Der neue Sturm des MSV Duisburg ist an Bord

So wollen die MSV-Fans den neuen Stürmer auch in Duisburg erleben: Stanislav Iljutcenko im Osnabrücker Trikot leidenschaftlich beim Torjubel.
So wollen die MSV-Fans den neuen Stürmer auch in Duisburg erleben: Stanislav Iljutcenko im Osnabrücker Trikot leidenschaftlich beim Torjubel.
Foto: imago/osnapix
Was wir bereits wissen
Thomas Bröker und Stanislav Iljutcenko erhalten beim Zweitliga-Aufsteiger Zwei-Jahres-Verträge mit Option. Fanol Perdedaj soll aus Cottbus kommen.

Duisburg.. Die Namen waren seit Wochen im Gespräch, jetzt ist es amtlich. Der MSV Duisburg hat seine beiden Wunschstürmer für die kommende Saison in der 2. Fußball-Bundesliga verpflichtet. Vom Bundesligisten 1. FC Köln kommt Thomas Bröker (30), vom Drittligisten VfL Osnabrück wechselt Stanislav Iljutcenko (24) zu den Zebras. Beide Angreifer kommen ablösefrei und erhalten beim MSV einen Zwei-Jahresvertrag mit Option auf eine zusätzliche Spielzeit.

Bröker und Iljutcenko sind da, Kingsley Onuegbu ist derweil mittlerweile im Urlaub. Die Verhandlungen mit dem Nigerianer, der ursprünglich für die Mitte der vergangenen Woche eine Entscheidung angekündigt hatte, führten bislang zu keinem Ergebnis.

Von Bröker erhofft man sich Führungsrolle

Sportdirektor Ivica Grlic hat hingegen im Angriff Fakten geschaffen. Bröker soll beim MSV nicht nur Tore schießen, sondern zugleich eine Führungsrolle einnehmen. Bröker, der laut Grlic im Fall des verpassten Aufstiegs in der nächsten Saison auch in der 3. Liga für die Meidericher gespielt hätte, bringt die Erfahrung aus 173 Zweitligaspielen (23 Tore) mit.

Sein Manko: Der frühere Düsseldorfer kommt weitgehend ohne Spielpraxis zum MSV. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison kam er für Köln nur viermal zum Einsatz – immer als Einwechselspieler. Sein letztes Tor erzielte der gebürtige Meppener im April 2013 – ausgerechnet beim 1:1 im Gastspiel beim MSV. „Wir wissen natürlich, dass Thomas erst wieder Spielpraxis sammeln muss. Diese Zeit geben wir ihm“, ließ MSV-Trainer Gino Lettieri aus seinem Urlaubsdomizil in der Türkei verlauten.

[kein Linktext vorhanden] Stanislav Iljutcenko bringt hingegen ausreichend Spielpraxis und Erfolgserlebnisse mit. Der Russe bestritt für den VfL Osnabrück 35 Drittliga-Spiele und erzielte 14 Tore – übrigens genauso wie MSV-Angreifer Kingsley Onuegbu, der dafür eine Partie weniger benötigte. „Es war ein hartes Stück Arbeit, ihn zu bekommen. Er hatte viele interessante Angebote“, berichtet Ivica Grlic. „Ich will in Duisburg den nächsten Schritt machen und mich auch eine Spielklasse höher zeigen“, kündigt der junge Familienvater – Töchterchen Elina kam vor 20 Monaten auf die Welt – an.

Nico Klotz freut sich

In dieser Woche dürften weitere Personalien folgen – etwa die Verpflichtung von Fanol Perdedaj. Der Mittelfeldabräumer vom Drittligisten Energie Cottbus hat seinen Wechsel zum MSV bereits angekündigt. Geklärt hat sich mittlerweile auch die Vertragssituation von Mittelfeldspieler Nico Klotz. Wie jetzt bekannt wurde, verlängerte sich das Arbeitspapier des 28-jährigen Außenbahnspielers automatisch. Klotz bestätigte den Sachverhalt gegenüber der Sportredaktion aus seinem Urlaub: „Ich freue mich jetzt auf ein weiteres Jahr beim MSV Duisburg.“ Schon im Frühjahr hatte Manager Ivica Grlic positive Signale an „Klotzi“ gesendet. „Nach dem Unterhaching-Spiel meinte Ivo, dass er sehr zufrieden mit mir ist, aber noch die Ligazugehörigkeit abwarten will“, so Klotz. Durch den Sprung in Liga zwei griff bei ihm die eingebaute Verlängerungsklausel.