Alle Augen richten sich auf MSV-Neuzugang Martin Dausch

Die Bremer Levent Aycicek (li). und Janek Sternberg schauen auf Duisburgs Neuzugang Martin Dausch. Am Samstag startet der MSV beim Halleschen FC - auch da sind alle Augen auf den Mittelfeldspieler gerichtet.
Die Bremer Levent Aycicek (li). und Janek Sternberg schauen auf Duisburgs Neuzugang Martin Dausch. Am Samstag startet der MSV beim Halleschen FC - auch da sind alle Augen auf den Mittelfeldspieler gerichtet.
Foto: imago/Team 2
Was wir bereits wissen
Der ehemalige Berliner hat sich bei den Zebras schnell eingelebt und findet es sogar positiv, wenn sich die gegnerischen Spieler ganz auf ihn konzentrieren: Das eröffnet dann nämlich den MSV-Teamkollegen mehr Spielraum.

Duisburg.. Bis ein Spieler bei seinem neuen Verein so richtig angekommen ist, kann es schon mal etwas länger dauern. Bei Martin Dausch, dessen Wechsel zum Fußball-Drittligisten MSV Duisburg am 11. Januar perfekt gemacht wurde, scheint die Eingewöhnung im Rekordtempo zu funktionieren. „Meine neuen Teamkollegen haben es mir sehr leicht gemacht und mich hervorragend aufgenommen“, berichtet der 28-Jährige.

Und auch um die wichtige familiäre Komponente scheint sich Dausch nach seinem Weggang von Union Berlin keine Sorgen machen zu müssen. „Am Mittwoch steht ein Gespräch mit einem Vermieter in Moers an. Wenn er mich sympathisch findet und wir alle Details klären können, dann wäre der Umzug schon für das kommende Woche geplant“, blickt der Mittelfeldspieler voraus. Dausch selbst könnte in dem Fall nicht mit anpacken – er feiert sein Punktspieldebüt für die Zebras beim Auswärtsduell in Halle. Der Blondschopf nimmt es mit Humor: „Ich muss nicht unbedingt dabei sein.“ Externe helfende Hände stehen bereit: Seine Frau Lisa ist im achten Monat schwanger. Je schneller die neue Bleibe bezogen werden kann, umso besser.

„Von Halle hängt nicht alles ab“

Die Frage, wie fit der Duisburger Neuzugang nach den bisherigen Trainingseinheiten mit den Zebras ist, kann er selbst am besten beantworten. „Vom Läuferischen“, sagt Dausch, „kann ich defintiv mithalten. Ob es schon jetzt für 90 Minuten in der Meisterschaft reicht, wird sich zeigen. Das kommt ganz auf das Spiel an.“

Sicherheit Da der Hallesche FC eher zu den unbequemen kampf- und konterstarken Mannschaften der Liga zählt, wird sich die MSV-Neuerwerbung auf intensive Duelle einstellen müssen. Als Ex-Zweitligaspieler und Winter-Zugang richten sich die Blicke zwangsläufig auf ihn. Wenn die Haller Spieler ihm ihre komplette Beachtung schenken sollten, hätte Dausch keine Einwände. „Es wäre super, wenn der Gegner komplett auf mich geht. Dann sehe ich persönlich vielleicht nicht ganz so gut aus, aber wir haben ja mehrere gute Spieler in unseren Reihen, die das ausnutzen können“, schmunzelt der frühere Stuttgarter, der den offensiven Mittelfeldspieler Nico Klotz schon aus gemeinsamer Zeit aus dem VfB-Talentschuppen kennt. Sein Eindruck vom Rest des Teams: „Eigentlich sind hier alle positiv verrückt. Die Mannschaft ist klasse. Es macht richtig Spaß in Duisburg.“

Dausch hat keinen Druck beim Thema Aufstieg

Martin Dausch hat bereits dazu beigetragen, dass die Euphorie rund um die Zebras zunimmt. Seinen Aufstiegs-Satz nach dem Bremen-Spiel relativiert er aber: „Ich habe gesagt, dass ich hierhin gekommen bin, um aufzusteigen. Danach gab es noch den Zusatz: Wenn es nicht in diesem Jahr klappt, dann im nächsten Jahr.“

Schorch Mit dem VfR Aalen schaffte der Offensivmann zwei Mal den Sprung nach oben. „In der 3. Liga sind wir mit dem VfR nach der Winterpause acht Mal ungeschlagen geblieben und konnten uns am Ende eine Schwächephase erlauben.“ 2012 stieg Aalen mit 64 Punkten auf. Dausch: „Das wird diesmal nicht reichen. Aber wir brauchen gar nicht rechnen. Wichtig ist, dass wir unsere Stärken einbringen. Dann sind wir schwer zu schlagen.“ Was passiert, wenn der Auftakt in Halle trotzdem schief geht? Dausch cool: „Davon hängt nicht die ganze Rückserie ab. Dann wäre noch alles möglich.“