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Herthas Kobiaschwili hat seine Nerven und seinen Ruf verloren

04.06.2012 | 18:43 Uhr
Herthas Kobiaschwili hat seine Nerven und seinen Ruf verloren
Es war einmal ... ein Fußballprofi mit einem untadeligen Ruf: Lewan Kobiaschwili von Hertha BSC.Foto: Foto: Patrick Sinkel / dapd

Essen.  Spät, zu spät hat der Profi von Hertha BSC zugegeben, Schiedsrichter Stark geschlagen zu haben. Bei den Hertha-Fans ist der 34-Jährige unten durch. Das DFB-Sportgericht hat ihn bis zum Jahresende aus dem Verkehr gezogen. An einer harten Bestrafung führte kein Weg vorbei. Ein Kommentar.

Lewan Kobiaschwili hat nun doch gestanden. Der Berliner Fußballprofi hat zugegeben, Schiedsrichter Wolfgang Stark nach dem skandalösen Relegationsspiel in Düsseldorf geschlagen zu haben. Das DFB-Sportgericht brummte dem Georgier dafür eine Sperre von siebeneinhalb Monaten auf – eine Rekordstrafe für den Rekord-Ausländer der Bundesliga, der in den deutlich meisten seiner 366 Spiele in Deutschlands höchster Klasse zuverlässig seine Arbeit verrichtet und auf Schalke jahrelang als netter Kerl gegolten hatte. Ist das Urteil also zu hart?

DFB-Sportgericht
Hertha akzeptiert Rekordsperre für Kobiaschwili

Rekordstrafe für Lewan Kobiaschwili: Der Fußballer von Hertha BSC Berlin wird nach dem Schlag gegen Schiedsrichter Wolfgang Stark trotz Geständnisses für siebeneinhalb Monate gesperrt. Das hat das DFB-Sportgericht entschieden - Hertha hat dies akzeptiert.

Der Kontrollausschuss des DFB hatte eine Sperre von einem Jahr gefordert , das Geständnis wirkte sich strafmildernd aus. Anständig und klug wäre es allerdings gewesen, die Tat sofort zuzugeben. Der plötzlich doch reuige Sünder hatte sein krasses Fehlverhalten wochenlang vehement geleugnet.

Lewan Kobiaschwili hat seine Nerven verloren und seinen Ruf gleich mit. Selbst bei den Hertha-Fans ist der 34-Jährige unten durch. Er muss darauf hoffen, dass die heiße Quelle der Emotionen weniger heftig sprudeln wird, wenn er im nächsten Jahr wieder den Ball bewegt. Das Sportgericht konnte gar nicht anders, es musste ihn für Monate aus dem Verkehr ziehen. Ein milderes Urteil hätte eine verheerende Signalwirkung gehabt: bis in die unteren Spielklassen hinein, in denen Schiedsrichter schon jetzt viel zu häufig respektlos behandelt und auch körperlich attackiert werden.

Peter Müller



Kommentare
07.06.2012
17:09
Herthas Kobiaschwili hat seine Nerven und seinen Ruf verloren
von ichliebekoenigsblau | #7

JETZT

ist der DFB endlich - vollends - gefordert , grundsätzlich Spieler
egal in welcher Klasse, Liga usw.

langfristig zu sperren ! Und nicht nur Zeigefinger: du du du

05.06.2012
22:51
Herthas Kobiaschwili hat seine Nerven und seinen Ruf verloren
von zeuchwaat | #6

# 1

Das Urteil ist angemessen? Und einen Schiri schlagen geht gar nicht?
Aber einen Nationalmannschaftskapitän darf man öffentlich und vor einem Millionenpublikum schlagen und das noch ungestraft, oder wie?? Schlagen geht im allgemeinen überhaupt nicht - egal wen!!!!!
Das ist halt die verlogene Justiz des DFB!!! Jetzt hat sein Verein Hertha soviel Ärger gemacht und den armen DFB-Richtern Arbeit beschert,. na da muss man dann halt durchgreifen bis zum geht nicht mehr. Aber wie "sebas" schon sagte, bei diesem verlogenen DFB-Haufen gibt es Sonderrechte für bestimmte Spieler und das ist was man anprangern muss.
Bin mal gespannt was die Düsseldoofen bekommen..........

05.06.2012
12:28
Herthas Kobiaschwili hat seine Nerven und seinen Ruf verloren
von dummmberger | #5

Kobiaschwili ist jetzt 34 und bisher nicht besonders unangenehm aufgefallen.
In einer Ausnahmesituation, die man auch als Fußballer nicht jeden Tag erlebt, sind ihm die Nerven durchgegangen.
Dafür hat er jetzt die angemessene Strafe erhalten.
Damit ist es aber auch gut.
In der Rückrunde sollte man ihm eine neue Chance geben.

1 Antwort
Herthas Kobiaschwili hat seine Nerven und seinen Ruf verloren
von seit1909 | #5-1

Nicht ist gut. Er hat wochenlang geleugnet, den Schiedsrichter attackiert zu haben. Schon allein für diese dreiste Lüge müsste man den Typ für längere Zeit aus dem Verkehr ziehen. Im Amateurbereich wird man für solche Tätlichkeiten locker 1 Jahr gesperrt. Daher ist m.E. die Strafe in keinster Weise angemessen.

05.06.2012
11:46
Herthas Kobiaschwili hat seine Nerven und seinen Ruf verloren
von trickflyer | #4

wenn du als kicker nur den IQ eines mettbrötchen hast,kommt sowas halt bei raus.

05.06.2012
10:41
Herthas Kobiaschwili hat seine Nerven und seinen Ruf verloren
von Heiko04 | #3

Da sind dem Kobi die Nerven durchgegangen. Schade für ihn, so einen Abschied aus der Bundesliga hat einer wie er eigentlich nicht verdient.

05.06.2012
09:41
...
von sebas | #2

Aus meiner Sicht ein angemessenes Urteil.

Nehmen wir an, im Pokalendspiel: Dortmund- Bayern wäre es zu sehr strittigen (und spielentscheidenden) Schiedrichter-Entscheidungen gekommen. Und Schweisteiger wäre deswegen extrem aufgewühlt, wütend gewesen und hätte den Schiedsrichter geschlagen....

Wäre Schweisteiger dann ebenso hart bestraft worden?
Wäre Schweisteiger dann nicht zur EM gefahren?

Ich denke, es gibt immer einen Personenkreis, für den Sonder-Rechte gelten...


1 Antwort
Herthas Kobiaschwili hat seine Nerven und seinen Ruf verloren
von karlo58 | #2-1

Hätte,wenn und aber-alles nur gelaber!Es geht hier nicht um Schweinsteiger...man man man...

04.06.2012
23:27
ein Jahr wäre
von ollikli | #1

Aus meiner Sicht angemessen gewesen. Verdienste hin oder her, einen Schiri schlagen geht gar nicht.
BWG

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