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MSV Duisburg

In der Offensive klappte beim MSV nichts

17.02.2012 | 21:45 Uhr
In der Offensive klappte beim MSV nichts

Duisburg.   MSVZebras kassierten mit dem 0:1 gegen St. Pauli die dritte Niederlage in Folge. Reck vermisst die Effektivität

Die Talfahrt des MSV Duisburg geht in der zweiten Fußball-Bundesliga weiter. Nach den Auftaktniederlagen gegen den FSV Frankfurt (1:2) und Hansa Rostock (2:4) verloren die Zebras auch das dritte Punktspiel im Jahr 2012. Gegen den FC St. Pauli kassierte die Reck-Truppe eine 0:1 (0:1)-Heimniederlage. Der entscheidende Treffer fiel nach 21 Minuten, als Fabian Boll einen Freistoß des starken Florian Bruns ungehindert einköpfte.

„Das darf nicht passieren, dass ein Spieler so frei zum Kopfball kommt“, ärgerte sich Duisburgs Coach Oliver Reck, „da müssen wir viel konsequenter sein, zumal wir diese Standards noch vorher trainiert hatten. Meine Mannschaft wusste, wie stark St. Pauli bei ruhenden Bällen ist.“

Reck änderte seine Formation gegenüber dem Rostock-Debakel notgedrungen. Goran Sukalo, Leitwolf im Mittelfeld, musste wegen einer erneut ausgebrochenen Virusinfektion die Segel streichen. Stattdessen rückte Andre Hoffmann, der zuletzt Innenverteidiger gespielt hatte, ins defensive Mittelfeld. An seiner Seite kämpfte Zvonko Pamic verbissen um jeden Zweikampf. „Die beiden haben das gut gemacht. Sie haben bewiesen, dass sie eine weitere Option sind. Man darf nicht vergessen, dass mit Andre und Zvonko zwei ganz junge Leute auf dem Platz standen“, zeigte sich Reck zufrieden mit seinen Talenten.

Am Ende vier Stürmer im Spiel

Weniger einverstanden war der 46-Jährige erneut mit dem schwachen Offensivspiel seiner Truppe. Weder Emil Jula noch Daniel Brosinski oder Valeri Domovchiyski zeigten die nötige Explosivität im Abschluss. „Domo“ kam zwar in zwei Situationen zum Abschluss (52./57.), brachte aber nur harmlose Schüsschen zustande. Reck reagierte in der Endphase, brachte mit Srdjan Baljak, Neuzugang Tomasz Zahorski und dem von 1860 München geholten Talent Dusan Jevtic drei frische Offensivkräfte. „Wir hatten vier Stürmer auf dem Platz. Mehr geht nicht. Ich weiß, dass uns die Effektivität im Abschluss und die Stürmertore fehlen. Das ist seit Wochen so“, bilanziert Reck.

Einzelkritik
Drei "mangelhaft" für MSV-Spieler gegen St. Pauli

In einer zerfahrenen Begegnung erzielte der FC St. Pauli beim MSV Duisburg das Tor des Tages. Nur Felix Wiedwald und Andre Hoffmann erwischten einen Tag in "Normalform". Vor allem Daniel Brosinski, Valeri Domovchiyski und Emil Jula waren Totalausfälle.

Fast wäre dem kämpferisch durchaus überzeugenden MSV, der sich allerdings erst nach 64 Minuten seinen ersten Eckball erarbeitete, doch noch der Ausgleich gelungen. Srdjan Baljak schoss aus spitzem Winkel auf das Tor, Pauli-Keeper Benedikt Pliquett reagierte mit einer schnellen Fußabwehr (87.).

„Der MSV hat sich gegen die Niederlage gestemmt“, analysierte Gäste-Coach Andre Schubert, „die Duisburger haben viele lange Bälle gespielt. Mit Sukako fehlte ihnen aber ein sehr kopfballstarker Spieler.“ Dann versuchte Schubert sogar, den niedergeschlagenen Meiderichern Mut zuzufächern: „Wenn der MSV sich so gegen Niederlagen stemmt, wird er den einen oder anderen Punkt machen und die Liga am Ende halten.“

Auf die Zebra-Fehlstarter wartet in der kommenden Woche bei Dynamo Dresden eine Partie, in der buchstäblich Überlebenskampf angesagt ist. Oliver Reck: „Wir arbeiten hart weiter und werden uns wehren. Ich bin überzeugt, dass die Truppe gegen St. Pauli wollte und auch künftig will. Dieses Gefühl habe ich.“

Thomas Tartemann und Sven Kowalski

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Kommentare
19.02.2012
09:45
3. Liga....
von derLabbecker | #2

... MSV dabei, 3. Liga, MSV dabei!

17.02.2012
22:32
In der Offensive klappte beim MSV nichts
von owlzebra | #1

Seit c.a.30 Jahren leide ich mit meinen Zebras mal aus 600km Entfernung, jetzt aus 200
km Entfernung. Leider muß ich aus der Distanz feststellen, daß der (Nieder-)Rheinländer
an einer gewissen Art der Selbstüberschätzung leidet. Um mit Hans-Dieter Hüsch zu sprechen:Er weiß alles, und insbesondere alles besser. Seit dem letzten wirklichen Präsidenten Paul ´Märzhäuser hatte der Meidericher SV ein Sammelsurium von Zirkusdirektoren und Selbstdarstellern als Präsidenten. Aus diesem Grunde klappt beim MSV leider nicht nur nichts in der Offensive, sondern auch ansonsten nichts. Ich bin dafür, daß der MSV den bitteren Weg von RWE, Fortuna u.ä. gehen sollte
Vielleicht kommt am Ende so etwas wie Identifikation mt dem Verein zurück.
Wenn nicht,müssen wir uns als Fans mit Herzblut wenigestens keine derartig leblose
Söldnertruppe mehr antun

1 Antwort
In der Offensive klappte beim MSV nichts
von MeidericherJung | #1-1

Stimmt was du schreibst. Aber der MSV hätte nur die Wahl, auf die eigene Jugend zu setzen. Ansonsten müssen halt solche "Söldner" gekauft oder verpflichtet werden.
Ein wenig Mut gehört natürlich dazu, auf die eigene Jugend zu sezten. Und es muss nicht unbedingt sein, das man dann absteigt.

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