Stefan Effenberg hat keine Strategie
08.05.2011 | 21:02 Uhr 2011-05-08T21:02:24+0200
Mönchengladbach. Wenn man sich fragt, für wen dieses Wochenende furchtbar schlecht gelaufen ist, dann fallen einem die Namen Stanislawski, Magath, Heynckes, Slomka, natürlich Bruchhagen und Daum ein. Doch auch für Effenberg hat sich die Situation verschlechtert.
Wenn man sich fragt, für wen dieses Wochenende furchtbar schlecht gelaufen ist, dann fallen einem die Namen Stanislawski, Magath, Heynckes, Slomka, natürlich Bruchhagen und Daum ein, aber wohl nur wenige werden auch noch an Effenberg denken, der an diesem verrückten Spieltag die Hoffnung verloren haben dürfte, als erfolgreicher Putschist in die Bundesliga-Geschichte eingehen zu dürfen.
Es ist ja ganz simpel: Chancen auf einen Posten in Gladbach dürfte der Tiger nur haben , wenn die Borussia abstürzt in die Zweite Liga. Und da sich das Team von Lucien Favre wunderbar aufgerappelt und neu erfunden hat, wird man kaum noch jemandem klarmachen können, dass dieser Klub einen selbsternannten Retter braucht.
Gladbach siegte zuletzt dreimal, und es ist stiller geworden um den ehemaligen Fußballer. Nicht einmal Günter Netzer, der bildbezahlte Ferndiagnostiker, geht noch auf Borussias Klubführung los und bringt den Namen Effenberg ins Spiel . Wahrscheinlich ist auch bei den Boulevard-Medien die Hoffnung gesunken, einen Mann zu installieren, der gerne bereit ist, sein Privatleben zu vermarkten und auflagenfördernde Schlagzeilen zu liefern.
In die Effe-Falle ist am Samstag lediglich ein Sky-Moderator getappt, der Sportdirektor Max Eberl zu interviewen versuchte. Warum, so eine der rührenden Fragen, lehnt Gladbach Stefan Effenbergs Hilfsangebote ab? Ja, warum nur? Vielleicht, weil es nicht um selbstlose Hilfe geht, sondern um einen gutbezahlten Job für einen gelangweilten Kicker? Vielleicht, weil Leute ihren Platz räumen müssten für jemanden, der sich in den Jahren nach der Karriere kaum fortgebildet hat?
Wer die Pressekonferenz erlebt hat, auf der sich Effenberg vergangene Woche als Lösung für Gladbacher Probleme präsentierte, wird die Antworten geben können. Der Mann ist kein Tiger, nicht einmal ein Stubentiger. Kein Konzept, keine Strategie und keine Idee. „Rudi Völler und Reiner Calmund sind dicke Freude von mir“, war sein bestes Argument auf die Frage nach seiner Kompetenz.
Eine bemerkenswerte Leerformel, die ein Max Eberl nie in den Mund wird nehmen müssen. Der Borusse, erst 37 Jahre alt, hat selbst Kompetenz. Das hat er oft genug bewiesen. Namen wie Marin, Reus oder Dante stehen ja nicht nur für einen enorm gestiegenen Marktwert, sie stehen auch für eine Idee vom Fußball und für die konkrete Philosophie eines Sportdirektors, der dem Verein fraglos gut tut. Und an diesem Urteil könnte nicht einmal ein Abstieg am kommenden Samstag etwas ändern.

08:15
Wer bringt denn hier wieder den Loddar ins Gespräch? Der hat sich ja nun wirklich nicht dazu geäußert! Und wenn, dann hätte wir alle sicherlich nicht verstanden, was er von uns wollte...
Mal im Ernst: Effe als Sportdirektor, Köppel als Präsident und Loddar als Ablöse für Favre!? Das wäre ein Traum. Ich glaube, dann könnte BMG auch locker als Zirkus in jeder Stadt auftreten! Ich hoffe, dass die Initiative Schwachsinn keine Chance haben wird... Mein Gefühl sagt mir aber, dass wir BMG-Fans uns da keine Sorgen machen müssen! Dafür ist das Konzept Geldmacherei einfach zu schwammig...
