatte er auf die Spiele verzichtet, um seinem Klub 1. FC Köln im Abstiegskampf zu helfen. Mokhtari: "Die Kölner haben es mir auf ihre Weise gedankt. Ich durfte für den FC kein Spiel mehr bestreiten."

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