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Spielbericht

Meißner rettet für den MSV in letzter Sekunde einen Punkt

02.03.2016 | 22:00 Uhr
James Holland (links) vom MSV Duisburg.Foto: dpa

Duisburg.   Die Zebras erreichen in einem verrückten Spiel beim FSV Frankfurt noch ein 3:3. Haarsträubende Abwehrfehler brachten das Team ins Hintertreffen.

Der MSV Duisburg scheuchte seine 600 mitgereisten Anhänger im Fußball-Zweitliga-Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt durch ein Wechselbad der Gefühle. Zwischenzeitlich lagen die Meidericher bei den Hessen 1:3 zurück, kamen dann aber nach einer fulminanten Aufholjagd noch zum 3:3 (0:1)-Unentschieden.

In den Gesichtern der Spieler war nach dem Abpfiff von allem etwas zu erkennen. Enttäuschung, Erleichterung, Hoffnung, aber auch Ärger darüber, aus Frankfurt „nur“ ein Pünktchen entführt zu haben. „Natürlich gehen wir in so ein Spiel, um es zu gewinnen“, stellte Mittelfeldroutinier Baris Özbek fest, „wir waren auf gar keinen Fall die schlechtere Mannschaft. Leider haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Und wenn mich mir so ansehe, was wir für Tore bekommen, dann ist das echt schwer zu begreifen.“

Symptomatisch war die Szene zum frühen 1:0. Von Özbeks Knie prallte der Ball unglücklich ab, Steffen Bohl konnte den Schützen Ehsan Haji Safi nicht mehr entscheidend am Schuss hindern – schon war es passiert (5.). Die zweite Halbzeit begann mit einem ähnlichen Nackenschlag. Kevin Wolze ließ sich zu einfach von Fanol Perdedaj austanzen. Die Hereingabe in den Rücken der Duisburger Abwehr wurde von Zsolt Kalmár flach ins Netz geknallt – 2:0 (48.).

Stanislav Iljutcenko ließ die Zebras wenige Augenblicke nach seiner Einwechslung wieder hoffen (59.), doch dann folgte die nächste Einladung der Duisburger Deckung: Kevin Wolze bugsierte den Ball flach durch den eigenen Strafraum. Yann Rolim bedankte sich mit einem Schuss in den Winkel – 3:1 (65.). „Die Gegentore waren viel zu einfach. Diese Situationen haben wir nicht gut verteidigt“, meinte Coach Ilia Gruev, der das Torspektakel am Main als „verrücktes Spiel“ einstufte. Gruev: „Für die Zuschauer war das sehenswert. Für uns Trainer nicht.“

Tomas Oral, Kaderchef der Frankfurter, monierte: „Wir haben es nicht geschafft, Ruhe in unser Spiel zu bekommen. Wir waren zu hektisch. Der MSV hatte in den letzten Wochen nicht so gepunktet, aber die Ergebnisse waren alle knapp. Ich wusste, dass die Duisburger eine gewisse Qualität haben. Der Ausgleich lag zum Schluss in der Luft.“

Ärgerliche Gegentore

Zunächst verkürzte Kingsley Onuegbu mit seiner ersten Ballberührung auf 3:2 (76.), bevor Thomas Meißner sein eigentliches Aufgabengebiet etwas ausweitete. Der Innenverteidiger rückte mit auf, stoppte ein Zuspiel gekonnt ab und nagelte den Ball zum 3:3 in die Maschen. „Natürlich ist ein Tor für mich etwas ganz Besonderes“, meinte „Meise“ nach dem Fight in Frankfurt, „wir haben in der Halbzeit gesagt, dass wir die bessere Mannschaft sind und hatten allen das Gefühl, dass wir besser werden.“

Was nicht ins Bild passte, waren die Gegentore. Meißner: „Bei jedem Treffer fragst du dich: Was war da wieder los? Aber wir haben die richtige Einstellung gezeigt. Wir wollten unbedingt etwas mitnehmen. Das spricht für unsere Moral.“ Und dann schob der Blondschopf nach: „Wenn du nach drei Auswärtstoren keinen Sieg holst, ist das auch irgendwie enttäuschend.“ Teamkollege Steffen Bohl sprach von einem „hochverdienten Teilerfolg“. Der Abwehrchef: „Wir hatten den FSV im Griff, haben eine extrem gute Spielanlage gezeigt. Durch das 3:3 rücken wir zwar nicht direkt an die Konkurrenz ran, aber so ein Resultat ist immer noch besser, als mit einer Niederlage nach Hause zu fahren.“

Interne Vorgabe: vier Punkte

Präsident Ingo Wald freute sich über das „Signal, das die Mannschaft ausgesendet hat.“ Wald: „Wir sind noch da. Zumindest in der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass die Jungs sich gewehrt haben und gewillt waren, das Ding zu drehen. Wenn du als Auswärtsmannschaft 10:4 Ecken verbuchst, dann sagt das schon einiges aus. Trotz des späten Ausgleichs ist doch etwas Enttäuschung da. Hier war mehr drin.“

Intern hatten Ingo Wald und seine Mitstreiter vier Punkte aus den Partien in Frankfurt und Braunschweig in ihre persönliche Wunschliste eingetragen. „Diese Marke ist noch zu erreichen“, so Wald.

MSV gleicht in letzter Sekunde aus

 

Thomas Tartemann

Kommentare
05.03.2016
16:52
Meißner rettet für den MSV in letzter Sekunde einen Punkt
von MeidericherSV85 | #10

Jetzt sitzt am Montag Stefan Effenberg bei der ARGE in Paderborn und die Jobcenter Kunden werden sich freuen einen Promi neben sich sitzen zu haben...
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Meißner rettet für den MSV in letzter Sekunde einen Punkt
Meißner rettet für den MSV in letzter Sekunde einen Punkt
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2016-03-02 22:00
MSV Duisburg, Zebras, FSV Frankfurt, 2. Bundesliga
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