Der „King“ weckt Hoffnungen beim MSV Duisburg

Den Ball und die Punkte im Blick: Kingsley Onuegbu will mit dem MSV in Halle erfolgreich in die Restrunde starten.
Den Ball und die Punkte im Blick: Kingsley Onuegbu will mit dem MSV in Halle erfolgreich in die Restrunde starten.
Foto: Imago
Was wir bereits wissen
Beim Halleschen FC soll am Samstag der Auswärtsertrag gesteigert werden. Christopher Schorch feierte seinen Geburtstag am Freitag im Stau.

Duisburg.. Deutschland ist landschaftlich schön. Diese Erkenntnis gewannen die Fußball-Profis des MSV Duisburg am Samstag auf der langen Anreise Richtung Sachsen-Anhalt. Nach etlichen Staus, die wegen der Schneefälle irgendwo im Nirgendwo hinter Paderborn ihren Ursprung fanden, trudelte der Zebra-Tross arg verspätet im Zielgebiet ein. Geburtstagskind Christopher Schorch, der am Freitag 26 Jahre alt wurde, hat seinen Ehrentag wohl eher selten auf einer vollgestopften Autobahn verbracht.

Am Samstag (14 Uhr, Live bei uns im Ticker) wird pünktlich angepfiffen. Der MSV startet beim Halleschen FC in die Restrunde und will nach Möglichkeit sofort für einen Paukenschlag sorgen. „Eines unserer Ziele für die zweite Halbserie ist, mehr Auswärtspunkte einzufahren. Wir haben ganz gut angefangen. Danach wurde der Ertrag aber immer weniger“, sagt Spielführer Steffen Bohl, der trotz mehrerer gelungener Testspiel-Arbeitsproben auf der linken Außenbahn wohl in den Abwehrblock rücken wird.

Dausch als Achter

Nach Stand vom Freitag sieht der Matchplan von Trainer Gino Lettieri vor, Neuerwerbung Martin Dausch auf der Achter-Position von Beginn an zu bringen. Der 28-Jährige hinkt, was die Vorbereitungsdauer anbelangt, gegenüber dem Gros des MSV-Kaders etwas hinterher. „Er braucht noch zehn bis 15 Tage. Dann ist Martin bei 100 Prozent angekommen“, vermutet Lettieri. Offenbar gilt für heute das Motto „so weit die Füße tragen“. Von der Bank aus kann Lettieri, der mit Tom Gubini einen 18-jährigen Reservekeeper nominierte, um wegen der zu erfüllenden U-23-Spielerquote einen erfahreneren Feldspieler mehr mitnehmen zu können, im Bedarfsfall reagieren.

Vorbericht Eine Überraschung bahnt sich im Mittelfeld an, wo offenbar der monatelange verletzte Pierre De Wit grünes Startlicht erhalten soll. De Wit hatte schon vor der Abfahrt erklärt: „Ich bin bereit.“ Im Training ahnte der Ex-Leverkusener die geplanten Lettieri-Winkelzüge für den geplanten Coup in Halle.

De Wit schelmisch: „Ich bin ein paar Jahre dabei und sehe schon, welche Idee der Coach hat. Das Niveau ist bei uns hoch. Als Trainer musst du dir viele Gedanken machen, zumal fast alle Leute zur Verfügung stehen.“

Ausblick In vorderster Front ruhen die Hoffnungen auf Kingsley Onuegbu, der während der Januar-Wochen deutlich Fahrt aufgenommen hat. „Der King macht einen guten Eindruck“, lobt der Coach, „in der Vorrunde hat er im Training immer voll Power gegeben, bevor ihm dann etwas die Frische fehlte. Was das Engagement angeht, war er immer voll da. Deswegen habe ich die eine oder andere Kritik an ihm auch nicht so verstanden.“ Der 48-Jährige schiebt nach: „Kingsley Onuegbu ist ein ganz wichtiger Spieler für die Mannschaft. Ich hoffe, dass er dieses Niveau halten kann.“

"Alle sind an ihre Grenzen gegangen“

Nach intensiven Trainingswochen sieht Gino Lettieri seine Gefolgschaft gut präpariert: „Wir starten mit einem guten Gefühl aus der Pause. Die Spieler haben eigenverantwortlich gearbeitet, alle sind an ihre Grenzen gegangen.“ Hat irgendjemand überrascht? Lettieri: „Es war kein Spieler dabei, der sich in irgendeiner Form leistungsmäßig abgesetzt hat.“ Absetzen könnte sich der MSV dagegen am Samstag ab 14 Uhr: Und zwar vom dicht besiedelten Mittelfeld weiter Richtung Aufstiegsplätze.