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König Heynckes hat Guardiola ein schweres Erbe beim FC Bayern München hinterlassen

02.06.2013 | 22:58 Uhr

München.  Sie sind völlig zurecht die Fußball-Könige in Deutschland, Europa und der Welt. Doch einen Hoffnungsschimmer gibt es für die Konkurrenz des Triple-Gewinners FC Bayern München in der kommenden Saison.

Das sind die Augenblicke, in denen sich der wahre Charakter, die wahre Größe eines Menschen zeigt. Als Jupp Heynckes im Berliner Olympiastadion ein zweites Mal vor die Kurve mit den Fans des FC Bayern trat, beorderte er zwei Männer vehement zu sich: Hermann Gerland und Peter Herrmann - seine Co-Trainer.

Und als Heynckes das erste Interview als Trainer-Legende, als der Mann, der erstmals eine deutsche Fußball-Mannschaft zum Triple geführt hatte, gab, kam ihm kein Wort Eigenlob über die Lippen. Heynckes stellte seine Spieler in den Vordergrund - seine Jungs.

Ob diese nun die stärkste Mannschaft aller Zeiten des FC Bayern bilden, wie zum Beispiel von Franz Beckenbauer behauptet, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen . Für den Moment und gemessen an den Titeln dieser Saison trifft die Einschätzung zu.

Die deutsche Meisterschaft resultierte keinesfalls nur aus der Schwäche der Konkurrenz, DFB-Pokalsieg und Champions-League-Triumph hatten nichts mit etwa Losglück zu tun. Der mit Millionen-schwerem Euroeinsatz zusammengestellte Kader von knapp 20 (fast) gleichwertigen Spielern ist ein Erfolgsbaustein, die Installation von Matthias Sammer als Sport-Vorstand ein weiterer.

Heynckes moderierte den Erfolg

Dass aus vielen Fußball-Egoisten aber die Könige Deutschlands, Europas und als solche auch der Welt wurden, ist allein das Verdienst Jupp Heynckes’. Er forderte von Führungsspielern wie Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Manuel Neuer Führung ein. Er ließ Künstlern wie Franck Ribery oder Arjen Robben ihre Freiräume. Und er moderierte selbst die Rotation in der ersten Elf so, dass niemand quer trieb.

DFB-Pokal
Jupp Heynckes sagt Bayern München "bye bye"

Trainer Jupp Heynckes schließt das Kapitel FC Bayern München auf die größtmögliche aller Arten ab, mit dem historischen Gewinn des Triples. Doch wie geht es weiter mit dem 68-jährigen "Spiritus Rector" der Über-Bayern? Die Gerüchte um ein Engagement bei Reals Madrid halten sich hatnäckig.

Nicht weniger als eine ähnliche Ära wie sie ihm mit dem FC Barcelona gelang, wird vom neuen Trainer Pep Guardiola erwartet . Auch er wird sich an den von Heynckes gesetzten Maßstäben messen lassen müssen.

Guardiola erwartet eine heikle, eine gefährliche Aufgabe. Eine, die der Konkurrenz Hoffnung machen darf. Darauf, dass die Bayern in der kommenden Saison weniger dominant auftreten. Es ist ein kleiner, aber der einzige Hoffnungsschimmer.

Die Bayern feiern im Regen

 

Falk Blesken

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Kommentare
03.06.2013
10:40
König Heynckes hat Guardiola ein schweres Erbe beim FC Bayern München hinterlassen
von hollyman | #1

Wenn die Erfolgsstory mit dieser Manschaft unter Guardiola nocht sofort vom ersten Tag an weiterläuft könnte der gute Pep, anstatt sein System aufzubauen, schnell auf der Liste hinter Kliensmann und van Gaal landen.

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