Der MSV Duisburg sorgt sich um Kingsley Onuegbu

Der "King" bezahlte seinen Einsatz gegen die Roten Teufel mit einer Oberschenkelverletzung.
Der "King" bezahlte seinen Einsatz gegen die Roten Teufel mit einer Oberschenkelverletzung.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Angreifer Kingsley Onuegbu zog sich im Testspiel des MSV gegen Kaiserslautern eine Oberschenkelverletzung zu. Auch Pierre de Wit legt eine Pause ein.

Duisburg.. Es war ein Wiedersehen mit vielen Herzlichkeiten. Ivica Grlic, Manager des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg, umarmte vor dem Benefizspiel gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern FCK-Coach Kosta Runjaic, dessen Assistent Ilia Gruev herzte MSV-Abwehrchef Branimir Bajic. Coach Kosta und Gruev genossen am Freitagabend die Rückkehr nach Duisburg. Dass die Roten Teufel das Match 4:0 gewannen, spielte angesichts des Gedenken an die Opfer des Flugzeugabsturzes ohnehin eine untergeordnete Rolle.

Vermutlich wäre Runjaic, der zum ersten Mal seit seinem Abschied aus Duisburg wieder in der Schauinslandreisen-Arena war, heute noch MSV-Trainer, wenn es im Frühjahr 2013 den Lizenzentzug nicht gegeben hätte.

Hätte, wenn und aber.

„Ich lebe nicht im Was-wäre-wenn-Modus“, sagt er, aber die Geschichte holt den 43-Jährigen dann doch immer wieder ein. „Diese Sache wird Ilia und mich das ganze Leben begleiten. So etwas wünsche ich keinem Trainer der Welt“, meint Kosta Runjaic, um umgehend in den Was-wäre-Wenn-Modus einzutreten: „Wir hätten eine gute Truppe gehabt. Die Jungs, die wir damals hatten, haben alle ihren Weg gemacht.“

Lettieri beklagt Chancenauswertung

Das Hier und Jetzt heißt beim MSV nicht mehr Kosta Runjaic und 2. Bundesliga, sondern Gino Lettieri und 3. Liga. Der aktuelle Trainer trauerte am Freitag vor allem den vergebenen Torchancen seiner Mannschaft nach. „Ich bin ein wenig traurig deswegen“, so Lettieri, der sieben gute Möglichkeiten für sein Team zählte, die seine Schützlinge aber teilweise kläglich vergaben. Auf der anderen Seite machten die Zebras reichlich Gastgeschenke. Ein Eigentor, zwei Elfmeter – aus dem Spiel heraus gelang dem Bundesliga-Aspiranten aus der Pfalz nur ein Treffer. Unter dem Strich machte sich dann letztlich doch ein Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften bemerkbar. In puncto Ballbehandlung, Kombinationsgabe und Cleverness war Kaiserslautern überlegen – ein Fingerzeig darauf, welche Defizite die Duisburger im Fall eines Aufstiegs im Sommer ausräumen müssen.

[kein Linktext vorhanden] Ob Marcel Kaffenberger, Gastspieler vom FSV Frankfurt, diesbezüglich im Sommer den Zebras helfen kann, ist noch offen. Nach einigen Trainingseinheiten in Meiderich und dem 27-minütigen Einsatz im Testspiel gegen Kaiserslautern ist der defensive Mittelfeldspieler wieder nach Hause gefahren. Auch Kaffenberger hatte eine dieser hochkarätigen Einschussmöglichkeiten auf dem Fuß gehabt. Eine Entscheidung über eine Verpflichtung des 21-Jährigen wird kurzfristig nicht fallen. „Die Zeit drängt nicht“, so Lettieri, der sich in den nächsten Wochen gemeinsam mit Ivo Grlic nähere Gedanken über diese Personalie machen will.

Osertsonntag gibt's erneut ein Wiedersehen

Kurzfristig steht der Alltag beim MSV im Fokus – und damit das nächste Punktspiel vor eigenem Publikum gegen Hansa Rostock am Ostersonntag. Vor dieser Partie gegen einen weiteren Duisburger Ex-Trainer, Karsten Baumann, sorgt sich Gino Lettieri vor allem um Stürmer Kingsley Onuegbu. Der Nigerianer erhielt am Freitag früh einen Schlag gegen den Oberschenkel, hielt aber bis zum Seitenwechsel durch. „Er macht uns Sorgen, er hat eine Einblutung“, sieht Lettieri seinen Sturmtank vor dem Spiel gegen Rostock in einem Fitnessrennen. Der zusätzliche Tag Vorbereitung, den die Zebras haben, da sie erst am Sonntag wieder antreten müssen, kann somit wertvoll sein.

Das spielt auch Pierre De Wit in die Karten. Der Mittelfeldregisseur verzichtete auf einen Einsatz gegen seinen Ex-Klub. Das ehemals verletzte Knie machte Probleme. Deshalb legte der 27-Jährige eine Pause ein.