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Warum Frontzeck noch bei Gladbach bleiben darf

18.12.2010 | 15:57 Uhr
Warum Frontzeck noch bei Gladbach bleiben darf

Mönchengladbach.  Die Fans von Borussia Mönchengladbach haben ihr Urteil gefällt. Sie fordern nach der 1:2-Niederlage gegen den Hamburger SV den Kopf von Trainer Michael Frontzeck. DerWesten sagt, warum die Verantwortlichen noch an Frontzeck festhalten.

Sprachlos war Michael Frontzeck nicht. Dabei hätte er viele Gründe gehabt. Der Trainer von Borussia Mönchengladbach hatte gerade eine 1:2 (0:0)-Niederlage seines Teams gegen den Hamburger SV erlebt . Es war die fünfte in Folge. Gladbach steht abgeschlagen am Tabellenende, hat die schwächste Abwehr. Und zusätzlich musste sich der Coach laute „Frontzeck raus"-Rufe anhören.

Doch Frontzeck darf bleiben. Noch.

„Dieses Spiel war ein Spiegelbild der Hinrunde", sagte Frontzeck, von Durchhalteparolen weit entfernt. „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, viel investiert, viele Chancen erarbeitet. Aber unserem Gegner reichen wenige Chancen, um uns zu schlagen", ergänzte der Coach. In der Tat: Die Gladbacher erspielten sich allerbeste Möglichkeiten - de Camargo (4.) und Marx (70.) scheiterten zum Beispiel völlig frei vor dem Tor, aber auch Michael Bradley und Juan Arango zielten nicht genau genug. Hätten die Gladbacher zur Pause 3:0 geführt oder am Ende mit 4:2 gewonnen, der HSV hätte damit leben können.

Doch es kam wieder ganz anders.

Genau deshalb hielten der 2. Vorsitzende Rainer Bonhof und Sportdirektor Max Eberl an Frontzeck fest. „Wir haben ohne Zweifel gut gespielt. Michael kann aber nicht die Tore selbst machen. Das liegt nicht am Trainer. Ich denke, dass wir das noch hinkriegen", sagte zum Beispiel Bonhof. Eberl ergänzte: „Wir müssen uns der berechtigten Kritik stellen, aber die Mannschaft hat trotz der Totenstille zu Beginn im Stadion einen guten Eindruck gemacht. Unser Problem ist: Wir schaffen es nicht, mal ,zu Null' zu spielen."

Das ist das größte Problem der Gladbacher. Die Verletztenliste der Borussia ist lang (Dante, Roel Brouwers, zu Saisonbeginn fehlte de Camargo), zudem zudem musste die Borussia viele gesperrte Spieler ersetzen (Arango, Brouwers und Bobadilla sahen Rot - Levels und Reus saßen schon eine Gelbsperre ab). In der Viererkette spielten gegen den HSV Sebastian Schachten, Filip Daems, der eigentlich aussortierte Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Jens Wissing. Wissing bestritt erst sein drittes Spiel in dieser Saison. „Wir sind die gebeutelsten Mannschaften der Liga", sagte selbst HSV-Trainer Armin Veh. Für die Verletzten kann Frontzeck nichts, auch wenn er selbst einige Fehler gemacht hat. Er hielt zu lange am formschwachen Torwart Logan Bailly fest, dessen Vertreter Christofer Heimeroth spielt nicht konstant genug. Das 1:2 von Trochowski (72.) hätte er verhindern müssen. Im Spiel gegen den HSV kritisierten die Fans die Auswechslung von Michael Bradley beim Stand von 1:2 (78.). Bradley war vorher einer der agilsten Gladbacher. Die Ausrutscher gegen Frankfurt (0:4) und in Stuttgart (0:7) konnte der Coach nicht verhindern.

