Bommer muss wieder umbauen
02.05.2008 | 16:20 Uhr 2008-05-02T16:20:00+0200Duisburg. Die Sperre von Adam Bodzek wird von vier auf drei Spiele reduziert, aber am Sonntag fehlt er dem MSV gegen Bayer Leverkusen.
Der Weg ans Licht führt für den schwer abstiegsbedrohten MSV Duisburg nur über einen Sieg im Sonntagspiel gegen Bayer Leverkusen. Kein leichtes Unterfangen angesichts der erschreckenden Heimbilanz der Duisburger, die in der Rückrunde noch kein Spiel in der MSV-Arena gewinnen konnten.
Die schwarze Serie an Nackenschlägen und personellen Dezimierungen will bei der Mannschaft von Trainer Rudi Bommer einfach nicht abreißen. Nun auch noch Adam Bodzek. Das DFB-Sportgericht reduzierte die Strafe für den Mittelfeldspieler nach der mündlichen Verhandlung am Freitag zwar von vier auf drei Spiele, aber Bommer muss seine Mannschaft wieder einmal umbauen. Das Verfahren gegen Bodzek war nach einer Tätlichkeit des Duisburgers gegen Anthar Yahia vom VfL Bochum eingeleitet worden. Der MSV-Spieler zeigte sich vor dem DFB-Sportgericht geständig, weshalb die Strafe reduziert wurde. Bodzek kann demnach im letzten Saisonspiel der Duisburger bei Eintracht Frankfurt wieder eingesetzt werden.
Wenig Verständnis für die Entscheidung des Sportgerichts zeigte Rudi Bommer. "In jedem Spiel gibt es ein normales Gerangel im Strafraum. Ich habe die Bilder vor- und zurückgespult und konnte kein Fehlverhalten von Bodzek erkennen. Ich bin jedenfalls sehr verdutzt. Dann hätten nach unserem Spiel beim HSV auch Rafael van der Vaart nach seiner Attacke gegen Grlic und Collin Benjamin nach dessen Vorgehen gegen Blagoy Georgiev gesperrt werden müssen."
Gebeutelte Duisburger und ein nachdenklicher Bommer. "Der Ausfall von Bodzek trifft uns schwer. Er bildete in den letzten Wochen ein sehr starkes Gespann mit Mihai Tararache, wir standen in der Defensive wesentlich besser. Aber große Umbauarbeiten können wir uns in der Schlussphase der Saison nicht leisten. Ich habe mich allerdings noch nicht entschieden, wer den Part von Bodzek übernehmen soll." Eine Option wäre zumindest der wieder genesene Olivier Veigneau.
Wie auch immer der MSV-Übungsleiter sich entscheiden wird, alle Konzentration gilt der Partie gegen Leverkusen und dem schmalen Rest der Saison, die in zwei Wochen beendet sein wird. "Wir können keine großen Gedankenspiele mehr anstellen, sondern müssen uns immer nur auf die nächsten 90 Minuten fokussieren", sagt Bommer. "Vielleicht ist es ganz gut, dass wir in der nächsten Woche drei Spiele vor der Brust haben. Damit können wir uns auf das Wesentliche konzentrieren."
Punkt eins in der Wochenordnung heißt Bayer Leverkusen, eine Mannschaft mit internationalen Ambitionen. "Die wollen wenigstens mitspielen", glaubt Bommer. "Deswegen dürfte Bayer uns besser liegen als Cottbus."

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