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Younes ist Gladbachs „etwas andere Waffe“

18.02.2013 | 16:31 Uhr
Younes ist Gladbachs „etwas andere Waffe“
Fällt mit seinen 1,68 Metern auf dem Feld immer auf: Ami Younes.Foto: imago

Hamburg.   Er ist dribbelstark, er ist unerschrocken, er ist frech: Amin Younes sorgt beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach immer mehr für Aufsehen. Obwohl er nur 168 Zentimeter groß ist, gilt der 19-Jährige als Gladbachs "etwas andere Waffe".

Groß gewachsene Spieler in die Partie werfen ist manchmal die letzte Patrone von Bundesliga-Trainer, wenn die eigene Mannschaft mit dem Rücken zur Wand steht. Als Brecher im Strafraum sollen die langen Kicke die hohen Bälle annehmen, verwerten oder die Mitspieler in Szene setzen. Nein, Amin Younes ist kein Brecher. Der Offensivspieler misst gerade mal 168 Zentimeter und gehört damit zu den kleinsten Akteuren im deutschen Oberhaus.

Und trotzdem wechselte Gladbachs Trainer Lucien Favre den Youngster in Hamburg ein, um das 0:1 zu egalisieren und wenigstens einen Punkt aus der Hansestadt mitzunehmen. Gladbach habe mit Younes „etwas anderes versucht“ und das Eigengewächs sah sich den Riesen Heiko Westermann (1.90m) und Slobodan Rajkovic (1,91m) gegenüber. Eingeschüchtert oder beeindruckt war der Dribble-Künstler deshalb nicht.

Unerschrockener Younes spielte beim HSV frech auf

BMG
Inkonstante Gladbacher unterliegen dem Hamburger SV 0:1

Borussia Mönchengladbach muss im Kampf um Europapokal-Plätze einen Rückschlag gegen einen direkten Konkurrenten hinnehmen. Beim Hamburger SV verlor die Mannschaft von Trainer Lucien Favre mit 0:1. Dabei zeigten die Gladbacher mal wieder zwei komplett verschiedene Halbzeiten.

„Ich sollte in der Offensive noch etwas bewegen“, gab der der 19-Jährige nach dem Spiel zu Papier.  Er habe versucht,  seine „Qualitäten einzubringen, um dem Team zu helfen.“ Auch wenn „leider das 1:1 nicht gefallen ist“, so hat Younes beim HSV für neuen Schwung gesorgt und die Abwehrhünen der Norddeutschen vor einige Probleme gestellt.  „Amin hat gezeigt, dass er immer eine Waffe ist“, sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl nach der Partie über den Nachwuchsspieler, der im April 2012 in Hannover sein Bundesliga-Debüt feierte. „Er hat etwas bewegt mit seinen Dribblings“, bestätigte Eberl und attestierte ihm „zwei, drei richtig gute Aktionen“. Leider sei Younes bei seinem Linksschuss „nicht mit einem Tor belohnt worden.“ Unerschrocken und frech spielte Younes auf und unterstrich, dass er sich auf der Bundesliga-Bühne bewegen kann.

Auch in der Europa League gegen Fenerbahce Istanbul durfte der kleine Dribbler schon sein Können unter Beweis stellen und machte auf internationalem Parkett mit einem Scorerpunkt auf sich aufmerksam. Der gebürtige Düsseldorfer ist seit dem siebten Lebensjahr ein „Fohlen“ und „kann vorne überall spielen", erklärte Favre im Sommertrainingslager am Tegernsee. Amin sei einer, der das Eins-gegen-Eins gewinnen kann (Eberl) und der Rohdiamant im Offensivbereich sei „sehr gut und sorgt immer für Torgefahr“, so Fußballlehrer Favre.

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Auf Gladbach und Younes warten nun Rom und Borussia Dortmund

Deshalb hat Borussia Mönchengladbach im Februar den Vertrag mit dem Talent bis zum Juni 2016 verlängert. „Wir haben ja immer gesagt, dass Amin seine Einsatzzeiten bekommen wird“, sagt Manager Eberl. Auf den Einsatz in Hamburg hätte Younes trotzdem freiwillig verzichtet: „Ehrlich gesagt hätte ich lieber nicht gespielt und wir hätten einen Punkt geholt“, stellte der Jungprofi fest. Am Donnerstag wird Gladbach mit Younes zum Europapokal-Rückspiel nach Rom reisen und nur vier Tage später gastiert Double-Sieger Borussia Dortmund am Niederrhein – Younes wird weiter auf sich aufmerksam machen, egal, wie groß die Gegner sind.

David Nienhaus


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