Kapitän Steffen Bohl kehrt Freitag ins MSV-Training zurück

Steffen Bohl konnte Trainer Gino Lettieri zuletzt keine guten Neuigkeiten übermitteln: Seit er sich beim Auswärtssieg in Halle an der Schulter verletzte, mussten zwei Trainingsversuche wegen Schmerzen abgebrochen werden.
Steffen Bohl konnte Trainer Gino Lettieri zuletzt keine guten Neuigkeiten übermitteln: Seit er sich beim Auswärtssieg in Halle an der Schulter verletzte, mussten zwei Trainingsversuche wegen Schmerzen abgebrochen werden.
Foto: Bongarts/Getty Images
Was wir bereits wissen
Der Duisburger quält sich seit Januar mit einer Schulter-Verletzung herum. Zwei Trainingsstarts musste er abbrechen. "Es nervt", sagt Steffen Bohl.

Duisburg.. Ob im Hause Bohl derzeit ein Schild an der Tür hängt, auf dem der Begriff „Lazarett“ steht, ist nicht überliefert. Auf jeden Fall können MSV-Kapitän Steffen Bohl und seine Freundin Chrissi, die in Oberhausen Hockey spielt, derzeit eine Fahrgemeinschaft zum Rehazen­trum bilden. „Wenn es passt, haben wir Reha-Termine zu den gleichen Zeiten“, kann „Bohli“ seiner Verletzung derzeit immerhin etwas Positives abgewinnen.

Während sich Chrissi einen Kreuzbandriss zugezogen hat und bei MSV-Vereinsarzt Christian Schoepp in der Unfallklinik operiert wurde, versucht Steffen Bohl seine Schulterschmerzen in den Griff zu bekommen. „Die Kapsel ist etwas gezerrt und die Schulter dazu überdehnt. Das ist eine zähe Angelegenheit“, sagt der 31-Jährige, der sich Ende Januar beim Duisburger Restrunden-Start in Halle verletzte. Bohl: „Das neue Fußballjahr hat mit meinem herausgeholten Elfmeter eigentlich gut angefangen, aber bei diesem Zweikampf bin ich die Schulter gefallen. Meistens rollt man sich in solchen Fällen so ab, dass nichts passiert. Ich kam aus dem Schwung heraus, konnte mich nicht wie gewünscht abrollen und bin mit voller Wucht auf die Schulter gestürzt. Es nervt natürlich. Ich war ja vor der Winterpause schon verletzt. Und jetzt muss ich mich wieder ranarbeiten.“

Meißner-Diagnose: Nackenprellung

Einzelkritik Ob Steffen Bohl am Samstag im Heimspiel gegen Neuling Fortuna Köln sein Comeback feiern kann, ist genauso offen wie die Rückkehr von Innenverteidiger Thomas Meißner, bei dem eine schwere Nackenprellung diagnostiziert wurde. „Ich steige am Freitag ins Mannschaftstraining ein. Danach wissen wir mehr. Wenn ich merke, dass noch Schmerzen da sind, macht es für das Wochenende keinen Sinn“, sagt der Duisburger Allrounder.

Bereits zwei Versuche hat der ehemalige Braunschweiger schon unternommen. „Beim ersten Mal ist mir jemand in die Schulter gesprungen, beim zweiten Mal habe ich bei einer Armbewegung wieder Schmerzen bekommen. Eigentlich hatte ich angenommen, dass es eine Sache von ein paar Tagen ist. Mittlerweile sind daraus schon ein paar Wochen geworden. Die beiden abgebrochenen Trainingsversuche haben mich extrem zurückgeschmissen“, ärgert sich der ehrgeizige Bohl, der lieber gestern als morgen wieder auf dem Rasen stehen würde.

MSV gegen unbequeme Gegner

3. Liga Die MSV-Laufmaschine drückte beim Ligahit auf der Bielefelder Alm zusammen mit den ebenfalls verletzten Tim Albutat (Muskelfaserriss) und Enis Hajri (Beckenprellung) auf der Tribüne die Daumen. „Der Spielverlauf war sehr anstrengend. Wenn ich selbst nicht dabei bin, fiebere ich total mit. Wir haben in der ersten Halbzeit überzeugt. Dann war Bielefeld mit der ersten Aktion überhaupt zurück im Spiel. Nach Wiederbeginn waren wir nicht mehr so präsent und haben die Partie verloren. Schade, aber es geht weiter. Es ist nach wie vor alles eng beisammen.“

Die kommenden drei Aufgaben bringen mit Fortuna Köln, Osnabrück und den Stuttgarter Kickers unbequeme Gegner. Bohl: „Die drei Partien sind allesamt schwierig. Die Kickers sind mit die spielstärkste Mannschaft in der Liga. Köln hat mich schon bei unserem 1:0-Sieg im Hinspiel überzeugt. Ich finde, sie machen das als Aufsteiger richtig stark. Es ist dann auch nicht überraschend, wenn so ein Team in einen Lauf kommt.“