Drei Scorerpunkte in sechs Minuten - Ein Blitz namens Grote

Jubel um Doppeltorschütze Dennis Grote (2.v.l.): Martin Dausch (li.), Nico Klotz und Thomas Meißner gratulieren. F
Jubel um Doppeltorschütze Dennis Grote (2.v.l.): Martin Dausch (li.), Nico Klotz und Thomas Meißner gratulieren. F
Foto: Funke Foto Services
Duisburgs Mittelfeldspieler war der Mann des Tages beim 3:0 über Chemnitz. Bisher konnte er sich nur an einen Doppelpack seiner Laufbahn erinnern. „Das war mit Münster gegen Burghausen. Aber es waren zwei Elfmeter. Das gilt ja nicht“, so Grote schmunzelnd.

Duisburg.. Karsten Heine schaute genau auf die Uhr. Es waren 5:23 Minuten, die am Samstag das Fußball-Drittliga-Spiel zwischen dem MSV Duisburg und dem Chemnitzer FC entschieden. „Da hat uns der Blitz getroffen“, so der CFC-Trainer. Der Blitz hatte beim 3:0 (3:0)-Erfolg der Zebras einen Namen: Dennis Grote. Zwei Tore erzielt, eins vorbereitet – das alles zwischen der 30. und 36. Minute. Mit zwei Siegen legten die Zebras einen perfekten Start hin.

Dabei saß Grote zunächst nur auf der Bank. „Bis zum Donnerstag war er noch in der Startelf. Da dann aber klar war, dass Steffen Bohl ausfällt, habe ich mir für das Mittelfeld etwas anderes überlegt“, so Trainer Gino Lettieri. Nach 19 Minuten war Grote dann aber doch dabei, weil Enis Hajri mit einer Beckenverletzung raus musste.

Grote, der im alten Jahr mit einer hartnäckigen Knieverletzung lange außer Gefecht war, konnte sich nach dem Spiel nur an einen Doppelpack seiner Laufbahn erinnern. „Das war mit Münster gegen Burghausen. Aber es waren zwei Elfmeter. Das gilt ja nicht“, so Grote schmunzelnd. Apropos Bielefeld: Der MSV siegte am Samstag 3:0, die Arminia verlor am Sonntag 0:3 bei Fortuna Köln. Der MSV fährt nun mit breiter Brust am Karnevalssonntag zum Spitzenspiel auf die Alm. „Natürlich sind wir alle heiß auf das Match. Es ist ein gefühltes Zweitliga-Spiel“, so Torwart Michael Ratajczak. Der MSV-Keeper sorgte am Samstag zunächst dafür, dass der Blitz nicht den MSV plötzlich traf. Als Grote noch auf der Bank saß, parierte „Rata“ stark gegen CFC-Torjäger Anton Fink. Ratajczak: „Wichtig war, dass wir die Szene, in der Fink alleine auf unser Tor zugelaufen ist, unbeschadet überstanden haben. Normalerweise ist er im Abschluss ein Eisvogel.“

De Wit mit Startelf-Debüt

„Ich bin froh, dass die Mannschaft meine Botschaft verstanden hat. Sie hat sich gegenüber dem Halle-Spiel deutlich gesteigert“, freute sich MSV-Trainer Gino Lettieri, der im Mittelfeld Pierre De Wit erstmals nach seiner monatelangen Verletzungspause von Beginn an brachte. „Piero“ ließ sich seine lange Verletzungspause nicht anmerken: „Vorsichtig kannst du nicht spielen. Mit 99 Prozent geht’s in dieser Liga nicht. Ich fühle mich sehr gut.“ Gut fühlte sich auch Neuzugang Martin Dausch, der unter der Woche noch in Berlin war, um seinen Umzug zu organisieren. Dausch begann auf der linken Seite und rückte nach Hajris Verletzung ins Zentrum, wo er mehrfach mit technischen Raffinessen Chemnitz in Verlegenheit bringen konnte. „Ob ich außen oder in der Mitte spiele, ist mir egal. Ich merke selbst, dass ich ein halbes Jahr nicht gespielt habe. Die Spielpraxis tut mir gut“, so Dausch, der vor zu viel Euphorie warnt: „Wir müssen das Spiel schnell abhaken und dürfen uns auf den Sieg nichts einbilden. In Bielefeld fängt das Spiel wieder bei Null an.“

Zu den stärksten Zebras zählte am Samstag auch Kingsley Onuegbu, der seine ansteigende Form mit einer Vorarbeit und einem Treffer eindrucksvoll dokumentierte. Für Sportdirektor Ivica Grlic kommt diese Entwicklung nicht überraschend: „Ich habe immer an den King geglaubt. Auch als es für ihn nicht so gut lief.“

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