Zauberfuß Arango war Gladbachs Bester

Was wir bereits wissen
Mike Hanke rückte für Igor de Camargo in die Startelf. Eine Entscheidung, dich sich bezahlt machen sollte: Hanke traf in der 33. Spielminute zum 1:0. Nach dem Ausgleich durch Hoffenheims Firminho (66.) traf Zauberfuß Juan Arango per Freistoß zum 2:1-Sieg der Borussia. Die Gladbacher in der Einzelkritik.

Mönchengladbach. Note 1,5 bis Note 5 - diskutieren Sie mit uns über die Leistung der Gladbacher Spieler zum Bundesliga-Auftakt gegen die TSG Hoffenheim.

Die Gladbacher Einzelkritik in Textform:

Marc-André ter Stegen: Die drei Gegentore gegen Kiew ärgerten den deutschen Nationalkeeper ungemein. Umso glücklicher war ter Stegen, dass er gegen die TSG Hoffenheim kaum geprüft wurde. Bei Rückpässen nicht immer souverän. Sorgte mit einem schlimmen Pass für die frühe Gelbe Karte von Jantschke. Danach wieder sicherer und beim 1:1 schuldfrei. Note: 3

Tony Jantschke: Der rechte Außenverteidiger beschränkte sich gegen Hoffenheim hauptsächlich auf die Defensivarbeit. Der U21-Nationalspieler hatte mit Firminho und Derdiyok auch reichlich zu tun. Musste früh mit der Bürde einer Verwarnung spielen. Konnte das 1:1 nicht verhindern. Note: 3,5

Martin Stranzl: Der österreichische Innenverteidiger der Gladbacher war in der Abwehr tonangebend und auffällig. Nicht nur wegen seines harten Zusammenpralls mit dem eigenen Schlussmann (24.) Hatte nicht viel Mühe mit der Hoffenheimer Offenive. Sah allerdings wie die komplette Borussen-Defensive beim 1:1 nicht gut aus. Note: 3

Roel Brouwers: Da Alvaro Dominguez kurzfristig wegen einer Magen-Darm-Grippe ausfiel, spielte der Niederländer an der Seite von Stranzl und sorgte für laute "Rooeeel"-Rufe im Stadion. Der Niederländer lieferte eine fast fehlerfreie Leistung ab, rutschte beim 1:1 unglücklich am Ball vorbei. Note: 3

Filip Daems: Gladbachs Kapitän zeigte sich im Vergleich zum Kiew-Spiel etwas verbessert. Der Belgier war defensiv auf der linken Seite stabil und schaltete sich hier und da auch in Gladbachs Angriffsspiel mit ein. Starke Szene in der 23. Minute als er scharf auf Ring flankte. Schwache Szene beim 1:1, als er Vukcevic nicht bei der Hereingabe hinderte. Note: 3,5

Harvard Nordtveit: Der Norweger führte sich gleich in der 9. Minute mit einem Offensivkopfball in die Partie ein, konzentrierte sich danach aber auf defensive Aufgaben im Mittelfeld. Kam nicht, wie in den Spielen zuvor, zu vielen Abschlüssen aus der Distanz. Einen allerdings hatte der Sechser: Sein Schuss in der 77. Minute führte nicht zum Erfolg. Stopfte im Mittelfeld unheimlich viele Löcher. Note: 3

Granit Xhaka: Der Schweizer Mittelfeldspieler war lange nicht so auffällig wie zuletzt und das kann positiv wie negativ sehen. Hatte zwar schon nach 20 Minuten drei schlechte Pässe auf seinem Konto und in der Offensive tauchte Xhaka kaum auf. Holte allerdings die beiden Freistösse vor den Gladbacher Toren raus. Keine überragende, aber eine gute Partie vom Schweizer. Note: 3

Alexander Ring (bis 61.): Wie auch im Playoff-Spiel gegen Dynamo Kiew erhielt der finnische Nationalspieler den Vorzug vor Patrick Herrman, konnte aber anders als gegen Kiew nur wenig überzeugen. Wirkte übereifrig und dribbelte sich oft fest. Sorgte allerdings mit einigen Seitenwechseln und Tempoverschärfungen für Gefahr in Hoffenheims Hintermannschaft. Musste ausgepumpt vom Platz. Note: 4

Juan Arango: Der Offensivmann der Borussia war neben Mike Hanke der Aktivposten auf dem Platz. Flankte sehenswert auf Nordtveit (9.), bereitete das 1:0 von Hanke vor (33.), war sich nicht zu schade, auch hinten auszuhelfen (38.) und erzielte mit einem Traumtor den 2:1-Siegtreffer für seine Mannschaft. Bester Mann auf dem Platz. Note: 1,5

Mike Hanke (bis 74.): Weil sich Luuk de Jong und Igor de Camargo vom Typ zu ähnlich sind (Favre), setzte Gladbachs Trainer gegen Hoffenheim auf den "Spielmacherstürmer" Mike Hanke. Das sollte sich auszahlen. Hanke sorgte zwar nicht für großes Tempo in der Offensive, ließ sich aber immer wieder fallen, um den Ball nach vorne zu tragen. Allerdings fehlte die Durchschlagskraft. Ein stetiger Unruheherd. Verwertete Arangos Freistossflanke vom 1:0. Note: 2,5

Luuk de Jong (bis 80.): Auch in seinem ersten Bundesligaspiel immer noch nicht ganz angekommen am Niederrhein. Zwar klappte das Zusammenspiel mit Hanke zeitweise besser, als das mit de Camargo, wirkliche Torgefahr strahlte der Niederländer allerdings immer noch nicht aus. Gladbach muss ihm die Zeit geben, sich in Deutschland einzugewöhnen. Note: 5

Patrick Herrmann (ab 61.): Kam von der Bank und sorgte nach seiner Einwechselung für einige Highlights. Allerdings kam der letzte Pass auch zu Herrmann selten an.

Branimir Hgrota (ab 74.): Wie Herrmann sorgte auch der Schwede noch mal ordentlich für Abwechslung.

Igor de Camargo (ab 80.): Kam in der Schlussphase für de Jong.