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Holtby und Schürrle senden Grüße an Löw

12.10.2010 | 12:37 Uhr
Holtby und Schürrle senden Grüße an Löw
Die „Bruchweg-Boys“ machten auch im Dress der Nationalmannschaft eine gute Figur.

Unterhaching. In der neuformierten deutschen U21 sind Lewis Holtby und Andre Schürrle bereits Leistungsträger. Doch womöglich findet der weitere Neuaufbau ohne die beiden Mainzer statt.

Auf den Anruf von Joachim Löw warten Lewis Holtby und Andre Schürrle noch. Gut, der Bundestrainer war in den vergangenen Tagen auch mit der EM-Qualifikation beschäftigt. Doch am 17. November spielt Deutschland zu Testzwecken in Schweden, und wenn nicht alles täuscht, wird bei Holtby und Schürrle bis dahin das Telefon geklingelt und der Bundestrainer eine Berufung zur A-Nationalmannschaft ausgesprochen haben. „Sie hätten sich eine Einladung sicher verdient“, sagte Rainer Adrion, Trainer der deutschen U21-Auswahl, am Montagabend über die „Bruchweg Boys“ vom Bundesliga-Tabellenführer FSV Mainz 05.

Am Montagabend gewann die neuformierte deutsche U21 in Unterhaching ein Testspiel gegen die Ukraine, für die fast ausschließlich die U19-Europameister von 2009 zum Einsatz kamen, mit 2:1 (1:1). Zweifacher Torschütze vor angeblich 2230 Zuschauern, unter ihnen so ziemlich jeder deutsche Spielerberater und ein paar Manager: Schürrle. Dessen kongenialer Partner: Holtby. „Die beiden waren mit Abstand die besten Spieler auf dem Platz“, sagte Adrion. Schürrle hat nun drei Treffer in vier U21-Länderspielen erzielt, Mannschaftskapitän Holtby lief bei seinem sechsten Einsatz erneut zu großer Form auf.

„Ich wäre schon glücklich, wenn der Anruf kommen würde“, sagte Holtby nach dem Spiel. „Wenn es so käme, wäre es toll“, ergänzte Schürrle. Adrion verfolgt das alles mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Es ist klar, dass sie nach oben gehen, wenn der Bundestrainer sie braucht“, betonte der U21-Trainer. Schließlich gehöre es ja zu seinen Aufgaben, Spieler so weit zu bringen, dass sie für die A-Mannschaft von Löw tauglich sind. Die zweite Aufgabe für Adrion ist die Qualifikation für die EM 2013. Dafür baut er gerade diese Mannschaft auf, in der Schürrle und Holty tragende Säulen sind. Aber wie lange noch?

Schürrle hatte seinen Spaß

Adrion weiß um die Problematik seines doppelten Auftrags. Zur WM 2006 in Südafrika fuhren eine ganze Reihe von U21-Europameistern von 2009, aber auch Spieler wie Thomas Müller oder Holger Badstuber, die der U21-Trainer ganz gut während der Qualifikation für die EM 2011 hätte gebrauchen können. Löw langte beim Nachwuchs genüsslich zu - Adrion schaute in die Röhre, die U21 schied in der Qualifikation für die Endrunde 2011 in Dänemark frühzeitig aus. Nun wird nur mit den Jahrgängen 1990 und 1991 der Neuaufbau angestrebt. Vor dem Spiel in Unterhaching gab es dafür sogar teambildende Maßnahmen.

„Es hat einen Riesenspaß gemacht. Wir haben viele Maßnahmen unternommen, um eine Mannschaft zu werden“, berichtete Schürrle nach seinen beiden Treffern im Spiel gegen die Ukraine (13./60.), die zwischenzeitlich zum Ausgleich kam (39.) und in der zweiten Halbzeit Innenverteidiger Igor Plestan nach einer Notbremse an Schürrle durch Platzverweis verlor (49.). Die Entwicklung dieser Mannschaft, ergänzte der Mainzer, sei „durchaus positiv“ zu sehen. Nur: Wenn Schürrle und Holtby so weitermachen, ist dies zumindest für die U21 keine gute Sache. (sid)

DerWesten


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