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Stanislawksi konnte mit Mlapa nichts anfangen, Babbel wollte ihn halten

Gladbach hat Mlapa mit der Champions League gelockt
Gladbachs Neuzugang Peniel Mlapa trainiert in Rottach-Egern mit seinen neuen Teamkollegen. Foto: imago

Uns interessiert, welche Mentalität sie eher haben: die afrikanische oder die deutsche?

Mlapa: Im Togo habe ich nicht wirklich viel mitbekommen. Ich war noch klein und bin schon mit drei Jahren nach München gekommen. Meine Großeltern sind zwar noch dort und die besuche ich auch hin und wieder, aber ich fühle mich als Deutscher und habe auch die deutsche Mentalität.

Also legen Sie auch wert auf die typisch deutschen Tugenden wie Pünktlichkeit zum Beispiel?

Mlapa: Ja, das ist mir schon wichtig (lacht).

Weil Sie hier aufgewachsen sind, haben Sie sich auch für den DFB entschieden, statt für Togo aufzulaufen.

Mlapa: Ich habe ja gesagt, dass ich mich hier in diesem Land zuhause fühle und deshalb habe ich mich für Deutschland entschieden.

Bundestrainer Joachim Löw hat sie vor der Europameisterschaft explizit gelobt und gesagt, er habe Sie „auf dem Zettel“. Haben Sie schon mit Löw gesprochen?

Mlapa: Nein, Kontakt hatten wir noch nicht. Er verfolgt die Karriere von uns jungen Spielern schon lange und dass er so etwas gesagt hat, ehrt mich natürlich, aber man muss erst mal in der Bundesliga seine Leistung regelmäßig bringen und dann wird man weitersehen.

Vergangene Saison haben Sie 30 Spiele in der Bundesliga gemacht. Wie zufrieden waren Sie mit der Spielzeit?

Mlapa: Ich hatte Schwierigkeiten, in die Saison reinzukommen und war nicht wirklich zufrieden. Als es auf die Winterpause zuging, habe ich dann meine Einsätze bekommen, regelmäßig gespielt und auch gute Leistung gezeigt. Als dann der Trainerwechsel von Ralf Rangnick zu Holger Stanislawski kam, hat mir der neue Coach gesagt, dass er nicht auf mich steht.

Wie hat er Ihnen das zu verstehen gegeben?

Mlapa: Er hat es mir offen und ehrlich gesagt. Und das finde ich auch gut so. Das ist besser, als wenn man gar nicht weiß, woran man ist. Ich hatte damit kein Problem.

Fehlte Ihnen dann nicht die Motivation, sich jeden Tag im Training zu quälen, obwohl Sie keine Chance bekommen?

Mlapa: Nein, ganz im Gegenteil. Man will dem Trainer ja beweisen, dass er falsch liegt mit seiner Einschätzung. Ich wollte mich trotzdem immer anbieten und zeigen, dass er auf mich bauen kann. Es war eine Extramotivation für mich.

Stanislavski musste gehen und Babbel kam. Der wollte Sie unbedingt im Kraichgau halten.

Mlapa: Ja, der Markus hat zu mir gesagt, er will mich unbedingt halten. Aber dann kam das Angebot von Gladbach und bei der Perspektive, Champions League zu spielen, konnte und wollte ich dann nicht nein sagen.

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