Kopka schafft Sprung in den Aufsichtsrat des MSV Duisburg

Die Führungsriege des MSV Duisburg bei der Jahreshauptversammlung am Dienstag.
Die Führungsriege des MSV Duisburg bei der Jahreshauptversammlung am Dienstag.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Neubesetzung der drei Stellen im Aufsichtsrat des MSV Duisburg hatte etwas von Hollywood. Bevor Peter Dahmen (180 Stimmen), Friedhelm Kopka (170) und Edgar Kaspers (165) ins Kontrollgremium gewählt wurden, bekam jeder Bewerber einige Minuten Redezeit, um die Mitglieder zu überzeugen.

Duisburg.. Mit Andreas Tiedmann stellte sich einer der fünf Kandidaten per Videobotschaft vor, was man sonst eher von abwesenden Filmstars bei diversen Preisverleihungen in Amerika kennt. Für Tiedmann gab es keinen Preis. Der Mann kam mit 153 Stimmen vor Jörg Sadzio (143) auf Platz vier.

Jahreshauptversammlung Friedhelm Kopka erhielt nach dem Sprung in den Aufsichtsrat viele Glückwünsche. „Dass die Mitglieder mich wählen würden, hatte ich nicht unbedingt erwartet. Hier haben sich gestandene Leute beworben. Deswegen war es ein offenes Rennen. Aber offenbar haben meine Worte doch überzeugt“, stellte Kopka fest.

Zwar hielt Kopka, der erst bei einem führenden US-Computerhersteller tätig war und zum Ende des Monats bei Thyssen Krupp aufhört, um sich in der Informations-Technologie selbstständig zu machen, eine lange Rede, traf aber in einigen Punkten den Gehörnerv der Mitglieder. „Ich habe gemerkt, dass meine Rede zu lang war, wollte aber dann nicht einfach etwas weglassen. Es war mir wichtig, meine Meinung zum MSV kund zu tun. Ich habe das Wort tun benutzt: Das ist für mich der Schlüssel zum Erfolg“, sagt das neue Aufsichtsratsmitglied.

Während Friedhelm Kopka und Peter Dahmen jeweils für drei Jahre ins Gremium gewählt wurden, ist die Tätigkeit von Edgar Kaspers auf zwölf Monate begrenzt. Kaspers übernimmt die Restzeit des Mandats von Robert Philipps, der nach der Vorstandsneubesetzung im Januar aus dem Kontrollgremium in die Führungsriege des MSV Duisburg aufrückte.