Bundesliga

Mirko Slomka und Hannover 96 – es bleibt schwierig

Bleibt Trainer in Hannover: Mirko Slomka.
Bleibt Trainer in Hannover: Mirko Slomka.
Foto: dapd

Wieder einmal haben Hannover 96 und Trainer Mirko Slomka lange um den neuen Vertrag gerungen. Das hat seine Gründe. Als er bei Schalke 04 – nach rückblickend gar nicht schlechten Jahren – entlassen wurde, hinterließ er im Umfeld des Vereins wenig Freunde. Ein Kommentar.

Essen.. Der Satiriker Wiglaf Droste hat einmal gesagt: Wenn’s dir in Hannover gefällt, gefällt’s dir überall. So viel Geringschätzung in so wenige Worte zu packen, ist eine Kunst. Auf den Sport gedreht, hat der Satz allerdings seine Berechtigung verloren: Hannover 96 war lange, lange Jahre bestenfalls ein Mauerblümchen der Bundesliga, wenn es nicht gleich in den unteren Spielklassen verschwunden war. Aber seit Mirko Slomka dort Trainer ist, hat sich nur Borussia Dortmund rasanter entwickelt als die Roten. Und trotzdem haben sich Verein und Trainer wieder einmal schwer getan, ihre Zusammenarbeit fortzusetzen.

Dafür gibt es genügend Gründe, und sie führen immer wieder auf Mirko Slomka zurück. Als er bei Schalke 04 – nach rückblickend gar nicht schlechten Jahren – entlassen wurde, hinterließ er im Umfeld des Vereins wenig Freunde. Das ist bis heute für viele Menschen schwer zu verstehen, weil sie Slomka nur als eloquenten TV-Lächler kennen.

Knallhart auf den eigenen Vorteil bedacht

Hinten rum, und das ist ein Teil von Mirko Slomkas Ruf in der Branche, schaue er knallhart auf seinen Vorteil. Slomka hat in Hannover viel erreicht, er hat 96 ins europäische Geschäft geführt, er hat Spieler verbessert, er hat dem Team konsequent seine Spielidee vom frühen Pressen und überfallartigen Kontern verschrieben. Das heißt aber nicht, dass Mirko Slomka reif gewesen wäre für den nächsten Schritt.

Bundesliga Und doch hat Slomka, der sich gerne an der Seite der Hannover-Combo um Carsten Maschmeyer und Veronica Ferres zeigt, mit dem angeblichen Interesse der Bayern kokettiert. Nun bleibt er in Hannover, und das ist nicht nur angesichts eines leeren Trainermarktes gut für den Verein. Aber eine Aussicht auf eine ruhige Zusammenarbeit ist es nicht.

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