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Hertha zittert sich gegen Münster in die zweite Runde

01.08.2009 | 22:06 Uhr
Hertha zittert sich gegen Münster in die zweite Runde

Münster. Dank Waleri Domowschijski und Raffael hat Hertha BSC Berlin trotz einer schwachen Leistung die 2. Runde des DFB-Pokals erreicht. Der Vorjahres-Vierte der Fußball-Bundesliga mühte sich beim Viertligisten Preußen Münster zu einem 3:1 (1:1, 1: 0)-Erfolg nach Verlängerung.

Domowschijski (118.) und Raffael (120.) sorgten mit ihren Toren für die Entscheidung. Der Brasilianer Raffael hatte die Berliner nach einem Torwartfehler in Führung gebracht (23.), der bei Schalke 04 ausgebildete Marc Lorenz erzielte den Ausgleich für Münster (53.).

Starke Leistung von Münsters Torwart Buchholz

Die Berliner wollen unbedingt endlich das Endspiel im heimischen Olympiastadion erreichen. Seit dieses 1985 zum festen Finalort wurde, hatten lediglich die Hertha-Amateure 1993 das Endspiel erreicht (0:1 gegen Bayer Leverkusen), die Profis standen zuletzt 1979 im Finale (0:1 n.V. gegen Fortuna Düsseldorf). Münster wartet nun schon seit 1990 auf einen Sieg in einem DFB-Pokalspiel. Dafür bescherten dem Bundesliga-Gründungsmitglied im ersten Pflichtspiel gegen die Berliner seit 20 Jahren 18.200 Zuschauer im ausverkauften Preußenstadion die höchste Zuschauerzahl seit 1993.

Hertha-Trainer Lucien Favre musste auf den verletzten Fabian Lustenberger verzichten, im aus Bielefeld zurückgekehrten Stürmer Artur Wichniarek stand bei der Hertha nur ein Neuzugang in der Startformation. Der Dreiklassen-Unterschied war zu keinem Zeitpunkt der Partie bemerkbar. Der Favorit spielte behäbig, ja fast überheblich. Im Spiel der Hertha war viel zu wenig Bewegung, den sehr engagierten Gastgeber fehlten allein die technischen Möglichkeiten, um daraus deutlicher Kapital zu schlagen. Nach 23 Minuten rückten die Preußen zu weit auf, und Raffael erzielte mit dem ersten Torschuss des Bundesligisten das 0:1.

Dabei profitierte der Brasilianer von einem kapitalen Schnitzer von Münsters Schlussmann David Buchholz. Sekunden vor der Pause hatte Raffael dann aber Pech, als Schiedsrichter Frank Willenborg (Osnabrück) einem weiteren Treffer wegen Abseitsstellung die Anerkennung verweigerte. Acht Minuten nach der Pause wurde die Berliner Arroganz bestraft. Ein als Hereingabe geplanter Freistoß des starken Lorenz segelte an Freund und Feind vorbei zum 1:1 ins Tor. Danach investierte der Bundesligist zumindest etwas mehr, Buchholz hielt nun aber gut gegen Maximilian Nicu (54.) und Pal Dardai (60.).

Bei Münster gefielen neben Torwart Buchholz, der seinen Fehler mit mehreren Glanzparaden mehr als wett machte, und Lorenz noch der frühere Zweitliga-Profi David Fall. Bei Hertha überzeugten nur die Innenverteidiger Arne Friedrich und Steve von Bergen.

DerWesten

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