Manuel Neuer als schuldloser Verlierer

Und dann passierte es doch. Manuel Neuer schien wieder einen seiner ganz großen Tage erwischt zu haben, sein offensives Torwartspiel mit riskanten Ausflügen aus dem Strafraum erinnerte mitunter an das schon legendäre WM-Achtelfinale von 2014, als Manu, der Libero, gegen Algerien gewann.

Vor allem für Lionel Messi hatte der Torhüter des FC Bayern wieder ein Stoppschild aufgestellt: Der argentinische Ausnahmefußballer hatte gegen ihn noch nie ein Tor erzielen können, und auch an diesem Abend im Königklassen-Halbfinale in Barcelona schien Neuer unbezwingbar zu sein.

In der 77. Minute aber riss die Serie, und in der 80. Minute legte Messi noch einen traumhaft schönen zweiten Treffer nach. Messi zeichne natürlich “die individuelle Klasse aus”, meinte Neuer nach der Partie. “Aber wir haben Barcelona das erste Tor vorgelegt. Das hat uns verunsichert.” Das wurmte ihn sehr. Denn er hatte seinen Job hochkonzentriert verrichtet, und an allen drei Gegentoren war er schuldlos.