Mikronesien kassiert 114 Tore in drei Spielen - Rekord

0:46 gegen Vanuatu, 0:38 gegen Fidschi und 0:30 gegen Tahiti: Der Fußball-Nachwuchs von Mikronesien hat defintiv ein Abwehrproblem.
0:46 gegen Vanuatu, 0:38 gegen Fidschi und 0:30 gegen Tahiti: Der Fußball-Nachwuchs von Mikronesien hat defintiv ein Abwehrproblem.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Es ist kein Rekord, mit dem sich Mikronesien rühmen kann: 114-mal landete der Ball bei den Pacific Games im eigenen Netz - in nur drei Partien.

Hagåtña/Guam.. Sie wollten doch nur spielen - und kassierten 114 Tore in drei Partien. Mikronesiens Fußball-Nachwuchs hat bei den Pacific Games auf der Insel Guam für einen ungewöhnlichen Rekord mit Guinness-Buch-Chance gesorgt. Nach dem 0:46 gegen Vanuatu entschuldigte Trainer Stan Foster die Leistung seiner Jungs: "Die meisten von ihnen, das sind doch Teenager. Bisher sind die meisten noch nie aus ihren Dörfern rausgekommen - geschweige denn von ihren Inseln runter." Zuvor hatten seine Jungamateure beim U23-Turnier 0:38 gegen Fidschi und 0:30 gegen Tahiti verloren.

Fußball Mikronesien ist eine Inselgruppe im Westpazifik, die Eilande liegen weit verstreut und zum Teil hunderte Kilometer voneinander entfernt. Foster hatte sein Team auf die Hauptinsel Guam beordert. "Sie haben dort zum ersten Mal eine Rolltreppe oder einen Fahrstuhl gesehen", berichtete der Coach. "Das war ein Riesenschritt für diese Jungs, sie waren einfach total eingeschüchtert." Bei dem Turnier hätten die meisten zum ersten Mal in einer Mannschaft mit elf Spielern gekickt.

Australien bleibt internationaler Rekordhalter

In die internationalen Rekordlisten wird das 0:46 allerdings nicht eingehen - da zählen Nachwuchs-Spiele nicht. Das wiederum wird die Australier freuen: Denn das 31:0 der "Socceroos" gegen Amerikanisch-Samoa von 2001 bleibt damit unerreicht. (dpa)