Trostloses Gladbach

Die kurze Vorbereitung auf die Rückrunde - die bereits am 15. Januar beginnt - wird Frontzeck noch leiten dürfen. Die Borussia wird in der Rückrunde häufiger so tolle Leistungen zeigen müssen wie gegen Bayern München (3:3) oder in Leverkusen (6:3) und Köln (4:0). Gladbach hofft darauf, dass Langzeitverletzte wie die Innenverteidiger Dante und Roel Brouwers schnell zurückkehren. Zudem sehen sich die Borussen auf dem Transfermarkt um. „Verletzte und Kranke kehren zurück, wir werden Transfers tätigen", sagt Eberl. Bonhof fügt hinzu: „Unsere Scoutingabteilung ist ganzjährig offen. Wir sind nicht nur am Schauen."

Am Dienstag spielt Gladbach im DFB-Pokal-Achtelfinale in Hoffenheim wieder in der Notbesetzung. Nur Levels - gegen den HSV gesperrt - kehrt zurück. Nach dem Spiel kann alles wieder ganz anders aussehen. Das weiß Frontzeck, das weiß ganz Mönchengladbach. Denn gibt's in Hoffenheim (20.30 Uhr, live im DerWesten-Ticker) eine Klatsche im Stuttgart-Stil, wird der Trainer wohl kaum noch zu halten sein.

Andreas Ernst

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Kommentare
20.12.2010
09:17
Warum Frontzeck noch bei Gladbach bleiben darf
von BAM | #8

Hey... Wir heißen nicht Arminia Bielefeld!
Warten wirs mal ab... Ich habe nach der Hinrunde sicher keinen Grund jeglichen Optimismus auszustraheln aber mit den 2 -3 Transfers in der Winterpause (1 oder 2 Verteidiger und ein 6er) und nem fitten Dante kann auch das Unmögliche noch passieren. Ich glaube als Borusse daran... Auch wenn es richtig schwerfällt... Kommt schon!!!
In einigen Spielen hat die Mannschaft bewiesen, dass sie in der Liga mithalten kann.

Optimistische Grüße aus dem Münsterland

19.12.2010
16:20
Warum Frontzeck noch bei Gladbach bleiben darf
von manni110563 | #7

Nur den Trainer zu opfern ist zu billig, das stimmt. Hier muss alles getauscht werden. Arme Borussia, da sitzten nur Flaschen und das seit Jahren. Aber 2te Liga ist doch auch was schönes, immer noch besser als 3te! Wenn das so weiter geht ist die auch nicht mehr weit!

19.12.2010
12:20
Warum Frontzeck noch bei Gladbach bleiben darf
von prediger1 | #6

MF hat keine emotionale Ansprache. Er kann den einzelnen Leuten keine Sicherheit vermitteln. Daher muss er leider gehen...

19.12.2010
08:10
Warum Frontzeck noch bei Gladbach bleiben darf
von Michael Rossa | #5

wenn Du keine Quali für die Buli hast.Schönwetterspieler wie Arrango & Camargo verpflichtest und zudem 2 te Liga Spielern wie Marxs & Daems Rentenverträge zu kommen läßt und einen Trainer der nur 1 System kann ebenso nen Rentenvertrag gibst.Ist es klar das Du vom finanziellen für nen Neubeginn,kein Geld mehr hast!

19.12.2010
07:25
Warum Frontzeck noch bei Gladbach bleiben darf
von laberrababer | #4

wichtig ist auf dem platz und nicht an der seitenlinie. auch wenn es dazu gehört, dass eine mannschaft eingestellt werden muss auf ein spiel, liegt es doch an jedem einzelnen auf dem platz was er daraus macht.

18.12.2010
20:56
Blockierter Kommentar.
von Stoffelboy | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

18.12.2010
20:31
Blockierter Kommentar.
von LasseRuh | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

18.12.2010
18:35
Warum Frontzeck noch bei Gladbach bleiben darf
von vfl-1900 | #1

Der Artikel muß lauten,Warum Frontzeck noch bleiben muß! Die Erklärung ist, daß die notwendigen Abfindungen bei Kündigung von Mike und Max für Spielertransfers benötigt werden. Eberl hat durch die Vorzeitige Vertragsverlängerung Frontzecks, Gladbach die Hände ihnen gegenüber gebunden! Skandal!

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