Das aktuelle Wetter NRW 1°C

DFB-Pokal

Manuel Friedrich ist im Herzen Mainzer

21.04.2009 | 11:08 Uhr
Manuel Friedrich ist im Herzen Mainzer

Essen. Am Dienstag empfängt Bayer Leverkusen den FSV Mainz 05 im Halbfinale des DFB-Pokals. Hin- und hergerissen wird dabei Hubert Friedrich sein. Er ist Vorstandsmitglied bei Mainz 05 - und Vater von Leverkusens Spieler Manuel Friedrich.

Hubert Friedrich ist wohl der Einzige, der beruhigt zum Telefonhörer greifen und ein Zimmer für das DFB-Pokalfinale am 30. Mai buchen kann. Denn nach Berlin wird er auf jeden Fall fahren, das steht fest. Entweder, um dem FSV Mainz 05 die Daumen zu drücken, bei dem er sich als Vorstandsmitglied und Jugendleiter engagiert. Oder, um Sohn Manuel anzufeuern. Den Nationalspieler in Diensten von Bayer Leverkusen.

Durchbruch in Mainz

Manuel Friedrich. Foto: imago

Doch tief in seinem Herzen, da ist Manuel Friedrich noch immer „Mainzer”. 1995 lief er erstmals für die Mainzer B-Jugend auf, spielte sich später über die Amateure in die Profimannschaft des Zweitligisten. Friedrich reifte sportlich, er reifte menschlich und kehrte nach seinem von Verletzungen überschatteten Ausflug zu Werder Bremen (2002 bis 2004) wieder nach Mainz zurück. Zurück in die sportliche Heimat. Als der zweikampfstarke Verteidiger im vergangenen Jahr schließlich nach Leverkusen wechselte, bezeichnete er diesen Schritt als „schwerste Entscheidung meiner Fußballerkarriere.”

Leverkusen im Sinkflug

Schwer ist hier ein gutes Stichwort. Denn nach der guten Hinrunde durchleben die Leverkusener gerade ebensolche Zeiten. Zehn Punkte aus elf Rückrundenspielen, nur noch Neunter in der Tabelle, es verbleibt wohl nur noch eine Chance auf die Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Und die heißt DBF-Pokal. „Ein Sieg gegen Mainz ist Pflicht”, sagt Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser deshalb vor dem Anstoß (20.30 Uhr, ARD). Holzhäuser hatte unmissverständlich die Teilnahme am internationalen Wettbewerb als Ziel ausgegeben. Trainer Bruno Labbadia darf also nervös sein. Im vergangenen Jahr war sein Vorgänger Michael Skibbe um einen Zähler an dieser Vorgabe gescheitert.

Ohnehin hätte eine Niederlage im „Spiel des Jahres” (Rudi Völler) für Bayer böse Folgen. Die Vermarktung der neuen Arena wäre in Frage gestellt, Spieler wie Torwart Rene Adler und Simon Rolfes wären schwer zu halten.

Bisher gelang Bayer in Düsseldorf nicht viel

Manuel Friedrich (hinten): 1995 lief er erstmals für die Mainzer B-Jugend auf, spielte sich später über die Amateure in die Profimannschaft des Zweitligisten.

10.000 Mainzer Fans werden in der Düsseldorfer Arena erwartet. Dem Ausweichquartier der Bayer-Elf, in dem außer dem 4:2-Sieg über die Bayern im Pokal-Viertelfinale ja bisher nicht wirklich viel gelingen wollte.

Doch wischt Manuel Friedrich alle Bedenken beiseite und genießt das Wiedersehen mit „seinem” Verein. Und Vater Hubert? Der träumt ebenfalls. „Ich würde Leverkusen den Pokal gönnen. Wenn Mainz dafür aufsteigt.”

Mehr zum Thema:

Leverkusen bangt gegen Mainz um Stamm-Duo

Björn Goldmann

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/622249/create

Umfrage

Marco Reus wechselt von Gladbach zum BVB. Eine gute Wahl?

 
Neueste Aktivität
Aktuelle Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Eintracht Frankfurt in Rage über "Düsseldorfer Methode"
Fortuna
Eintracht Frankfurt tobt auch einen Tag nach 1:1 im Spitzenspiel der 2. Bundesliga. Der Trainer der Hessen, Armin Veh, beschimpft Fortunas Torjäger Sascha Rösler als "Rotzlöffel".
Foto Text
Veh und Bruchhagen attackieren Rösler und Meier
Fußball
Armin Veh und Manager Heribert Bruchhagen vom Fußball-Zweitligisten Eintracht Frankfurt haben schwere Vorwürfe gegen Düsseldorfs Sascha Rösler und Trainer Norbert Meier erhoben.