Nach Euro-K.o. wartet auf Gladbach "Herkules-Aufgabe" BVB

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl (im Bild) erwartet, dass Dortmunds Marco Reus bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte "sehr positv" empfangen wird.
Gladbachs Sportdirektor Max Eberl (im Bild) erwartet, dass Dortmunds Marco Reus bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte "sehr positv" empfangen wird.
Foto: dapd
Was wir bereits wissen
Borussia Mönchengladbach hat sich seinen Europapokal-Auftritt bei Lazio Rom zweifelsohne anders vorgestellt. Es gilt, den Blick wieder schnell nach vorn zu richten. Denn der nächste Härtetest steht ins Haus: das Heimspiel gegen den BVB mit dem ehemaligen Gladbacher Marco Reus in seinen Reihen.

Rom.. Mund abputzen, weitermachen. So kann man die Ansage von Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl zusammenfassen. Natürlich habe man sich den Auftritt bei Lazio Rom anders vorgestellt, aber "jetzt heißt es, das wegzustecken und sich auf Borussia Dortmund zu konzentrieren." Das sei eine "Herkules-Aufgabe", sagte der Manager mit Blick auf die Partie am Sonntag (15.30 Uhr/ live in unserem Ticker) und es werde "kein Deut leichter." Der BVB habe eine sehr hohe Qualität und sehr schnelle Offensivspieler in seinen Reihen. Das weiß Gladbach aus jüngster Vergangenheit nur zu gut.

Mit Marco Reus kehrt der Stürmer in den Borussia-Park zurück, der Mönchengladbach in der vergangenen Saison mit seinen wichtigen Toren überhaupt erst nach Europa geschossen hatte. Deshalb werde Reus, der nur den "Nachnamen" der Borussia gewechselt hat, "sehr positiv" am Niederrhein empfangen. "Alles andere würde mich schwer enttäuschen", erklärte der Manager. Er kenne die Fans seit 14 Jahren und "sie haben ein feines Gespür". Dass der Nationalspieler "gebührend empfangen" werde, ist sich auch Patrick Herrmann sicher: "Er hat enorm viel für den Verein geleistet." Die Fans und der gesamte Verein seien ihm dafür "immer noch dankbar."

Gladbach Keine Rücksicht auf Reus

Rücksicht werde man darauf aber natürlich nicht nehmen. "Wir müssen ihm ein bisschen den Spaß am Spielen nehmen", kennt Marc-André ter Stegen das Rezept, um Reus zu stoppen. Allerdings sei das "sehr schwer". Schon im Hinspiel bei der 5:0-Kantersieg des Double-Siegers musste ter Stegen zweimal den Ball von Reus aus dem eigenen Netz fischen. Erschwerend käme ja nicht nur Reus, sondern "eine insgesamt starke Dortmunder Mannschaft" nach Mönchengladbach.

Nach dem bitteren Ausscheiden im Europapokal bei Lazio Rom, müsse man jetzt schnell umschalten, um "gegen so einen Gegner zu Hause zu gewinnen". Die Borussen müssen "den Kopf frei bekommen", um gegen den BVB bestehen zu können. "Das ist ein neues Spiel und es geht bei 0:0 los", lächelte Patrick Herrmann zuversichtlich. Deshalb sei auch gegen Dortmund alles drin. Der Angreifer allerdings wird die Rückkehr seines kongenialen Sturmpartners nur von der Tribüne aus verfolgen können. Denn: Der U21-Nationalspieler ist am Sonntag infolge seiner fünften Gelben Karte gesperrt.