Holzhäuser und Völler haben Dutt zum Abschuss freigegeben
03.04.2012 | 18:46 Uhr 2012-04-03T18:46:00+0200
Essen. Zwei Tage nach der Entlassung des glücklosen Trainers Robin Dutt hat sich Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser die Fans zur Brust genommen. "Das war wirklich menschenunwürdig", sagte Holzhäuser. Ein Kommentar.
Zwei Tage nach der Entlassung des glücklosen Trainers Robin Dutt hat sich Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser die Fans zur Brust genommen, die Dutt bei der 0:2-Niederlage gegen Freiburg auf übelstem Niveau verhöhnt hatten.
Weil Holzhäuser inhaltlich so richtig liegt, lohnt sich das Nachlesen: „Das war wirklich menschenunwürdig, stellen Sie sich einmal vor, wie sich das anfühlt, wenn Sie von 28 000 Menschen verhöhnt werden. Das hat noch nicht einmal ein Schwerverbrecher verdient. Das ging eindeutig zu weit.“ Stimmt alles, und Wolfgang Holzhäuser glaubt man, dass ihn das Kesseltreiben gegen Dutt aufrichtig entsetzt hat.
Zum Abschuss freigegeben
Was Holzhäuser und sein Sportchef Rudi Völler dagegen nicht realisiert zu haben scheinen, ist ihr eigener Anteil an der Stimmungsmache gegen Dutt. Wer beim Stand von 0:2 lange vor Schluss die Tribüne verlässt – obwohl für Bayer theoretisch noch alles drin war – muss wissen, welches Signal er den aufgeheizten Fans gibt. Den Trainer, den haben sie am Ende schön allein gelassen. Für jeden sichtbar: zum Abschuss freigegeben.

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