Für den MSV Duisburg hat sich fast nichts geändert

Zweitliga-Debüt:  Dan-Patrick Poggenberg (links) im Duell mit dem Füther Marco Stiepermann.
Zweitliga-Debüt: Dan-Patrick Poggenberg (links) im Duell mit dem Füther Marco Stiepermann.
Foto: imago/Zink
Was wir bereits wissen
Auch die Konkurrenten des MSV Duisburg spielten in der 2. Fußball-Bundesliga 1:1. Das Fürth-Spiel war für den MSV also erneut eine verpasste Chance.

Duisburg.. Im Keller nichts Neues: Der SC Paderborn 07 spielte am Sonntag 1:1, und auch der TSV 1860 München spielte am Sonntag 1:1. Somit hat sich für den Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg, selbst am Freitagabend in Fürth mit einem 1:1 zur Stelle, am Tabellenende fast nichts geändert. Nur: Einmal mehr hat der MSV eine Möglichkeit vertan, einen Schritt nach vorne zu machen. Nun sind es nur noch zwölf Spiele. Die Zeit verrinnt.

Es hätte am Sonntag für den MSV allerdings schlimmer kommen können. Denn sowohl Paderborn, als auch 1860 führten jeweils mit 1:0, ehe die Gegner noch ausglichen. Somit beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz für den MSV weiterhin fünf Punkte.

Der Blick auf Platz 15 lässt derweil keine Freude mehr aufkommen. Zu Fortuna Düsseldorf – am Montag noch gegen den 1. FC Nürnberg am Ball – beträgt der Abstand mittlerweile zehn Punkte. Davor steht der FSV Frankfurt, der mit einem Sieg beim FC St. Pauli für Aufsehen sorgte und schon 13 Punkte mehr als der MSV aufweist.

Auch Paderborn lebt noch

Auf der Bielefelder Alm knickte am Sonntag einer der wenigen Strohhalme, an denen sich die Zebras klammern, fürs erste weg: Nein, der SC Paderborn ist nicht das Chaosteam, das nach den Turbulenzen im Trainingslager unter Trainer Stefan Effenberg unaufhaltsam Richtung 3. Liga rauscht.

MSV-Analyse Mit einem Sieg in Fürth hätte der MSV Platz 18 verlassen und bis auf drei Punkte an Paderborn herankommen können. So blieb Trainer Ilia Gruev nach der Punkteteilung am Ronhof nicht viel mehr übrig, als in die Kiste der Durchhalteparolen zu greifen. „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie lebt“, gab der Bulgare zu Protokoll.

Die Mannschaft würde besser leben, wenn am Freitag die Sache mit dem Fürther Foulelfmeter nicht gewesen wäre. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus machte am Freitag einiges nicht richtig – unter anderem versagte sie den Gastgebern ein reguläres Tor – aber beim Elfmeterpfiff und der Roten Karte gegen James Holland lag sie richtig. Womöglich hätte es ohne diese Szene für den ersten Auswärtssieg gereicht, da Fürth nur wenig Nennenswertes in der Offensive anzubieten hatte. So wollte sich MSV-Chef Ingo Wald in Fürth weniger mit der Kritik von James Holland an der Schiedsrichterin befassen, sondern viel mehr an der Tatsache, dass „wir die Situation vorher schon hätten klären müssen.“

Poggenbergs Debüt

Für Dan-Patrick Poggenberg hätte es ein perfekter Abend sein können. Der Ex-Chemnitzer kam überraschend zu seinem ersten Zweitliga-Spiel. Erst kurz vor der Abfahrt vom Teamhotel zum Stadion hatte „Pogge“ erfahren, dass er in der Startelf stehen würde. „In der Trainingswoche habe ich nicht unbedingt damit gerechnet, da war für mich offen, wie wir spielen“, freute sich der Linksverteidiger umso mehr über seinen ersten Zweitliga-Einsatz seiner Laufbahn. „Das war natürlich ein Super-Gefühl, in der Startaufstellung dabei zu sein“, so der 23-Jährige.

Poggenberg galt schon in der Sommervorbereitung als aussichtsreichster Kandidat für „hinten links“, ehe er sich Trainingslager einen Schienbeinbruch zugezogen hatte und erst zum Ende der Hinrunde in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln konnte. Gut möglich, dass Trainer Ilia Gruev mit der neuen Variante auf der linken Seite auch in die nächsten Spiele gehen wird, zumal Kevin Wolze das Offensivspiel belebte und ein Tor erzielte. Poggenberg sieht für sich noch reichlicht Luft nach oben: „Ich habe ein, zwei dumme Fouls gemacht, insgesamt war es sicher nicht verkehrt, aber ich sehe ganz sicher noch klare Steigerungsmöglichkeiten.“