Ich weiß auch gar nicht, was so viele immer gegen den Königs haben!? Der hat zwar eher keine Ahnung vom sportlichen Teil, wirtschaftet dafür umso ordentlicher. Seit Jahren steht Gladbach finanziell gut da und schreibt schwarze Zahlen. Soll er doch so weitermachen. Um das Sportliche kümmern sich M.E. und L.F. schon. Da bin ich guter Dinge für die Zukunft! Auch auf uns werden wieder bessere Zeiten kommen. L.F. traue ich eine Menge zu und kann mir sogar vorstellen, dass er die lang ersehnte Dauerlösung auf Borussias Trainerstuhl sein wird. Warten wirs ab!
Auf gehts BMG!!! Jetzt am Samstag PLatz 15 holen und ab in die Sommerpause... ;o)
09:20
Sehr schöner Kommentar!!
20:23
Das Einzige, was wirklich Sinn macht, ist Effe und Lodda auf dem Balkon bei der Muppet Show! Das wäre eine sinvolle Kombination, die allen Spaß macht!
15:26
hehe, sehr schön
#5 jep, da stecken Graf Kox und seine Freunde dahinter, wollten sich mal eben nen Verein der schwarze Zahlen schreibt unter den Nagel reißen
Die Antwort haben sie von dem Großteil der Gladbach-Fans längst gekriegt
aber nich mit dem Commander!
12:30
Diese Truppe um Effe wird ein Debakel erleiden. Selbst im Falle des Abstiegs. Gladbach ist ja nicht DSDS-Niveau. Und dann ein verbitterter Opa Köppel - eine traurige Veranstaltung...
11:27
KEINE Strategie würde ich nicht sagen.
Nur eine ausgesprochen dämliche und leicht durchschaubare:
Ich komme mit meinem Namen und grosser F.resse um die Ecke, vergleiche mich mit Leuten, die seit z T mehr als 10 Jahren erfolgreich im Geschäft sind und behaupte ich habe den unbedingten Willen, etwas zu erreichen. Das sei ja wichtiger als Kompetenz.
Letzteres eine Weisheit, die Effe selbst im B-Promi-Kochduell nicht weiterhelfen würde. Trotzdem wäre dort sicher mehr Platz für ihn als eitlen Pfau, der es noch nie nötig hatte, sich selbst in irgendeiner Weise kritisch zu hinterfragen.
Schade, dass es von Pressekonferenz keine bewegten Bilder gibt. Sicher zum Totlachen gewesen.
Im Übrigen muss ich hier echt mal eine Lanze für Lothar Matthäus brechen, über den (und seine mangelnden Englisch-Kenntnisse) sich ja immer so gerne ausgelassen wird:
Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Effenberg der deutlich größere I.diot von beiden ist.
Und noch etwas: Diese Kampangne ist doch nicht von Effenberg lanciert worden, sondern von einer Investoren-Gruppe, oder?
Als ob Effe selbst initiativ geworden wäre, wer soll das denn glauben. Auch Köppel, dessen Stern nun weiss Gott schon mal höher gestanden hat, ist doch nicht mehr als eine Pappfigur dieser Herren. Dazu noch die tumben Attacken von Berti Vogts aus irgendeiner ehemaligen Sowjetrepublik. Nein, dieses Spiel ist sowas von offensichtlich...
11:01
Gladbach hat die Wahl: Seriöser Arbeiter oder ein Sprüchklopfer, der Geld und Mikrofone braucht!
10:46
Ein köstlicher und sehr treffender Kommentar, Herr vom Stein.
10:09
effenberg ist......jemand, der sich in den Jahren nach der Karriere kaum fortgebildet hat....und wo nix ist kann nix sein.wo solls auch her kommen?das hat der artur v.stein exakt und trefflich beschrieben.
09:44
Die Wahrheit exakt auf den Punkt gebracht.
Vielen Dank dafür, Herr vom Stein.