Mit Bomheuer ist der Kader des MSV Duisburg fast komplett

Zurück im alten Revier: Duisburgs Neuzugang Dustin Bomheuer, der sich direkt mit T-Shirt und Maskottchen eindeckte.
Zurück im alten Revier: Duisburgs Neuzugang Dustin Bomheuer, der sich direkt mit T-Shirt und Maskottchen eindeckte.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Abwehrspieler Dustin Bomheuer kehrt nach zweijähriger Abstinenz zu den Zebras zurück. "Ich sag’s mal so: Alte Liebe rostet nicht", lacht "Bomi.

Duisburg.. Duisburgs Manager Ivica Grlic hat in diesem Sommer Siebenmeilenstifel angezogen. Im Gegensatz zu den Vorjahren, als sich die Spieler-Verpflichtungen durch Lizenzentzug und zähe Verhandlungen bis in den Saisonstart hineinzogen, sind die Zebras für die kommende Serie in der 2. Bundesliga jetzt fast komplett aufgestellt.

Mit Dustin Bomheuer (24), der am Mittwoch einen Zweijahresvertrag beim MSV unterzeichnete, ist der Kader fast komplett. „Eine Position haben wir hinten links noch offen. Es ist aber denkbar, dass sich diese offene Stelle bis zum Trainingsauftakt am kommenden Montag noch schließen wird“, erklärt Grlic gegenüber der Sportredaktion, um dann zusammenzufassen: „Wir liegen, was die Planungen angeht, gut im Rennen.“

Für die linke Position in der Viererkette ist der 23-jährige Wolfsburger Dan-Patrick Poggenberg ein heißer Kandidat. Auf der Seite der Spielerabgänge könnte sich nach der Ausleihe von Fabian Schnellhardt zu den Kieler Störchen ebenfalls noch etwas tun. Allrounder Matthias Kühne lässt den Markt abklopfen. Die Perspektiven von Sascha Dum oder dem in der 3. Liga oft unglücklich agierenden Kämpfertypen Kevin Scheidhauer scheinen ebenfalls überschaubar. „Wir sprechen hier allesamt über Jungs mit tollem Charakter, die ihr persönliches Wohlergehen immer den Interessen der Mannschaft untergeordnet haben. Da möchte ich mich nicht dagingehend vergaloppieren, Personalpolitik in den Medien zu betreiben“, hält Grlic den Ball flach.

Bomheuer wartete lange, bevor er sich verabschiedete

Im Gegensatz zu Maurice Exslager, der bei den Zebras lange Publikumsliebling war, aber dann nach dem Lizenzentzug als einer der ersten Cracks sein Bündel Richtung Köln schnürte, präsentierte sich Dustin Bomheuer anders. „Dustin gehört zu den Spielern, die nach dem Lizenzentzug vor zwei Jahren ganz lange gewartet haben, ob es bei uns weiter geht. Dass er dann die Chance genutzt hat, in der 2. Liga zu bleiben, war absolut okay. Und der Kontakt ist ja auch nie abgerissen“, so Grlic. Der 39-Jährige: „Wir hoffen, dass er in der Umgebung, die ihn stark gemacht hat, jetzt den Durchbruch schafft!“

Testkick Bomheuer kommt voller Tatendrang an die Wedau zurück. „Ich freu mich natürlich riesig, dass es mit der Rückkehr geklappt hat. Ich sag’s mal so: Alte Liebe rostet nicht.“

Der Draht nach Duisburg ist nie abgerissen. „ Ich habe die ganze Zeit über immer wieder Kontakt gehabt und die Spiele im Fernsehen oder online verfolgt, wann immer es ging.“

„Jede Menge Adrenalin im Spiel“

Bomheuer, der beim ersten Drittligaspiel der Duisburger gegen Heidenheim (0:1) live im Stadion war und sich von der Atmosphäre beeindruckt zeigte, schiebt nach: „Die Matches in Erfurt und gegen Kiel habe ich komplett live gesehen – da war auch bei mir jede Menge Adrenalin im Spiel!“ Bomheuers Ziel nach einem nicht so glücklichen Jahr in Düsseldorf: „Ich persönlich will mich durch- und reinbeißen und natürlich möglichst oft spielen.“ Was die Perspektive der Zebras angeht, macht sich der vielseitige Abwehrspieler nichts vor. „Ich denke, es ist gut, wenn wir uns auf den Klassenerhalt konzentrieren, denn die 2. Liga ist wirklich eine starke Liga und hat in der neuen Saison sicher nochmal an Qualität dazu gewonnen.“