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2. Bundesliga : MSV 3:2 gegen Aachen - die Makiadi-Show

MSV, 20.09.2008, Daniel Paul und Jörn Esser

Duisburg. 24-Jähriger schießt den MSV Duisburg fast im Alleingang zum 3:2-Erfolg gegen Alemannia Aachen. Marcel Herzog überzeugt beim Pflichtspieldebüt - muss dennoch zwei späte Treffer hinnehmen.

Der MSV Duisburg hat sich vier Tage nach der bitterbösen Pleite in München rehabilitiert und mit einem 3:2-Sieg über Alemannia Aachen in die Erfolgsspur zurückgefunden.

Drei Mal überragend: Mittelfeldspieler Cedrick Makiadi war mit einem lupenreinen Hattrick überragender Akteur in der MSV-Arena. Fotos: WAZ, Stephan Eickershoff Foto: WAZ

Wie wichtig der zweite Dreier in dieser Saison war, machte sich bereits nach dem ersten Treffer von Cedrick Makiadi deutlich bemerkbar. Die komplett versammelte Mannschaft fand sich nach dem 1:0 bei einem Mann ein: Rudi Bommer. Die Zeichen waren eindeutig: Wir stehen zum Trainer. Bommer, der zuvor von einigen Fans mit "Bommer-raus"-Rufen empfangen worden war, nahm die Reaktion der Elf dankend und mit einem Lächeln im Gesicht an.

Es folgten 20 Minuten, die die gescholtene MSV-Seele bitter nötig hatte. Die Zebras spielten sich in einen wahren Rausch, die erschreckend schwachen Gäste aus Aachen zu diesem Zeitpunkt nur Zuschauer. Kouemaha flankte unbedrängt auf Makiadi, der Timo Achenbach mit einem Heber vernaschte, um dann das Leder Marke Traumtor in den Winkel zu hämmern (37.). Nun gelang den Zebras fast alles - selbst die ansonsten harmlosen Ecken fanden ihr Ziel. Der Aachener Polenz verlängerte unfreiwillig den Versuch von Grlic auf Makiadi, der am langen Pfosten lauerte und das Leder zu seinem dritten Treffer einnickte.

In Halbzeit zwei waren die Zebras auf Sicherung bedacht. Marcel Herzog, der für den verletzten Tom Starke im Kasten stand, machte seine Sache gut und strahlte Ruhe und Sicherheit aus. Für den ersten Negativ-Höhepunkt in der zweiten Hälfte sorgte dann eine Hand voll Zuschauer auf der Stehtribüne: Beim Stand von 3:0 für den MSV forderten diese erneut die Demission des Trainers.

"Das hat uns natürlich genervt, aber das war nur eine Minderheit. Die anderen Fans haben auf die Sprechchöre auch mit Pfiffen reagiert, das fand ich gut", so der Held des Tages Cedrick Makiadi. Ähnlich sah es Torhüter Marcel Herzog: "Ich war von den Fans schon irritiert."

Erst in der 66. Minute war dann wieder die volle Aufmerksamkeit auf die 22 Akteure gerichtet. Polenz bediente Auer, der jedoch knapp am linken Pfosten vorbei köpfte.

Nur zwei Minuten später hätte der MSV dann auf 4:0 erhöhen müssen. Ede setzte sich klasse auf der linken Seite durch und bediente Kouemaha mit einer Traumflanke. Der Schuss des Kameruners verfehlte das Tor nur knapp.

Vor 15 029 Zuschauern kam in der 70. Minute der ehemalige Duisburger Markus Daun aufs Feld. Nach einem Foul an Makiadi sah Sukala die Gelb-Rote Karte. Doch statt die Überzahl auszunutzen und die zahlreichen Konterchancen zu verwerten, verkürzten die Aachener durch Auer zum 1:3. Nemeth gelang nach einem schönen Pass von Markus Daun sogar das 2:3. Doch am Sieg der Zebras änderte sich nichts mehr. "Es war ein verdienter und wichtiger Sieg", so Bommer.

Fotostrecke: Heimsieg für die Zebras

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