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Mehr Geld für Bundesliga-Klubs aus TV-Geldern

14.11.2012 | 12:29 Uhr

Die Klubs der Bundesliga und 2. Liga dürfen sich über eine Steigerung ihrer Einnahmen aus der zentralen TV-Vermarktung freuen.

Frankfurt/Main (SID) - Die Klubs der Bundesliga und 2. Liga dürfen sich über eine Steigerung ihrer Einnahmen aus der zentralen TV-Vermarktung freuen. Der Ligavorstand beschloss bei einer Sitzung in Frankfurt/Main einen entsprechenden Verteiler-Schlüssel für die Spielzeiten 2013/14 bis 2016/17 einstimmig. Demnach erhält die Bundesliga künftig 80 Prozent und damit ein Prozent mehr als bisher, die 2. Liga 20 statt bisher 21 Prozent.

Die DFL verteilt an die Klubs ab der Saison 2013/2014 durchschnittlich pro Saison die Rekordsumme von 628 Millionen Euro aus dem Verkauf der Bundesliga-TV-Rechte. Der Anteil der 2. Liga ist trotz der prozentualen Kürzung auch künftig deutlich höher, als es dem realen Vermarktungswert entspricht. Der Gesamtbetrag für die Zweitligisten (rund 126 Millionen Euro) wird angesichts der vergrößerten Bemessungsgrundlage in absoluten Zahlen maßgeblich gesteigert. Bislang gab es knapp 90 Millionen Euro für das Unterhaus.

Am Dienstag hatte Bayer Leverkusens Klub-Chef Wolfgang Holzhäuser sich dafür eingesetzt, die Mehreinnahmen von 216 Millionen Euro per annum aus der Vermarktung der Bundesliga-TV-Rechte ab 2013 durch die DFL mit Augenmaß und mehr Nachhaltigkeit auszugeben.

Auf SID-Anfrage teilte die DFL dazu mit, dass dem Ligavorstand zum Zeitpunkt der Entscheidung kein Antrag auf Unterstützung anderer Sportverbände oder Organisationen vorgelegen habe. "Sollte ein Wunsch bestehen, über das Engagement der Liga für die Deutsche Sporthilfe hinaus oder wie in der Vergangenheit für die Olympia-Bewerbung Münchens 2018 tätig zu werden, mag ein entsprechender inhaltlich strukturierter Antrag gestellt werden. Damit könnte sich dann die Mitgliederversammlung des Ligaverbandes befassen", hieß es von Seiten der Deutschen Fußball Liga.

Für die Verteilung der TV-Gelder waren bisher die aktuellen Platzierungen eines Vereins in der laufenden Saison sowie das Abschneiden in den vergangenen drei Spielzeiten maßgeblich. Künftig werden die Ergebnisse der Klubs in den letzten vier Saisons sowie die aktuelle Runde herangezogen, um eine größere Planbarkeit für die Vereine zu garantieren.

In der Bundesliga richtet sich die Verteilung der Einnahmen aus der internationalen Vermarktung weiterhin sowohl nach den jeweiligen Punkten in der Fünf-Jahres-Wertung der UEFA als auch nach dem Abschneiden auf nationaler Ebene. Der pauschale Anteil aus der internationalen Vermarktung für die 2 Liga wird sich im Vergleich zur laufenden Periode verdoppeln.

sid

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