Warum Borussia Mönchengladbach gegen den BVB verlor

Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund
Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund
Foto: dpa
Gladbachs Ibrahim Traoré vergab gegen den BVB erst den Ausgleich und leitete dann das Gegentor ein - nicht die einzigen Gründe für die Niederlage.

Mönchengladbach.. Die Spielminuten 48 bis 51 hätte Ibrahima Traoré am liebsten aus der Statistik des 88. Borussia-Duells in der Fußball-Bundesliga gestrichen. „Das waren sicher nicht meine besten Spielminuten der Saison“, erklärte der 27-jährige Nationalspieler aus Guinea am Samstag, als Mönchengladbachs 1:3-Heimniederlage gegen Dortmund amtlich war.

Der Gladbacher Offensiv-Spieler hatte zunächst freistehend vor BVB-Torhüter Romas Bürki den Ausgleich versiebt. Eine halbe Sekunde zu lang gezögert, schon war der Schusswinkel verbaut. Sekunden später wurde es noch schlimmer. Traoré verlor den Ball am Strafraum des Gegners, der den Konter prompt zum 2:0 nutzte.

Drei Gegentore für Gladbach im Schnitt

„Dortmund hat die Chancen mit Qualität ausgespielt“, gab Traoré zu, „dabei haben wir gerade in der ersten Halbzeit nicht viel zugelassen. Danach waren einfach zu viele Ballverluste von uns im Spiel. Auch von mir.“

Stimmen In den vergangenen acht Pflichtspielen kassierte Gladbach im Schnitt drei Gegentreffer. Sportdirektor Max Eberl möchte daraus kein grundsätzliches Abwehrproblem ableiten: „Es war ja nicht so, dass uns Dortmund an die Wand gespielt hätte. Drei grobe Fehler in der Vorwärtsbewegung darf man sich allerdings auf diesem Spielniveau einfach nicht erlauben.“

Gladbach-Trainer Schubert setzte auf die Zuschauer

Cheftrainer André Schubert hatte in der Innenverteidigung erneut auf seine Teenager gesetzt. Der Däne Andreas Christensen und der Schweizer Nico Elvedi, beide 19 Jahre jung, hätten ihre Sache „ordentlich“ gemacht, wie Schubert befand. Insgesamt aber nicht gut genug. Wie die gesamte Defensive, die nach Schuberts Philosophie auch gegen schnelle Dortmunder mutig offensiver verteidigte, nach der Pause aber zu oft ausgespielt worden war.

Fazit des Trainers, gerade in Richtung seiner jungen Startspieler: „Erfahrung kommt von Erfahren.“ Mit eingeschlossen war da Mahmoud Dahoud, der am Neujahrstag seinen 20. Geburtstag gefeiert hatte. Dem gebürtigen Syrer unterlief vor dem 1:3 ein ähnlich leichtfertiger Ballverlust am Dortmunder Strafraum wie Traoré. Der defensive Mittelfeldspieler wollte zu viel, dribbelte sich ungestüm fest und leitete so den Treffer zum Endstand ein.