Andersen junior im Test
17.07.2009 | 17:02 Uhr 2009-07-17T17:02:00+0200Die Suche nach Offensivkräften läuft beim Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg weiter.
Olcay Sahan, Offensivspieler des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg, hatte gestern seinen Spaß. Im Training stellte sich Offensiv-Allrounder Kristoffer Andersen (23) vor. „Ich habe mit Kristoffer zusammen in der U 23 von Borussia Mönchengladbach gespielt. Wir haben zusammen an die 40 Tore vorbereitet und die ganze Liga aufgemischt”, blickt Sahan auf die Oberliga-Saison 2007/2008 zurück.
Zuletzt spielte Andersen beim VfR Aalen, der eigentlich die zweite Bundesliga ins Auge gefasst hatte, dann aber aus der dritten Liga abstieg. „Ich hatte im letzten Jahr alleine vier Trainer. Das war eine ganz schlimme Saison”, erklärt der Däne, der auch die belgische Staatsbürgerschaft besitzt.
Die ersten Eindrücke von den Zebras bewertet Andersen absolut positiv. „Duisburg ist ein Traditionsverein. Der MSV hat eine superschöne Anlage und ein gutes Team. Ich würde mich freuen, wenn es mit einem Wechsel klappt.”
Heute beim Freundschaftsspiel gegen Regionalligist Rot-Weiß Essen lässt MSV-Coach Peter Neururer den Probespieler von Beginn an ran. „Kristoffer ist ein Riesenfußballer”, lobt der 54-Jährige, „er bleibt in den nächsten Tagen erst mal bei uns.”
Verhandelt wurde mit dem 1,83-Meter-Mann schon vor einigen Monaten. „Wir haben bereits mit Manager Bruno Hübner zusammen gesessen, aber damals hatten andere Dinge Priorität”, so Kristoffers Vater Henrik Andersen. Der Verteidiger wurde 1992 mit Dänemark überraschend Europameister, fehlte aber im Finale gegen Deutschland wegen eines Kniescheibenbruchs.
Nach Beendigung der aktiven Laufbahn wechselte Andersen senior in den Berater-Bereich und steht auch seinem Sohn bei der Vereinssuche zur Seite: „Kristoffer war nach dem Vertragsende in Aalen zwei Monate nicht am Ball, aber er besitzt auf jeden Fall die Voraussetzungen, um beim MSV zu spielen.”
Für Kristoffer Andersen wäre es der nächste Schritt auf der Karriereleiter. In Belgien brachte er es für den FC Brüssel auf 24 Erstligaspiele. Zu seiner Gladbacher Zeit gab es bereits konkrete Verhandlungen mit dem 1. FC Köln, aber ein Wechsel zu den Geißböcken scheiterte. Andersen wählte den Umweg Aalen und probiert nun einen neuen Anlauf. „Im Fußball musst du zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein”, so Henrik Andersen, „Kristoffer bringt viel Herz und Schnelligkeit mit.” Der Status als ablösefreier Spieler ist für den MSV durchaus reizvoll. „Unter Druck fühle ich mich durch das Vorspielen nicht. Ich bleibe ganz cool”, so der Probespieler. Jetzt muss Andersen nur noch überzeugen...

19:22
Heute schon mal das 1:0 gegen RWE erzielt.