Beim MSV Duisburg ist die Zeit für Özbek reif

Am Sonntag könnte es im Spiel gegen den FC St.Pauli zu dem Debüt von Baris Özbek kommen.
Am Sonntag könnte es im Spiel gegen den FC St.Pauli zu dem Debüt von Baris Özbek kommen.
Foto: Ute Gabriel
Was wir bereits wissen
  • Aufgrund der Sperre von James Holland muss Trainer Ilia Gruev vom MSV Duisburg sein Team umstellen.
  • Neuzugang Baris Özbek ist dabei eine Option.
  • Der MSV spielt gegen den FC St. Pauli.

Duisburg.. Das Wortspiel liegt auf der Hand. Holland bringt den MSV Duisburg in Not. Der Australier James Holland fehlt dem abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten am Sonntag im Heimspiel gegen den FC St. Pauli, da er seine Rotsperre aus dem Fürth-Spiel abbrummen muss. Es ist seine zweite Sperre im vierten Spiel im Jahr 2016. Einmal mehr muss Trainer Ilia Gruev sein defensives Mittelfeld neu ausrichten.

Holland verbüßt bereits seine dritte Sperre in der laufenden Saison. Mit zehn gelben Karten ist der 26-Jährige auf dem besten Weg, die Marke von „Kult-Sünder“ Tomasz Hajto aus der Saison 1998/99 zu überbieten. De Pole kassierte damals 16 gelbe Karten. Noch zwei Karten fehlen dem Abräumer, um mit seinem Kapitän Branimir Bajic, der 2013/14 zwölf gelbe Karten erhielt, gleichzuziehen. Enis Hajri kam in der vergangenen Spielzeit auf elf Verwarnungen.

Obinna Hajri meldete sich am Dienstag nach monatelanger Verletzungspause im Mannschaftstraining zurück, er ist für das Pauli-Spiel allerdings auf seiner angestammten Sechser-Position noch keine Option. Der Wettkampf kommt für ihn zu früh.

Özbek hat beim MSV seinen Fitnessrückstand aufgeholt

Sollte Trainer Ilia Gruev gegen die Kiezkicker an der Doppelsechs festhalten wollen, hat er nur zwei ernsthafte Optionen für den Partner an der Seite von Tim Albutat. Die eine ist Steffen Bohl. Doch mit der Entscheidung, den Vizekapitän aus der Innenverteidigung herauszunehmen, erlitt Gruev unlängst in Bielefeld bereits Schiffbruch.

Bliebe Option zwei: Neuzugang Baris Özbek. Beim Dienstantritt an der Westender Straße hatte der Deutsch-Türke zehn bis 14 Tage anvisiert, um seinen Fitnessrückstand aufzuholen. Diese Zeit ist abgelaufen, demnach müsste der 29-jährige nun bereit für sein Debüt sein. Sein letzter 90-minütiger Pflichtspiel-Einsatz beim türkischen Erstligisten Kayserispor datiert vom 22. August, aber zumindest konnte er am Dienstag im Test gegen die U 23 etwas seiner fehlenden Matchfitness aufholen.

Für Gruev gibt es noch Option drei: Er lässt am Sonntag nur mit einem Sechser spielen und entscheidet sich für eine zweite Sturmspitze neben Tomané. Dann könnten sich Kingsley Onuegbu und Stanislav Iljutcenko Hoffnungen auf einen Platz in der Startformation machen.