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Für Kern läuft’s derzeit gut beim MSV Duisburg

17.10.2012 | 20:21 Uhr
Für Kern läuft’s derzeit gut beim MSV Duisburg
Benjamin Kern hat sich in die Duisburger Stammelf zurück gekämpft.Foto: imago

Duisburg.   MSV-Coach Kosta Runjaic holte Benjamin Kern in die Mannschaft zurück. Seitdem ist er auf der Außenposition der Vierer-Abwehrkette eine Stammkraft. „Benni macht seine Sache sehr gut. Auf der rechten Seite ist zuletzt wenig angebrannt. Das ist auch sein Verdienst“, sagt Runjaic.

Wenn Benjamin Kern bei der Pressekonferenz des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg sitzt, kommt natürlich die klassische Kern-Frage. Wie auch am Mittwoch. Und MSV-Trainer Kosta Runjaic hätte sich seine scherzhaft formulierte Anmerkung „Pass auf, sag jetzt nichts Falsches“ auch sparen können. Wie in den Wochen zuvor ließ sich der Rechtsverteidiger erneut kein kritisches Wort entlocken. Gründe hätte er genug. Runjaic-Vorgänger Oliver Reck hatte den Verteidiger nicht mehr berücksichtigt, ihm sogar einen Vereinswechsel nahegelegt.

Kern, der auch unter Ex-Trainer Milan Sasic zeitweise außen vor war, will nicht nachkarten: „Dazu sage ich nichts. Fußball ist ein Tagesgeschäft, es geht nicht um Einzelschicksale, das Team zählt.“ Das Tagesgeschäft läuft derzeit gut für den 28-Jährigen. Coach Kosta holte ihn in die Mannschaft zurück, seitdem ist er auf der Außenposition der Vierer-Abwehrkette eine Stammkraft. „Benni macht seine Sache sehr gut. Auf der rechten Seite ist zuletzt wenig angebrannt. Das ist auch sein Verdienst“, würdigt der Trainer die Leistungen des 1,70-Meter-Mannes.

Auf der rechten Seite soll Kern auch am Freitag im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt (18 Uhr/live im DerWesten-Ticker)für Ordnung sorgen. Dabei wird er es voraussichtlich mit einem ehemaligen Duisburger zu tun haben. Caiuby spielte bei den Schanzern zuletzt auf der linken Seite. In neun Spielen ersetzte der Mann, der in der Saison 2009/10 bei den Zebras nie richtig Fuß fassen konnte, drei Treffer. Im vergangenen Spieljahr ärgerte der Brasilianer seine Ex-Kollegen, als er beim 1:1 in Ingolstadt das Tor der Gastgeber vorbereitete, das am Ende mit Manuel Schäffler auch noch weiterer ehemaliger Duisburger erzielte. Für Kern, der in dieser Partie auf der Bank saß, war es unwichtig, dass ausgerechnet ehemalige Kollegen erfolgreich waren. „Gegentreffer ärgern mich immer, da ist es egal, wer trifft.“

Runjaic: „Er kennt seine Stärken“

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Zuletzt beim Sieg in Cottbus setzte es keinen Gegentreffer. „Wir standen gut, hatten zudem auch endlich ein bisschen Glück. Ich war mir an diesem Nachmittag sicher, dass uns hinten nichts passieren würde.“ Dass die Null stand, will Kern nicht allein an der Leistung der Abwehrkette festmachen: „Die komplette Mannschaft ist für die Defensive verantwortlich. wenn vorne zwei, drei Leute nicht mitmachen, wackelt es auch hinten.“

Kosta Runjaic sieht Kern als grundsoliden Spieler, der „sehr gut einschätzen kann, was er kann und was er nicht kann. Er spielt seine Stärken aus.“ Runjaic sieht bei Kern auch noch Entwicklungspotenzial: „Der rechte Fuß kann noch besser werden. Das kommt aber auch noch.“

Dirk Retzlaff



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