Mini-Etat des MSV lässt als Ziel nur den Klassenerhalt zu

2000 Fans kamen zum Trainingsauftakt des MSV Duisburg an der Westender Straße.
2000 Fans kamen zum Trainingsauftakt des MSV Duisburg an der Westender Straße.
Foto: Fabian Strauch / Funke Foto Services
Vor 2000 Fans startete der MSV Duisburg am Montag in die Vorbereitung auf die 2. Liga. Große Sprünge sind vom Aufsteiger dort nicht zu erwarten.

Duisburg.. Beim Startschuss in die Saison 2015/16 lief nicht alles perfekt. 65 Minuten mussten die rund 2000 Fans warten, bis die Fußballprofis des MSV Duisburg den Trainingsplatz betraten, um auf halbem Feld ein lockeres Spielchen abzuhalten. Zuvor war ausschließlich läuferischer Einsatz gefragt. Unter der Leitung von Leistungsdiagnostiker Dr. Stefan Mücke absolvierten Kapitän Steffen Bohl & Co. den obligatorischen Laktattest im Leichtathletikstadion. Da die Sportstätte wegen einer Schulveranstaltung erst ab 12.30 Uhr zur Verfügung stand und Dr. Mücke auch noch etwas auf das normale Pensum draufpackte, verschob sich der Zeitplan immer weiter nach hinten.

Trainingsauftakt Überraschend beim Trainingsauftakt dabei war die letzte Verpflichtung Dan-Patrick Poggenberg (VfL Wolfsburg), über den es zunächst geheißen hatte, dass er erst im Lauftrainingslager in Eisenach zum Team stoßen würde. Dafür fehlte allerdings Simon Brandstetter beim Aufgalopp. Grund: Der Ex-Erfurter musste sich noch dem obligatorischen Medizincheck unterziehen. Trainer Gino Lettieri erwartet Brandstetter jetzt in Eisenach, wo der MSV-Tross am Montagabend nach rund dreieinhalbstündiger Busfahrt eintrudelte. Zwei Begleitfahrzeuge transportierten das benötigte Material nach Thüringen. „Wir wollen in Eisenach die körperlichen Grundlagen für die neue Saison schaffen. Die nächsten fünf, sechs Tage sind die Basis für unsere Vorbereitung“, erklärt der Duisburger Coach.

Im Laufcamp warten harte Tage auf den MSV

Mittelfeldspieler Erik Wille kletterte gestern nicht mit in den Bus. Er absolviert nach der Hüftoperation sein spezielles Rehaprogramm in Duisburg. „So gerne ich beim Trainingsstart mit den Jungs auf dem Rasen gewesen wäre, aber ich muss wirklich sagen: Eisenach wird richtig hart. Für mich hätte das keinen Sinn gemacht, da mitzufahren. Konditionell würde ich diese Läufe gar nicht schaffen“, sagt Wille, der vor Jahresfrist als Duisburger Neuzugang in den Genuss der Quälerei am Fuße des Thüringer Walds kam.

Pokal-Knaller Gino Lettieri und Assistent Daniel Felgenhauer werden zu den intensiven Laufeinheiten auch die eine oder andere Abwechslung einstreuen. „Es werden auch Sachen dabei sein, die Wettbewerbscharakter haben“, so Lettieri, der zwinkernd hinzufügt: „Im ersten Trainingslager absolvieren wir kurze Einheiten. Im zweiten Camp sind die Einheiten doppelt so lang und härter. Die Jungs merken das nur nicht so, weil dann der Ball dabei ist.“

Finanziell gehört der MSV zu den kleinen Lichtern

Schon beim kurzen Aufgalopp freute sich der 48-Jährige, „dass die Jungs richtig motiviert sind. Das konnte man direkt erkennen.“ Auf den Neuling wird in den kommenden Wochen mächtig Maloche zukommen. Lettieri: „Wir haben mit den kleinsten Etat in der Liga. Unser Ziel lautet einzig und alleine Klassenerhalt. Ich wünsche mir, dass wir verletzungsfrei durch die Vorbereitung kommen.“ Genau das blieb Lettieri im Vorjahr verwehrt.