Bommer kehrt mit Cottbus zum MSV Duisburg zurück
12.03.2013 | 18:26 Uhr 2013-03-12T18:26:00+0100
Cottbus/Duisburg. Rudi Bommer ist der letzte Trainer, dem mit den Zebras der Aufstieg gelang. Am Freitag kehrt der 55-Jährige als Trainer des FC Energie Cottbus an den Schauplatz zurück. Mit den Lausitzern hat Bommer noch die Chance, um den Erstliga-Aufstieg zu spielen. Der MSV Duisburg hingegen kämpft um den Klassenerhalt.
Als Rudi Bommer am 9. November 2008 die MSV-Arena betrat, war dem damaligen Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg schon klar, dass er wenige Stunden später seinen Job los sein würde. Teile der Fans demonstrierten ihre Ablehnung mit überdimensionalen roten Karten, die Stadionregie übertrug das Bild auf die Anzeigetafeln. Am Freitag kehrt Bommer an den Schauplatz zurück. Als Trainer des FC Energie Cottbus.
So ändern sich die Zeiten: Mit den Lausitzern hat Bommer noch die Chance, um den Erstliga-Aufstieg zu spielen, der MSV hingegen kämpft um den Klassenerhalt . Das Kapitel Duisburg hat der 55-Jährige weitgehend abgehakt. Trotzdem: Das erste Match an alter Wirkungsstätte ist für den Trainer immer eine besondere Angelegenheit. Und einen Platz im MSV-Geschichtsbuch hat Bommer ohnehin sicher. Er stieg zwar mit den Zebras aus der Bundesliga ab, ist aber gleichfalls der letzte Trainer, dem mit den Zebras der Aufstieg gelang.
Wollitz spuckte Gift und Galle
Nicht nur die Personalie Bommer würzt das Spiel. In den letzten beiden Jahren gab es bei den Duellen reichlich Feuer. Am 1. März 2011 siegte der MSV im Halbfinale des DFB-Pokals 2:1 gegen Energie Cottbus. Anschließend spuckte der damalige Cottbuser Trainer „Pele“ Wollitz Gift und Galle. Nicht nur das Verweigern eines vermeintlich regulären Treffers fuchste ihn, sondern vor allem die Wechsel von Emil Jula und Jiayi Shao, die sich beide für Duisburg entschieden.
Für den MSV Duisburg war die Reise nach Berlin gleich in doppelter Hinsicht ärgerlich: Neben der 2:4-Niederlage gegen Hertha BSC Berlin brachte sie auch eine Verletzung bei Goran Sukalo ein - dieser hofft aber noch, am Freitag gegen Energie Cottbus spielen zu können.
Mittlerweile hat sich die Situation entschärft. Wollitz trainiert den VfL Osnabrück, die „Abtrünnigen“ Jula und Shao spielen längst bei anderen Vereinen. Unmut gibt es trotzdem. Energie verliert erneut einen Eckpfeiler. Am Saisonende wechselt Stammtorwart Thorsten Kirschbaum zum VfB Stuttgart. Zuvor soll Kirschbaum bei Fortuna Düsseldorf zugesagt haben, was der Keeper allerdings dementiert. „Ich habe in Düsseldorf nie einen Medizincheck absolviert. Das ist schlicht und ergreifend falsch“, stellte Kirschbaum auf der Internetseite des FC Energie Cottbus fest.
Banovic gibt sich zurückhaltend
Mit Ivica Banovic ist ein Spieler, der mit dem MSV vor zwei Jahren im Pokalfinale stand, bei den Lausitzern am Ball. „Bano“ gibt sich in Sachen Aufstieg zurückhaltend: „Natürlich träumen wir davon, in einem Stadion wie in Dortmund zu spielen. Vielleicht in zwei, drei Jahren. Diese Mannschaft muss wachsen.“
Es gibt übrigens noch einen Rückkehrer. Als Co-Trainer ist Uwe Speidel beim FC mit von der Partie. Er hatte in Duisburg unter Rudi Bommer und Peter Neururer gearbeitet. Unter Milan Sasic hatte er jedoch keine Perspektive mehr in Duisburg.

16:44
Wenn ich Herrn Bommer nur sehe, fallen mir 2Jahre schlimmster MSV Fußball ein. In Cottbus rumort es auch schon. Habe aber trotzdem keine rote Karte gezeigt. Ich empfand es als eine ganz furchtbare Zeit. Für mich auf jeden Fall. Uns allen ein gutes Spiel mit hoffentlich drei Punkten.
12:18
Nach alter Sitte wird Banovic wieder das Spiel langsam machen ;-)
11:08
nach alter Sitte wird Banovic sicher ein Tor machen.
08:28
Wer hat seine Hausaufgaben nicht gemacht.......DING DONG......
"die „Abtrünnigen“ Jula und Shao spielen längst bei anderen Vereinen."
00:59
Hausaufgaben nicht gemacht ? Der "Abtrünnige" Emil Jula spielt wieder unter Wollitz beim VfL Osnabrück.