Auf den MSV wartet "das erste richtige Highlight" des Jahres

Ball im Blick: Kingsley Onuegbu startete mit zwei Toren in den ersten beiden Spielen hervorragend aus der Winterpause in die Restrunde. Jetzt will er mit den Zebras die Bielefelder Alm abgrasen.
Ball im Blick: Kingsley Onuegbu startete mit zwei Toren in den ersten beiden Spielen hervorragend aus der Winterpause in die Restrunde. Jetzt will er mit den Zebras die Bielefelder Alm abgrasen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Beim MSV Duisburg läuft es: Zwei Spiele, zwei Siege - auch dank eines starken Kingsley Onuegbu! Nun will man auch bei Arminia Bielefeld gewinnen.

Duisburg.. Kingsley Onuegbu hat seine gute Form aus der Vorbereitung bestätigt. In den ersten beiden Spielen nach der Winterpause traf der Stürmer des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg zwei Mal. Onuegbu wirkt fitter, spritziger, dynamischer als zu Saisonbeginn. „Er ist gegenüber der Vorrunde kaum wieder zu erkennen“, sagt Teamkollege Dennis Grote, „Kingsley verliert kaum Bälle, ist immer anspielbar und arbeitet enorm nach hinten.“

Doppeltorschütze Grote profitierte selbst von der starken Form des Nigerianers, der beim 3:0 über den Chemnitzer FC das zweite Tor per Hackentrick mit einfädelte. Den dritten Treffer markierte der „King“ auf Hereingabe von Grote – Duisburgs Offensivkräfte ergänzten sich am vergangenen Samstag prächtig.

Der "King" genoss den Applaus

Als Kingsley Onuegbu seinen Arbeitstag nach 80 Minuten beendete, erhoben sich die Zuschauer von den Sitzen. Der „King“ genoss den warmen Applaus sichtlich. Er hat in Duisburg auch andere Zeiten erlebt. „Natürlich freue ich mich über die Reaktionen und die Begeisterung“, sagt der Sturm-Schrank, „aber ich bewerte das ganz realistisch. So ist eben Fußball. Wenn es nicht gut läuft und man seine Leistung nicht bringt, dann pfeifen die Leute. Diesmal war es anders herum.“

Welche Variante dem früheren Fürther besser gefällt, liegt auf der Hand. Onuegbu will auch in den kommenden Spielen mit Leistung vorangehen. „Unser Start“, sagt er selbstbewusst, „war mit sechs Punkten richtig gut. Wir wollen nun versuchen, auch auswärts bei Arminia Bielefeld zu gewinnen.“

Gute Erinnerungen an Bielefeld

Die Partie findet am kommenden Sonntag (14 Uhr/im Live-Ticker) als Topduell auf der Alm statt, schon am Samstag reisen die Zebras nach Ostwestfalen. Somit kann Kingsley Onuegbu beim Ehrentag seiner Tochter Lilian, die am 14. Februar sieben Jahre jung wird, nicht dabei sein. „Das ist schade, aber es lässt sich nun mal nicht ändern. Alle Geschenke für Lilian habe ich bereits eingepackt. Eine Überraschung lasse ich mir zusätzlich für sie noch einfallen.“ Zum 3. Geburtstag überraschte Kingsley sein Kind mit einem professionellen Fotoshooting.

Klar, dass Lilian sein größter Fan ist. Ab und zu schaut sie live in der Arena zu. Am Sonntag wird Lilian am Laptop sitzen. Onuegbu: „Sie schaut unsere Spiele im Livestream.“

1:1 in der Hinrunde

Und drückt natürlich auch Kingsleys Teamkollegen die Daumen. Dennis Grote dürfte nach seinem Galaauftritt gegen Chemnitz sein Stammplatzticket sicher haben. „An Bielefeld habe ich eigentlich nur gute Erinnerungen. Mit Preußen Münster kann ich mich an keine Meisterschafts-Derby-Niederlage erinnern. Jetzt will ich dort natürlich mit dem MSV erfolgreich sein. Wir freuen uns alle auf das Spitzenspiel.“

In der Hinrunde trennten sich beide Kontrahenten 1:1. Kingsley Onuegbu brachte den MSV in Front, Julian Börner glich für die Ostwestfalen aus. Grote: „Das Spiel war noch relativ früh in der Saison, beide Mannschaften hatten sich noch nicht ganz gefunden. Das war mehr Mittelfeldgeplänkel.“

Keine Vorentscheidung

Durch einen starken Schlussspurt vor Weihnachten sicherte sich die Arminia den Platz an der Sonne und verlor ihn erst am Sonntag nach einem überraschend klaren 0:3 bei Neuling Fortuna Köln. „Eine Vorentscheidung fällt am kommenden Wochenende definitiv noch nicht, ganz gleich, wie die Partie zwischen Bielefeld und uns auch ausgeht“, bleibt Dennis Grote gelassen.

Der frühere Bochumer weiß allerdings: „Jeder Punkt ist wichtig und verbessert unsere Ausgangslage. Wir sind bisher gut damit gefahren, von Spiel zu Spiel zu denken. Auf uns wartet jetzt das erste richtige Highlight im Jahr 2015. Da wollen wir voll da sein.“ Dass die Bielefelder trotz ihres schwachen Auftritts in Köln weiter Aufstiegsmitfavorit sind, ist für Grote sicher: „Man kann davon ausgehen, dass sie bis zum Ende oben bleiben.“