Für Peter Neururer wird die Luft dünner

Foto: imago sportfotodienst

Duisburg. Nach dem 0:5-Pokaldebakel beim FC Augsburg und vor dem Spiel in Koblenz gibt Duisburgs Präsident Walter Hellmich Trainer Peter Neururer keine Jobgarantie mehr.

Die Luft wird für Peter Neururer beim MSV Duisburg nach dem 0:5-Debakel im Pokalspiel beim FC Augsburg immer dünner. Der Trainer steht vor dem Aus. Heute Abend tagen Vereinsführung und Aufsichtsrat des Zweitligisten. Einziger Tagesordnungspunkt: die Trainerfrage. „Man muss über alles nachdenken”, sagt MSV-Präsident Walter Hellmich.

Für das nächste Punktspiel am Sonntag bei der TuS Koblenz will der Vereinschef seinem Trainer keine Jobgarantie geben. „Wir müssen sehen, dass es mit dem MSV wieder aufwärts geht, und die Situation intensiv diskutieren”, so Hellmich weiter.

Related content Die Niederlage in Augsburg hat den MSV empfindlich getroffen. „Es tat weh, zuzuschauen”, so Hellmich nach dem Spiel. Zusätzliche Schmerzen dürfte dem Vereinschef die verpasste Pokalprämie in Höhe von rund einer Million Euro bereiten. Nach dem verpassten Aufstieg in der letzten Saison gilt die finanzielle Situation beim MSV als angespannt. Hinzu kommt, dass der Tabellenneunte in der 2. Liga weit von seinen eigenen Ansprüchen entfernt ist.

Peter Neururer sieht für sich eine Zukunft bei den Zebras. „Ich habe noch Hoffnung”, so der 54-Jährige gestern. An einen eigenen Rückzug denkt Neururer nicht. Vergessen scheint seine Rücktrittsdrohung vom Monatsbeginn, als er hinwerfen wollte, falls seine Mannschaft Einsatzbereitschaft vermissen lasse. In Augsburg versagte das Team in allen Bereichen, doch Neururer will mit einem Sieg in Koblenz noch die Kurve kriegen. Diese Chance wird er vermutlich nicht mehr erhalten.