Hertha marschiert, Fürth rückt auf Platz drei
04.03.2011 | 20:59 Uhr 2011-03-04T20:59:16+0100
Berlin/Osnabrück. Die Hertha besiegt den FSV Frankfurt mit 3:1 und festigt die Tabellenführung. auf dem Weg in die Bundesliga ist auch die SpVgg Greuther Fürth, die beim Abstiegskandidaten Osnabrück 0:2 siegten.
Hertha BSC Berlin strebt offenbar unaufhaltsam der direkten Rückkehr in die Bundesliga entgegen. Die Mannschaft von Trainer Markus Babbel setzte sich gegen den FSV Frankfurt mit 3:1 (2:1) durch und baute den Vorsprung auf den Relegationsplatz vorübergehend auf sechs Punkte aus. Die Hessen holten dagegen nur einen Punkt aus den letzten sieben Spielen, der Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz beträgt aber weiter beruhigende zehn Zähler.
Dabei war der FSV durch ein Traumtor von Sascha Mölders früh in Führung gegangen (6.). Patrick Ebert (21.) und Roman Hubnik (34.) drehten das Spiel aber noch vor der Pause zu Gunsten des Tabellenführers. Kurz vor Schluss besorgte Raffael (82.) den 3:1-Endstand.
"Wir treten als Team auf, aber heute leider nicht von der ersten Minute an", sagte Ebert: "Manchmal habe ich das Gefühl, wir brauchen immer erst einmal rein, das darf eigentlich nicht sein. Wir haben uns dann aber reingebissen und verdient gewonnen."
Die 32.401 Zuschauer im Olympiastadion, darunter gerade mal 22 aus Frankfurt, sahen eine sehr unterhaltsame erste Halbzeit. Mölders 14. Saisontor durch einen sehenswerten Fallrückzieher schockte die Berliner aber nicht. Die Hertha wurde mit zunehmender Spieldauer immer dominanter und schaffte durch ein ebenfalls wunderschönes Tor den Ausgleich: U21-Europameister Ebert war aus etwa 8 Metern mit einer Direktabnahme erfolgreich. Innenverteidiger Hubnik verwertete eine scharfe Hereingabe von Peter Niemeyer in Torjäger-Manier.
Derweil hat die SpVgg Greuther Fürth vorübergehend den Aufstiegs-Relegationsplatz der 2. Fußball-Bundesliga erobert. Die Franken gewannen beim Abstiegskandidaten VfL Osnabrück mit 2:0 (1:0) und zogen nach dem achten Spiel ohne Niederlage mit 46 Punkten zunächst am VfL Bochum vorbei. Der VfL steckt mit 25 Punkten und nur zwei Zählern Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz dagegen weiter im Existenzkampf.
Der Führungstreffer für Fürth fiel schon kurz nach dem Anpfiff: Sercan Sararer traf bereits nach 28 Sekunden und erzielte damit das schnellste Tor der Rückrunde und den insgesamt viertschnellsten Treffer der gesamten Saison. Das 0:2 fiel dafür kurz vor dem Ende durch Tayfun Pektürk (88.).
"Wir sind ungeschlagen im Jahr 2011. Wir fahren mit breiter Brust überall hin und wissen, dass wir überall gewinnen können", sagte Youngster Felix Klaus und ergänzte mit Blick auf das Topspiel in der kommenden Woche: "Natürlich auch die Hertha. Ab Montag, 20.15 Uhr, wird es bei uns richtig rundgehen."
Die VfL-Fans unter den 12.500 Zuschauern an der Bremer Brücke wurden durch Sararers siebtes Saisontor früh geschockt. Der Treffer spielte den spiel- und konterstarken Gästen in die Karten, Nicolai Müller vergab jedoch die Riesenchance zum 0:2 (15.). Die Osnabrücker ergaben sich zwar zu keinem Zeitpunkt in ihr Schicksal, ihnen fehlte jedoch zumeist die Durschlagskraft. (sid)
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