Kapitän Bajic glaubt an den Klassenerhalt des MSV Duisburg

Niedergeschlagene Zebras nach der 0:2-Heimniederlage gegen den FC Ingolstadt.
Niedergeschlagene Zebras nach der 0:2-Heimniederlage gegen den FC Ingolstadt.
Foto: imago sportfotodienst
Was wir bereits wissen
Branimir Bajic verlebte beim 0:2 des MSV Duisburg gegen den FC Ingolstadt einen unerfreulichen 34. Geburtstag. Der Kapitän der Zebras ist aber vom Klassenerhalt überzeugt. "Zu 100 Prozent", sagte Bajic.

Duisburg.. Die Glückwünsche zahlten sich für Branimir Bajic am Freitag – zumindest aus fußballerischer Sicht – nur in zwei Situationen aus. Bei seiner Rettungstat gegen Pascal Groß am eigenen 16er hatte Bajic Glück, noch den Ball berührt zu haben, bevor er den Ingolstädter von den Beinen holte und deshalb nicht die rote Karte von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus gezeigt bekam. Kurz darauf konnte er sich bei seinen Teamkollegen bedanken, die verhinderten, dass sein völlig verkorkster Rückpass nicht zu Schlimmerem führte. Dennoch verlebte der Kapitän des MSV Duisburg beim 0:2 gegen den FC einen rabenschwarzen Geburtstag, an dessen Ende die siebte Niederlage in der Zweiten Bundesliga stand.

Ein großer Schritt zurück

MSV Duisburg Was in der zweiten Halbzeit mit den Zebras los war, konnte sich der nun 34-Jährige nicht erklären: „Es ist schwer zu sagen“, so Bajic. Sein erster Ansatz: „Wir wussten, dass wir nicht viele Möglichkeiten gegen Ingolstadt bekommen würden. Die, die wir hatten, hätten wir nutzen müssen.“ Dass die Schanzer dies nach der Pause taten, war für Bajic nach zweiwöchiger harter Vorbereitung auf dieses wichtige Spiel höchst ärgerlich: „So läuft es wieder gegen uns. Wir haben mit fünf Punkten aus den letzten drei Spielen einige Schritte nach vorn gemacht. Jetzt war es wieder ein großer Schritt zurück.“

Das von Teamkollege Goran Sukalo angesprochene „Umschalten darauf, dass Spiel zu machen“, stellte auch der Kapitän als Problem heraus: „Gegen Hertha und Cottbus war es für uns einfacher, da konnten wir uns hinten reinstellen. Diesmal war es umgekehrt. Ingolstadt stand tief und es war sehr schwer für uns.“ Warum es so schwer fällt? „Man kann nicht sagen, es fehlt hier oder da, in der Abwehr, im Mittelfeld oder im Sturm, der oder der ist schuld“, so Bajic, „wir sind eine Mannschaft. Und als solche haben wir versagt. Das müssen wir in den nächsten Wochen wieder gut machen“, blickt „Brani“ auf das Duell gegen Aufsteiger Sandhausen hinaus.

Intensive Aufarbeitung

MSV Duisburg Doch nicht nur dort Punkte einzufahren, wird existenziell wichtig für die Zebras sein. Um die Rolle, das Spiel zu machen, wird das Team nicht herum kommen. Noch kein Heimsieg steht nach fünf Anläufen zu Buche. Und wie Defensivmann Andre Hoffmann herausstellt, „muss man gerade, wenn man unten drin steht, vor allem zu Hause eine Macht werden.“

Doch davon ist der MSV momentan – bei aller Zuversicht von Branimir Bajic, der „zu 100 Prozent vom Klassenerhalt überzeugt“ ist – noch um einiges weiter entfernt als vom rettenden Ufer in der Tabelle der Zweiten Bundesliga.

Trainer Kosta Runjaic kündigte für diese Woche eine intensive Aufarbeitung des Ingolstadt-Spiels an. In Sandhausen soll sich das Team in anderer Verfassung präsentieren. Ob Toni da Silva dann auch eine Rolle spielen wird, steht auf einem anderen Blatt. Der Trainer verweist weiterhin auf den Rückstand, den der Brasilianer, der in der letzten Saison bei Borussia Dortmund nur auf fünf zeitlich limitierte Einsätze kam, mit zum MSV brachte. Am Freitag blieb da Silva auch als Auswechselspieler außen vor. Zumindest kommt der 34-Jährige in Duisburg auch schon auf fünf Einsätze.