Erik Wille kämpft hart für sein Comeback beim MSV Duisburg

Immer weiter: Erik Wille quälte sich monatelang durch die Reha.
Immer weiter: Erik Wille quälte sich monatelang durch die Reha.
Foto: Lars Heidrich / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Mittelfeldspieler konnte aus Verletzungsgründen in der letzten Saison nur drei Meisterschaftsspiele bestreiten. Nach seiner Hüft-OP schuftet der 22-Jährige in der Reha. „Ich bin guter Hoffnung.“

Duisburg.. Die statistischen Werte von Erik Wille sind schnell zusammengefasst. Exakt 176 Drittligaminuten absolvierte der 22-Jährige im Trikot des MSV Duisburg. Beim 4:3-Auswärtssieg gegen die Reserve von Mainz 05 gelang ihm das zwischenzeitliche 3:0 mit einem schönen Distanzschuss. Auch im DFB-Pokal gegen Nürnberg (1:0) mischte er mit.

Testkick Ab Mitte August kam nur noch Frust. Zwei Muskelfaserrisse stoppten den Ex-Frankfurter beim Versuch, möglichst schnell wieder fit zu werden. Vor dem Jahreswechsel wurde das Problem dann erst richtig lokalisiert. Ein Hüftschaden war der Auslöser für das ganze Leid. Wille wurde am 23. Dezember in München operiert und quält sich seitdem durch die Reha.

"Es wird von Tag zu Tag besser“

Noch bis Samstag ist der Mittelfeldspieler im Urlaub in der Türkei. Auch er arbeitet einen Vorbereitungsplan ab, den Physiotherapeut Andreas Bühren zusammengestellt hat. „Ich absolviere nicht das Pensum, das meine Teamkollegen machen. Bei ihnen ist die Belastung natürlich ganz anders. Mir geht es im Moment gut. Es wird von Tag zu Tag besser“, sagt Wille.

Schnellhardt Der Verletzungspechvogel hofft darauf, dass bald wieder Normalität eintritt und er auf den Trainingsplatz zurückkehren kann. „Klar habe ich ein Ziel im Kopf“, sagt er, „aber ich muss von Tag zu Tag schauen, wie die Hüfte reagiert. Es gibt auch Tage, an denen ich noch Schmerzen habe.“ Das MSV-Laufcamp am 15. Juni in Eisenach kommt für Wille zu früh. „Das Pensum, was die Jungs dort durchziehen“, sagt der Allrounder, „schaffe ich nicht.“

Der gebürtige Hesse wird sich weiter durch sein individuelles Programm arbeiten. Mittlerweile ist der Antrieb wieder deutlich größer als vor einigen Monaten. „Ich bin voller Hoffnung“, sagt Erik Wille, „sonst würde ich im Türkeiurlaub ja auch auf der Sonnenliege relaxen und nicht meine Läufe machen.“

Auch die andere Hüfte bereitet Sorgen

Irgendwann könnte der Mittelfeldmann nochmals gestoppt werden. „Meine rechte Hüfte ist nicht ganz so schlimm. Sie meldet sich zwar ab und zu, aber ob ich da auch operiert werden muss, ist offen. Ich will jetzt auch nicht zwei Baustellen auf einmal abarbeiten. Wenn die linke Seite komplett okay ist, sehen wir weiter.“

Obwohl er auf dem Rasen wenig zum Gesamterfolg beitragen konnte, wurde auch Erik Wille vom Aufstiegstrubel mitgerissen. „Mein Anteil ist im Vergleich zu dem, was zum Beispiel Zlatko Janjic eingebracht hat, sehr gering. Aber ich bin nun auch in der 2. Liga und habe mich riesig für und mit den Jungs gefreut, dass sie es gepackt haben, das große Ziel zu erreichen.“

Künftig heißen die Gegner nicht mehr Sonnenhof Großaspach und VfB Stuttgart U 23, sondern Fortuna Düsseldorf, SC Freiburg und 1860 München. „Alleine für die Derbys gegen Fortuna und den VfL Bochum lohnt sich jede Anstrengung, wieder ins Team zurückzukehren. Die 2. Liga ist für mich ein Riesenansporn. Da nochmal aufzulaufen, das wäre Wahnsinn“, sagt Wille kämpferisch.