Der MSV steht in Bielefeld unter Druck
19.02.2010 | 16:33 Uhr 2010-02-19T16:33:00+0100
Duisburg. Milan Sasic hatte gehofft, dass die Zeiten der Hiobsbotschaften allmählich vorbei ist. Doch vor dem Spiel bei Arminia Bielefeld, das am Freitag um 18 Uhr auf der „Alm“ beginnt, ereilte den Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg eine neue Negativmeldung. Mittelfeld-Spieler Änis Ben-Hatira muss sich einer Hüftoperation unterziehen. „Damit ist die Saison für ihn beendet“, stellte Sasic zerknirscht fest.
Ben-Hatira klagte schon seit geraumer Zeit über Beschwerden, eine genaue Untersuchung ergab nun, dass eine Operation unumgänglich ist. Damit verliert der MSV nun auch den dritten seiner U-21-Europameister. Torjäger Sandro Wagner zog sich im Hinspiel gegen Bielefeld einen Kreuzbandriss zu und steht mittlerweile bei Werder Bremen unter Vertrag. Chinedu Ede konnte sich in Duisburg nicht durchsetzen, und hofft nun bei Union auf einen Neuanfang. Auch Änis-Ben-Hatira werden die MSV-Fans womöglich nicht mehr im Zebra-Dress sehen. Der Hamburger Leihspieler konnte nach seiner Rückkehr zum MSV nicht überzeugen, spielte bei zwölf Einsätzen nur einmal über die volle Distanz.
Für die Startelf in Bielefeld wäre der 21-Jährige ohnehin nicht erste Wahl gewesen. Ohnehin spricht vieles dafür, dass Milan Sasic auch auf der Alm der Mannschaft das Vertrauen schenkt, die in seinen Augen gegen Kaiserslautern mit einer Leistungssteigerung aufwarten konnte. Allerdings stehen dem Kroaten heute zwei Alternativen zur Verfügung. Adam Bodzek kehrt nach seiner Sperre in den Kader zurück, der zuletzt an einem fiebrigen Infekt erkrankte Kevin Schindler gehört ebenfalls wieder dem Aufgebot der Meidericher an.
Mehr Mut in der Offensive
Nach dem Remis gegen Spitzenreiter Kaiserslautern ist ein Sieg beim Bundesliga-Absteiger Pflicht, wollen die Duisburger weiterhin den dritten Tabellenplatz im Blick halten. Milan Sasic hält indes nichts davon, nur auf die negative Entwicklung der letzten Wochen zu schauen. Der 51-Jährige verwies zum Beispiel darauf, dass die Bilanz der Zebras aus den letzten zehn n Partien wesentlich besser als die Bilanz der Arminen ist. Dies soll die Mannschaft mit einem erfolgreichen Spiel bestätigen. „Wir müssen in Bielefeld anders auftreten als in den letzten Wochen. Wir müssen uns nun bewähren und dürfen keine Angst vor dem Gegner haben“, sagt der Trainer. Vor allem im Spiel nach vorne ist mehr Mut gefragt.

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