Das MSV-Lazarett lichtet sich langsam - Albutat vor Comeback

Enis Hajri, hier bei einer akrobatischen Einlage im Heimspiel gegen Dresden, steigt heute wieder ins Training ein. Drei lädierte Rippen verursachten zuletzt große Schmerzen beim Duisburger Mittelfeldroutinier.
Enis Hajri, hier bei einer akrobatischen Einlage im Heimspiel gegen Dresden, steigt heute wieder ins Training ein. Drei lädierte Rippen verursachten zuletzt große Schmerzen beim Duisburger Mittelfeldroutinier.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Die Personalsituation entspannt sich bei den Zebras. Steffen Bohl hat seine Schulterprobleme auskuriert. MSV-Coach Lettieri hofft auf mehr Variation.

Duisburg.. Mit Mannschaftskapitän Steffen Bohl kehrte die erste Korsettstange nach mehrwöchiger Verletzungspause auf das Spielfeld zurück. Beim 2:0-Sieg über Fortuna Köln kam „Bohli“ beim Fußball-Drittligisten MSV Duisburg zu einem Jokereinsatz. „Dabei hätte ich sogar fast ein Tor gemacht“, scherzte der Allrounder nach getaner Arbeit.

Gleich bei seiner ersten Aktion wurde die zuletzt lädierte Schulter einem Härtetest unterzogen. „Ich habe sofort einen Schlag abbekommen und habe da natürlich noch etwas gemerkt. Nachdem das Adrenalin im Körper war, hatte ich aber keine Probleme mehr“, scheint der Zebra-Spielführer über den Berg.

MSV-Routinier Enis Hajri mit mit Rippenbruch

Mit einem fitten Steffen Bohl kann MSV-Trainer Gino Lettieri, der seit dem Restrunden-Auftakt in Halle (2:1) von Woche zu Woche seine „Schachfiguren“ wegen Verletzungen und Sperren verschieben muss, bei der nächsten Aufgabe am Samstag (14 Uhr) in Osnabrück wieder im defensiven Mittelfeld planen.

Die ursprüngliche Doppel-Sechs, die Bohl oftmals mit Saison-Entdeckung Tim Albutat bildete, zeichnet sich immer mehr ab. Albutat, in Halle mit einem tiefen Muskelfaserriss ausgeschieden, plant für das kommende Wochenende sein Comeback in der 3. Liga.

Ambitionen „Dadurch hätten wir mehr Variationsmöglichkeiten“, sagt Lettieri. Während Albutat den Rehabereich verlässt, müssen sich zwei andere Spieler noch gedulden. Routinier Enis Hajri, bei dem die Diagnose nach dem 3:0 über Chemnitz zunächst „Beckenprellung“ lautete, hat sich einen Rippenbruch zugezogen. Hajri: „Eine Rippe ist gebrochen, bei zwei anderen wurden Haarrisse festgestellt. Das ist kein großer Unterschied zu einer schweren Prellung.“ Vor allem beim Lachen hat er erhebliche Schmerzen: „Das tut richtig weh.“

Erik Wille arbeitet auf Rückkehr im Sommer hin

Sein Versuch, die angeknacksten Rippen mit einer schmerzstillenden Spritze auszutricksen, brachte vor dem Duell mit Fortuna Köln nur einen kleinen Teilerfolg. Hajri: „Im Training hat das zunächst richtig gut geklappt, aber abends wurden die Schmerzen dafür doppelt so schlimm. Als ich am nächsten Tag wieder eine Spritze bekam, war sie wirkungslos.“ Heute will der Defensivspezialist wieder ins Training einsteigen. „Vielleicht“, spekuliert Hajri, „reicht es für Osnabrück. Ich setze mich aber nicht unter Druck. Gerade auf meiner Position muss ich absolut beschwerdefrei sein, um in die Zweikämpfe gehen zu können.“

Unterdessen freut sich der an der Hüfte operierte Erik Wille, „dass die Krücken nach sieben Wochen endlich weg sind.“ Im März steht für ihn eine neue Untersuchung in München an. Wille realistisch: „In dieser Saison noch einmal einzugreifen, das wäre ein Wunder. Ich arbeite auf den Sommer hin.“